Ein Orchester, viele Orte

Blick auf eine Bühne. Auf der Bühne spielt die Staatskapelle.

Theaterzelt. Alte Druckerei. Freilichtbühne. Kulturmühle: Wer die Mecklenburgische Staatskapelle live hören möchte, landet an historischen und ungewöhnlichen Plätzen. Manchmal begleiten Musiker die Besucher sogar persönlich zum Konzert. Teil 6 der Orchesterserie gibt Einblick in die Spielorte. 

Theater am Alten Garten

Außenaufnahme vom Theater in Schwerin. Es ist dunkel. Das Theater ist gelb angestrahlt und spiegelt sich im gegenüberliegenden Schweriner See.

Der „Stammsitz“ der Staatskapelle – das ist das Theater am Alten Garten. Großherzog Friedrich Franz III. ließ es zwischen 1883 und 1886 bauen, nachdem ein Feuer den Vorgängerbau vernichtet hatte. Im Moment schweigt hier jedoch die Musik. Stattdessen geben Bauarbeiter im Großen Haus den Ton an. Deshalb ist die Hauptspielstätte des Theaters bis voraussichtlich Frühjahr 2027 geschlossen. Im Zuge der Sanierung erhalten die Musikerinnen und Musiker einen neuen Orchestergraben. Auch wenn der Theaterbetrieb am Alten Garten ruht: Die Kasse für Theater- und Konzertkarten befindet sich weiterhin hier. Die Öffnungszeiten sind: dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr.


Das Theaterzelt

Ein großes, weißes Zelt. Die Tür ist offen.

Das Theaterzelt am Küchengarten ist die Ausweichspielstätte für das Große Haus. Auch wenn es auf den ersten Blick von außen vielleicht so anmutet: Das Zelt ist kein Zirkuszelt, sondern extra für Theateraufführungen gefertigt. Im Inneren sieht man das zum Beispiel daran, dass die Bühne nicht wie eine Manege in der Mitte steht. Im „Saal-Zelt“ haben bis zu 500 Zuschauerinnen und Zuschauer Platz. Daneben gibt es noch ein Foyer-Zelt mit Gastronomie und ein Backstage-Zelt für Künstler, Kostüme und Requisite. Die Mecklenburgische Staatskapelle sitzt – je nach Art der Aufführung – mal auf der Bühne, hinter den Kulissen. Oder ganz publikumsnah vor der Bühne auf einer Fläche, die dem Orchestergraben im Großen Haus entspricht.

Für ausgewählte Konzerte im Theaterzelt hat die Staatskapelle die Aktion „Accompagnato“ ins Leben gerufen. Dabei begleiten Musiker die Besucher auf dem Weg zum Konzert. Treffpunkt für den gemeinsamen Spaziergang ist der Haupteingang des Theaters am Alten Garten. Los geht's 17.30 Uhr. Das nächste Mal beim Sinfoniekonzert am 11. April 2026.

Die nächsten Auftritte im Theaterzelt sind: 

  • 4. Sinfoniekonzert: 10./11. April, 19 Uhr | 12. April, 16 Uhr. Mit Werken von Johannes Brahms, Richard Strauss, Unsuk Chin und Ludwig van Beethoven.
  • Töne haben viele Farben: 21. April, 10 Uhr (für Gruppen) | 25. April, 15 Uhr. Familienkonzert.
  • Quid si sic: 6. April, 17 Uhr | 19. April, 16 Uhr | 23. April, 19 Uhr | 26. April, 17 Uhr | 28. April, 19 Uhr | 1. Mai, 17 Uhr. Ballettabend zur Legende vom Petermännchen.
  • Sweeny Todd: 22. April und 2. Mai, 19 Uhr. Musical-Thriller.

Die M*Halle

Ein Raum mit einer Bühne. Vor der Bühne sind Sitzreihen mit roten Stühlen.

Im Herbst 2022 machte das Mecklenburgische Staatstheater aus einer alten Zeitungsdruckerei ein Ort für Konzerte und Besucher: die M*Halle. Vor der Hauptbühne haben rund 150 Leute Platz. Zur Studiobühne gehören ungefähr 70 Plätze. Die M*Halle befindet sich hinter dem ehemaligen SVZ-Gebäude in der Schweriner Gutenbergstraße 1. Die nächsten Auftritte der Staatskapelle in der M*Halle sind: Die Krönung der Poppea (Oper) am 3. Mai, 18 Uhr. Und: Nachtmusik und Nebelnoise. Eine performative Konzertreise am 29. Mai, 19.30 Uhr.


Die Freilichtbühne

Eine Bühne. Die Bühne steht in einem Park. Auf der Bühne sind Musiker. Vor der Bühne sitzen viele Menschen.

Die Freilichtbühne im Schweriner Schlossgarten hat eine lange Tradition als Konzertstätte. Und zieht auch die Staatskapelle auf seine Open-Air-Bühne. Allem voran für die MeckProms. Jenen Picknick-Konzerten, in denen Campingtische auf Klassik treffen, die Konzertwiese einem gedeckten Tisch gleicht und der Dresscode auf den Anzug pfeift. Die MeckProms sind Teil der Schweriner Schlossfestspiele und finden dieses Jahr am 14. Juli, 20 Uhr statt. 


Die Kulturmühle

Die historische Fassade der ehemaligen Kornmühle zeigt sich von ihrer neuen Seite. Rund 80 Fenster prägend die beiden sichtbaren Seiten. Links vorm Gebäude fließt die Elde entlang. Im Fluss steht eine Terrasse. Sie gehört zum Restaurant der Kulturmühle.

Die Kulturmühle in Parchim ist die Hauptspielstätte für das Ensemble vom Jungen Staatstheater Parchim. Sie gibt aber auch allen anderen Sparten des Mecklenburgischen Staatstheaters regelmäßig eine Bühne. Das führt auch die Mecklenburgische Staatskapelle hin und wieder in die ehemalige Getreidemühle am Fischerdamm 2. 


Auf zu neuen Orten!

Ein Ausschnitt von der Schlossfassade im Innenhof. Dahinter steht einer der Schlosstürme. Er ist beleuchtet. Draußen ist es dunkel.
Im Juli spielt die Mecklenburgische Staatskapelle zweimal im Schlossinnenhof.

Abseits ihrer Hauptbühnen gastieren die Musikerinnen und Musiker während einer Spielzeit auch immer wieder an neuen Orten. Fünf Beispiele aus dieser Saison:

Das Staatliche Museum Schwerin wird in diesem Jahr zur Kulisse für die Kammerkonzerte der Staatskapelle. Auf ein Konzert ins Museum? Die nächste Gelegenheit bietet sich am 7. Juni 2026, 11 Uhr. Beim 4. Kammerkonzert. Mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy. 

„Hexenholz“ auf dem Berliner Platz: Für dieses Singspiel treffen Theaterprofis in Schwerin auf kulturlustige Kinder und Jugendliche, um das Märchen „Hänsel und Gretel“ gemeinsam neu zu erzählen. Die Musik dafür wurde extra für diese Aufführung geschrieben. Termine: 23. Mai, 18 Uhr (Uraufführung) | 24. Mai, 15 Uhr | 24. Mai, 18 Uhr | 25. Mai, 15 Uhr.

Klingendes Welterbe: Unter diesem Titel spielt die Staatskapelle am 18. Juli, 19 Uhr im Schweriner Schlossinnenhof. Auf dem Programm stehen Werke von Wilhelm Heinrich Berwald, Georg Alois Schmitt, Robert Alfred Kirchner und Felix Mendelssohn Bartholdy. Das Konzert ist Teil der Schlossfestspiele 2026. 

Ein Konzert für Familien – das spielt die Staatskapelle am 19. Juli. Die Musiker laden ihr Publikum ein, die Welt des Orchesters zu entdecken. Und zu erleben, wie aus vielen einzelnen Stimmen ein gemeinsamer Klang wird. Los geht’s 11 Uhr im Schlossinnenhof. Das Konzert ist ebenfalls Teil der Schlossfestspiele 2026. 

Die kleine Meerjungfrau: Das musikalische Märchen von John Høybye erklingt am 31. Mai, 15 Uhr, im Solitär in Parchim (Putlitzer Straße 25). Die Mecklenburgische Staatskapelle ist hier mit einem Streichquintett vertreten.