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Geschäftsfelder für Kreative

Kunst und Kultur ist für viele Genuss, für andere Bildung, für manche Zeitvertreib. Doch auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten hat die Kultur- und Kreativwirtschaft einiges vorzuweisen. So weiten sich die Geschäftsfelder für Kreative stark aus.

Designer gestalten nicht nur Produkte, sondern übertragen im „Design Thinking” kreative Gestaltungsideen auf Innovationsprozesse in Unternehmen. Bildende Künstler stellen ihre Werke in ungenutzten Gebäuden aus, um in Kooperation mit der Immobilienbranche Stadtviertel und Dörfer zu beleben, aufzuwerten und den Leerstand zu verringern. Comiczeichner gestalten Hygienevorschriften in Krankenhäusern, damit die Botschaft richtig ankommt.

Die Kreativwirtschaft gilt mit 7,1 Millionen Beschäftigten als einer der größten Arbeitgeber in Europa und ist auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gewachsen. In Deutschland ist die Branche ebenfalls im Aufwind. Rund 255.000 Unternehmen waren 2017 in der Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt und haben zusammen an die 159 Milliarden Euro erwirtschaftet. Neue Firmen entstehen vor allem in der Designwirtschaft, Software-/Games-Industrie und Werbung. 

Junge Branche mit großem Potenzial

Gerade für Mecklenburg-Vorpommern birgt die innovative junge Branche ein großes Potenzial, etwa für die Stärkung des ländlichen Raums, aber auch zur Kooperation mit anderen Unternehmen, wie der Tourismuswirtschaft, dem Gesundheitsmarkt oder der Industrie.

Vor allem viele Kleinstunternehmen und freiberuflich Tätige prägen die Branche im Land. Derzeit gibt es etwa 2.660 Selbstständige und Unternehmen mit rund 9.500 Beschäftigten. Insgesamt zählt die Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern knapp 17.800 Arbeitsplätze - vom Vollzeitmitarbeiter bis zum geringfügig Beschäftigten. Da jedoch nur ein Teil erfasst wird, etwa durch eine Kammerzugehörigkeit oder weil sie nicht unter die Kleinunternehmerregelung fallen, gehen die Experten eher von einer höheren Anzahl an Kreativunternehmen aus.