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04.06.2021 - 08.08.2021

"Direkt vom Meer"

Die Niederländische Künstlerkolonie Katwijk zu Gast in Schwaan

Zum zweiten Mal widmet das Kunstmuseum Schwaan einer Künstlerkolonie von der Nordsee eine Ausstellung: Katwijk aan Zee. Die Ausstellung entstand in enger Kooperation mit der Gemäldegalerie Dachau und wird von dort übernommen.

Wie schon die an der Ostsee gelegenen Künstlerkolonien zeigen, wurden gerade die Meeresküsten im ausgehenden 19. Jahrhundert zum beliebten Reiseziel der Landschaftsmaler.

Die Künstler suchten zu jener Zeit die Nähe zur Natur, um diese so unverfälscht ...

Zum zweiten Mal widmet das Kunstmuseum Schwaan einer Künstlerkolonie von der Nordsee eine Ausstellung: Katwijk aan Zee. Die Ausstellung entstand in enger Kooperation mit der Gemäldegalerie Dachau und wird von dort übernommen.

Wie schon die an der Ostsee gelegenen Künstlerkolonien zeigen, wurden gerade die Meeresküsten im ausgehenden 19. Jahrhundert zum beliebten Reiseziel der Landschaftsmaler.

Die Künstler suchten zu jener Zeit die Nähe zur Natur, um diese so unverfälscht wie möglich in ihren Gemälden festzuhalten. Gerade von den kleinen malerischen Fischerdörfern an Nord- und Ostsee waren sie begeistert, da dort der technische Fortschritt und die Industrialisierung noch keine sichtbaren Spuren in der Landschaft und im täglichen Leben der Bewohner hinterlassen hatte. Am Meer herrscht ein besonderes Licht, das der Natur die charakteristischen Farben verleiht. Aus diesem Grund wurden die Küstenregionen speziell von Nord- und Ostsee zum bevorzugten Reiseziel von Malern und das kleine Fischerdorf Katwijk wurde zum beliebten Bildmotiv der Maler. 

Schon im 17. Jahrhundert besuchten erste Künstler das kleine Dorf Katwijk an der Nordsee und malten stimmungsvolle Landschaften, den Strand, die Oude Kerk (alte Kirche) aus dem 14. Jahrhundert. Erst um 1830 formiert sich Katwijk, nach dem Vorbild von Barbizon, zu einer Künstlerkolonie. Zu dieser Zeit entdeckten Andreas Schelfhout (1787–1870) und B. J. van Hove (1790–1880) das Dorf und sandten ihre Malschüler nach Katwijk. Für die erholungsbedürftigen Städter begann man Unterkünfte zu bauen und die Fischer begannen ihre Privatzimmer zu vermieten. Der 1856 eintreffende Jozef Israëls (1824–1911) machte das Fischerdorf weithin bekannt, denn seine Gemälde veranlassten viele holländische und auch deutsche Künstler selbst an deren Entstehungsort zu reisen. Unter den Deutschen war neben Hans von Bartels (1856 – 1913), German Grobe (1857 – 1938) oder Wilhelm Hambüchen (1869 – 1939) auch der Rostocker Paul Wallat (1879 – 1964) dabei. Angezogen von der Landschaft ließ Wallat sich inspirieren und verweilte lange Zeit für Malaufenthalte in Katwijk.

Für diese Ausstellung wurden 22 Künstler ausgewählt. Sie erzählen in 60 Gemälde vom schweren Leben an der Küste mit dem Fischfang, aber auch vom unbekümmerten Spielen der Kinder am Strand.  Fern der akademischen Malerei suchten sie nach der unberührten Natur. Anders als in Schwaan, wo in den Motiven die freie Natur das bestimmende Thema ist, prägen die Motive in Katwijk das alltägliche Leben in ihrem sozialen Umfeld.

  • 04.06.2021 - 08.08.2021
    Dienstag:
    11:00 - 17:00 Uhr
    Mittwoch:
    11:00 - 17:00 Uhr
    Donnerstag:
    11:00 - 17:00 Uhr
    Freitag:
    11:00 - 17:00 Uhr
    Samstag:
    11:00 - 17:00 Uhr
    Sonntag:
    11:00 - 17:00 Uhr
  • Art der Ausstellung: Sonderausstellung
  • Mühlenstraße 12, 18258 Schwaan
  • Sparte/n: Bildende Kunst

Kunstmuseum Schwaan

Das Museum zeigt mecklenburgische Malerei mit dem Schwerpunkt der Künstlerkolonie Schwaan im 19. und 20 Jahrhundert.

Details

Kontakt

Herr Heiko Brunner

Mühlenstraße 12
18258 Schwaan

Telefon:
03844891792
Fax:
038448900335
Mail:
info@remove-this.kunstmuseum-schwaan.de

http://www.kunstmuseum-schwaan.de