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Pampinale: Zehn Jahre Wertschätzung

Zehn Jahre Kulturforum Pampin. Und die erste Pampinale zum Geschenk. Rund 100 Werke von mehr als 30 Künstlern zeigen die Betreiber des Kulturforums Ortrun Venth Vogt und Prof. Wolfgang Vogt noch bis zum 1. Oktober 2017. Dieser Dank an alle unterstützenden Kunstschaffenden ist gleichzeitig ein Rückblick in das vergangene Jahrzehnt von Skulpturenpark und Kunsthalle. 

Statt temporärer Einzelausstellungen zeigt das Kulturforum aktuell einen Querschnitt der Werke bisher ausgestellter Künstler. Ein Wechsel von zwei- und dreidimensionaler Kunst. Und auch die Videokunst bekommt ihren eigenen Raum in der Kunsthalle - in Kooperation mit dem Dezernat 5, der Galerie für aktuelle Kunst aus Schwerin.

Jeder in Pampin ausgestellte Künstler hat einen Teil seiner Arbeiten in dem kleinen Ringdorf am Südende Mecklenburg-Vorpommerns zurückgelassen. Positionen folgender Künstler: 

  • Herbert Baumann
  • Sigrid Baumann-Senn
  • Thorsten Bisby-Saludas
  • Tino Bittner
  • Caroline Böttcher
  • Utz Brocksieper
  • Reinhard Buch
  • Wolfgang Buntrock
  • Carlo Cazals
  • Udo Dettmann
  • Thorsten Dittrich
  • Dieter Eidmann
  • Rainer Fest
  • Harald Finke
  • Florian Flierl
  • Inge Flierl
  • Marco Flierl
  • Irmgard Gottschlich
  • Herbert W. H. Hundrich
  • Wolfgang Janisch
  • Angelika Janz
  • Jan Jastram
  • Juliane Jüttner
  • Svenja Maaß
  • Frank Nordiek
  • Ping Qiu
  • Thomas Radeloff
  • Marie-Madeleine Saludas
  • Thomas Sander
  • Max Schmelcher
  • Maximilian Schmiedel
  • Wieland Schmiedel
  • Benjamin Schubert
  • Tina Schwichtenberg
  • DieterSimon
  • Marion Stille
  • Jutta Schwöbel
  • Ursula Schwöbel

Die Impulsgeber aus Pampin

Der Skulpturenpark erstreckt sich über fast einen Hektar. Besucher entdecken hier Objekte wie "Befreiung" von Max Schmelcher sowie...
..."Latente Gefahr". Wieland Schmiedel gibt mit der Skulptur die Illusion, dass die Räder die schiefe Ebene herunter rollen.
Prof. Wolfgang Vogt erklärt den "Übergang II" von Rainer Fest.
Der Skulpturenpark bietet romantische und stille Rückzugsorte wie diesen rund um das "Subjekt III" von Herbert W. H. Hundrich.

Noch vor zehn Jahren sind Ortrun Venth Vogt und Prof. Wolfgang Vogt über eine Koppel gelaufen. Heute spazieren sie mit Besuchern durch ihren Skulpturenpark im Ringdorf Pampin. Vor einem Jahrzehnt verliebten sich die beiden Hamburger in eben jenen Ort am Südende von MV und kauften ihn. Mittlerweile versammeln sie rund hundert Kunstobjekte im Kulturforum Pampin und begrüßen hier Künstler aus ganz Deutschland sowie hunderte Besucher. Hereinspaziert...

Mit den „SinnFormen” von Utz Brocksieper nahm alles seinen Anfang. Damals am 7. Juli 2007. Ein verheißungsvoller Auftakt für das Kulturforum Pampin. „Mittlerweile sind wir viel mehr als eine Aktion auf der grünen Wiese”, sagt das Ehepaar Vogt.

Jeder Künstler lässt etwas in Pampin zurück

Der Skulpturenpark auf der ehemaligen Koppel und die Kunsthalle in der umgebauten Scheune ziehen Künstler aus Hamburg, Berlin, Köln, Hannover und sogar Mallorca an. Und Bildhauer wie Max Schmeichel aus dem Allgäu. Der vielseitige Künstler ist in Pampin aktuell mit Arbeiten aus Moor vertreten.

Jeder hier ausgestellte Kunstschaffende ließ ein Stück seines Schaffens im kleinen Pampin zurück. So stehen auf etwa einem Hektar mittlerweile rund 100 Objekte zur Schau. 

„Die Kraft sitzt in der freien Szene”

Über die Jahre spannen Ortrun Venth Vogt und Wolfgang Vogt ein feines Netzwerk, das zahlreiche Künstler, Galerien und Institutionen mit dem kleinen Pampin verbindet. So reichen die Fäden unter anderem zu Grafik Nord nach Hamburg und zum Dezernat 5 nach Schwerin. Wolfgang Vogt engagiert sich im Landes- und im Kreiskulturrat sowie im Verband „Kunst heute”. 

Aber das Ehepaar will mehr. Sie wollen Impulsgeber sein, den ländlichen Raum voran bringen. Ihr Traum? Eine Art „MacPomm”, eine landesweite Aktion, um die künstlerischen Kräfte des Nordostens zu bündeln und für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen. „Die Kraft sitzt in der freien Szene”, sagt Wolfgang Vogt. „Wir möchten helfen, sie freizusetzen.”

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