Pommersches Landesmuseum
Im Pommerschen Landesmuseum werden 14.000 Jahre Kultur und Geschichte der Region lebendig.
01.04.2021 - 23.12.2026
Historische Dauerausstellung
POMMERN / POMORZE – LAND AM MEER
Die Ostsee ist das prägende Element in den Ländern, die an das Meer angrenzen. Sie eint und trennt, ist voller Rätsel und Geschichten, die in unserer landesgeschichtlichen Ausstellung erzählt werden.
VOM BEGINN BIS ZUR NEUZEIT
Warum spült das Wasser bei Sturm Bernstein ans Land, woher kommen die Fossilien an einigen Küsten und was für Tiere können wir in beidem entdecken?
Im alten Kellergewölbe wird der ...
POMMERN / POMORZE – LAND AM MEER
Die Ostsee ist das prägende Element in den Ländern, die an das Meer angrenzen. Sie eint und trennt, ist voller Rätsel und Geschichten, die in unserer landesgeschichtlichen Ausstellung erzählt werden.
VOM BEGINN BIS ZUR NEUZEIT
Warum spült das Wasser bei Sturm Bernstein ans Land, woher kommen die Fossilien an einigen Küsten und was für Tiere können wir in beidem entdecken?
Im alten Kellergewölbe wird der Entstehung des südlichen Ostseeraums nachgegangen und die Aneignung der Landschaft durch den Menschen beschrieben. Wunderschöner Schmuck, wie der Peterfitzring, ein Reif aus purem Gold, beeindruckende Statuetten und Werkzeuge sind Spuren der Ur- und Frühgeschichte. Mit dem Beginn des Mittelalters trat die Ostsee als Handels- und Kriegsraum in den Vordergrund: Es begann ein intensiver Austausch zwischen slawischen und skandinavischen Kulturen. Doch während der christlichen Expansion wurden zahlreiche slawische Heiligtümer zerstört.
Die Greifen-Dynastie gewann schließlich an Bedeutung und herrschte über das Herzogtum Pommern. Ihre Loyalität zu Luther ist auf dem riesigen Croy-Teppich verewigt.
VON 1618 BIS 2007
Im 30-jährigen Krieg starb das Greifengeschlecht aus. Schweden und Brandenburg teilten sich das Gebiet auf, und mit der Niederlage Napoleons wurde ganz Pommern eine preußische Provinz. Nach dem Ersten Weltkrieg grenzte Pommern an die neu gegründete Zweite Polnische Republik.
In der Wirtschaftskrise von 1929 knüpften Fischer Teppiche, um ihre Existenz zu sichern. Zugleich wuchs die Zustimmung zur nationalsozialistischen Ideologie rasant an. Bereits einige Monate nach dem deutschen Überfall auf Polen 1939 begannen antisemitische Vertreibungen durch die Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Pommern.
Mit den Grenzverschiebungen nach 1945 war ein fundamentaler Bevölkerungsaustausch verbunden. Die Ausstellung zeichnet die Geschichte Pommerns in der Erinnerung der Flüchtlinge nach und zeigt Perspektiven in Polen und in der DDR auf. Sie thematisiert das Zusammenwachsen der Region ab 1989 bis zum Abbau des Grenzzauns im gemeinsamen Schengenraum 2007.
Im Pommerschen Landesmuseum werden 14.000 Jahre Kultur und Geschichte der Region lebendig.