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Arbeitsstipendien gingen 2018 an...

Gregor Sander erhielt für die Fertigstellung seines Romans "Alles richtig gemacht" ein Stipendium.

Einmal im Jahr vergibt das Kultusministerium Aufenthalts-, Arbeits- und Reisestipendien an Künstler aus den Bereichen Bildende Kunst, Musik und Literatur. Im Jahr 2018 profitierten davon 16 Frauen und Männer. Kultur-MV zeigt in einem ersten Kurzüberblick, wer ein Arbeitsstipendium erhalten hat und für welche Projekte die Künstler das Geld einsetzten. In einem zweiten Überblick stellen wir die Reise- und Aufenthaltsstipendiaten vor.

Gregor Sander, Literatur, 5.000 Euro

Für die Fertigstellung seines Romans "Alles richtig gemacht" erhielt der Schweriner Autor Gregor Sander ein Arbeitsstipendium in Höhe von 5.000 Euro. In seinem Werk geht es um den Strafverteidiger Thomas Piepenburg, dessen Leben aus den Fugen gerät. Der Roman spielt in der Vergangenheit der Jahre 1988 bis 2008 in Rostock, Heiligendamm, Rerik, Berlin, Island und New York.  

Roland Rocholl, Musik, 5.000 Euro

Der im Jahr 1956 in Dresden geborene Komponist arbeitet zurzeit an einer Oper, für die er das Werk "Der gestohlene Mond" von Ernst Barlach heranzieht. Rolan Rocholl erstellt dazu Libretto und Partitur. Der Musiker studierte Komposition bei Professor Udo Zimmermann in Dresden und Berlin und lebt seit 1994 in Stralsund. Das Land unterstützt seine Arbeit an der Oper mit einem Arbeitsstipendium.

Gudrun Poetzsch, Bildende Kunst, 5.000 Euro

Für den erhöhten materiellen und zeitlichen Aufwand sich mit größeren Formaten auseinanderzusetzen, erhielt Gudrun Poetzsch im Jahr 2018 ein Arbeitsstipendium. Die gebürtige Rostockerin möchte in ihren Zeichnungen und Bildern ihre bisherige Orientierung auf Kleinformate durchbrechen. Die Künstlerin lebt und arbeitet bei Bad Doberan und erhielt bereits 2010 ein Austauschstipendium des Künstlerhauses Lukas in Schweden.

Daniel Nitsch, Musik, 5.000 Euro

Mehr als 80 Musikstücke veröffentlicht, zahlreiche internationale und nationale Auftritte auf Festivals, Open-Airs und in Clubs - Daniel Nitsch ist seit 2012 hauptberuflich Musiker der elektronischen Sounds. Seit dem vergangenen Jahr konzentriert er sich vor allem auf seine Solo-Karriere, möchte zwei zusammenhängende Mini-Alben mit selbst komponierten sowie in seinem Rostocker Studio produzierten Stücken veröffentlichen. Das Arbeitsstipendium nutzt der Musiker, um die Kosten für das Plattenprojekt zu decken.

Josefine Schönbrodt, Darstellende Kunst, 5.000 Euro

Die Lyrik der Greifswalder Barockdichterin Sibylla Schwarz (1621-1638) will Josefine Schönbrodt in ihrem aktuellen Projekt vertonen. Herauskommen soll ein umfangreiches Hörbuch mit eingesprochenen und vertonten Texten. Tonstudio, Musiker-Honorare und CD-Produktion - das Arbeitsstipendium verwendet die Diplom-Puppenspielerin, um vor allem die Kosten zu decken. Die Schauspielerin konzipierte und spielte im Jahr 2016 bereits ein Stück über Leben und Werk der Sibylla Schwarz.

Jörg Ulrich Krah, Musik, 5.000 Euro

Für fünf geplante Kompositionen zeitgenössischer Musikstücke im vergangenen Jahr, die unter anderem in Schwerin und Rostock aufgeführt werden sollen, erhielt Jörg Ulrich Krah ein Arbeitsstipendium des Landes. Der Komponist ist vor allem Schwerinern ein Begriff als Leiter der Musik- und Kunstschule Ataraxia, als Kurator der Tage Alter Musik und Vorsitzender des Musikvereins MV. Seit dem Jahr 2011 lebt der gebürtige Münchener in Schwerin.

Antje Wagner, Literatur, 5.000 Euro

"Hyde" und "Dark" heißen die beiden Romane, an denen die Autorin Antje Wagner im vergangenen Jahr arbeitete und für die sie ein Arbeitsstipendium des Landes erhielt. Während der Jugendroman "Hyde" bereits in den Bücherläden zu kaufen ist, arbeitet die mehrfach ausgezeichnete Autorin an "Dark". Mehrere Monate im Jahr schreibt die gebürtige Wittenbergerin in Groß Nemerow am Tollensesee.

Barbara Wetzel, Bildende Kunst, 5.000 Euro

Um ihre Fertigkeiten in großformatigen Holzarbeiten zu unterstützen, erhielt die Bildhauerin ein Arbeitsstipendium des Landes MV. Raumgreifende Holzschnitte und Installationen sind das Ziel von Barbara Wetzel, die bereits landesweite - unter anderem in Rostock, Wismar, Neustrelitz - und international in Japan und Island ausstellte. Die gebürtige Wittenbergerin hat eine Bauzeichnerlehre und eine Steinmetzlehre gemacht und anschließend in Dresden an der Hochschule für Bildende Künste studiert.

Dana Jeschke, Bildende Kunst, 5.000 Euro

Die freischaffende Künstlerin will mit "still leben" ein großes zusammenhängendes Projekt erarbeiten, um daraus eine Einzelausstellung zu konzipieren. Das Vorhaben war dem Land ein Arbeitsstipendium Wert. Dana Jeschke arbeitet dazu "experimentell, sammelnd und zusammenfügend", wie sie schreibt, vor allem mit Keramik und Malereien auf verschiedenen Materialien. 1973 in Röbel (Müritz) geboren, studierte die junge Frau in Halle/Saale Plastik und Keramik und ist seit 2008 Mitglied im Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern im BBK.

Alle Stipendiaten der Kunst 2018 auf einen Blick