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„Kulturpolitische Leitlinien mit Leidenschaft entwickeln“

Kulturministerin Birgit Hesse

Mecklenburg-Vorpommern soll kulturpolitische Leitlinien erhalten. Kulturministerin Birgit Hesse hat einen breiten Aufruf gestartet, sich an diesem Dialog zu beteiligen. Im Interview erklärt sie, warum kulturpolitische Leitlinien für die Kulturszene wichtig sind. Weiterlesen

„Weichenstellung zu mehr Verbindlichkeit, Sicherheit und Transparenz”

Dr. Michael Körner, Vorsitzender des Landeskulturrates

Mecklenburg-Vorpommern entwickelt kulturpolitische Leitlinien. Was der Prozess bewirken soll, sagt der Vorsitzende des Landeskulturrates, Dr. Michael Körner, im Interview. Weiterlesen

Leitlinien für die Kultur

Im Ergebnis der jüngsten Landeskulturkonferenz und eines anschließenden Diskussionsprozesses im Landeskulturrat und im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur ist beschlossen worden, kulturpolitische Leitlinien für das Land Mecklenburg-Vorpommern in einem möglichst breit aufgestellten Prozess und „bottom up" zu erarbeiten. Das bedeutet ein beteiligungsorientiertes, dialogisches und transparentes Verfahren unter Beteiligung des Sach- und Fachverstandes der Kulturszene des Landes.

Die Federführung bei der Erstellung dieser Leitlinien hat die Kulturabteilung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Inhaltlich wird sie von einer Arbeitsgruppe des Landeskulturrats unterstützt und beraten, die sich regelmäßig für den Austausch zu inhaltlichen und organisatorischen Fragen trifft. Dieser Arbeitsgruppe gehören Dr. Michael Körner, Herr Ralph Kirsten, Frau Marion Schael und Dr. Jan Hofmann aus dem Landeskulturrat, Frau Katerina Schumacher und Frau Stefanie Kracht aus dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und Frau Sabine Steffens als Prozessbegleiterin an. Gemeinsam organisieren und begleiten sie den Leitlinienprozess.

Ausgangspunkt und Hauptgegenstand für die kulturpolitischen Leitlinien sollen zunächst die allgemeine Kulturförderung des Landes und die Empfänger der kulturellen Projektförderung - hier insbesondere die freie Kunst- und Kulturszene - sein. Dabei werden aber auch Querschnittsthemen wie die Digitalisierung, die kulturelle Bildung, der Kulturtourismus oder die Kulturwirtschaft in den Blick genommen.

Seit Mai 2018 finden auf verschiedenen Ebenen Vorbereitungsgespräche, Workshops und Arbeitstreffen statt, in denen die unterschiedlichen Akteursgruppen zu Wort kommen und aktiv einbezogen werden. In Auswertung dieser Treffen wurden und werden die relevanten Schwerpunktthemen und zukünftigen Arbeitsfelder für die Leitlinienentwicklung analysiert und strukturiert.

Beispielsweise fand am 21. August 2018 ein erstes Treffen mit Vertretern der kommunalen Ebene statt. Auch in den Treffen mit den Landesverbänden am 26. September 2018 und am 13. Dezember 2018 wurden erste Themen diskutiert.

In einem nächsten Schritt sollen diese im Rahmen von vier regionalen Kulturkonferenzen von Mitte Januar bis Ende März 2019 konkretisiert und inhaltlich untersetzt werden. Die Regionalkonferenzen sollen möglichst viele Expertinnen und Experten aus den vielfältigen Bereichen der Kultur sowie der Politik, Verwaltung, Kirche, Tourismus, Wirtschaft und Medien aus den unterschiedlichen Planungsregionen des Landes zusammen bringen. Sie sollen den gegenseitigen Austausch fördern und zur besseren Vernetzung der Akteure beitragen. Gemeinsam sollen dort jene Aspekte herausgearbeitet werden, die für die Formulierung der kulturpolitischen Leitlinien aus Sicht der Beteiligten wichtig sind.

Weitere Möglichkeiten der Beteiligung am Prozess der Leitlinienentwicklung gibt es für alle Interessierten noch bis September 2019 im Rahmen von schriftlichen Stellungnahmen und Rückmeldungen an kulturleitlinien@remove-this.bm.mv-regierung.de, in persönlichen Gesprächen und für ausgewählte Interessengruppen in weiterführenden Workshops.

Die Leitlinien werden als Handlungsempfehlung und als Beitrag zur zukünftigen Gestaltung und gemeinsamen Wahrnehmung der Verantwortung für die Kunst und Kultur in unserem Land verstanden. Sie sollen daher zusätzlich mit einem konkreten Aktionsplan untersetzt werden, dessen Umsetzung in den Folgejahren die Zielrichtung und Tragfähigkeit der formulierten Leitlinien erproben und ggf. korrigieren helfen soll. Beides soll auf der nächsten Landeskulturkonferenz im (Herbst/Wnter 2019) vorgestellt werden.

Ziel des Prozesses ist eine konzeptionelle Kulturpolitik, die u.a. die Zusammenarbeit der verschiedenen Ebenen fördert, genreübergreifende Vorhaben und Kooperationen zwischen verschiedenen Trägern erleichtert, eine qualitative Weiterentwicklung der Kulturförderung des Landes (Drei-Säulen-Modell) ermöglicht und schließlich die Wahrnehmung von Kunst und Kultur im Land erhöht.

Kultur-MV informiert über alle Schritte und (Zwischen-) Ergebnisse des Prozesses. Hier finden Sie die - zur Veröffentlichung freigegebenen - Stellungnahmen sowie Termine auf einen Blick.