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Ortsschilder auf Plattdeutsch

Städte und Gemeinden können ihren Namen ab sofort auch auf Plattdeutsch an den Ortseingang schreiben. Dazu gibt es ein neues Zusatzschild. 

Der Erlass, der dies ermöglicht, sei an alle Landkreise und kreisfreien Städte verschickt worden, teilte das zuständige Infrastrukturministerium am Sonntag mit. Ziel sei es, die niederdeutsche Sprache wieder mehr ins Bewusstsein vor allem der jüngeren Menschen zu rücken, sagte Minister Christian Pegel. Die Idee war vom Landtag gekommen, der das Niederdeutsche im öffentlichen Leben sichtbarer machen möchte. Die Förderung der niederdeutschen Sprache ist in der Landesverfassung festgeschrieben.

Gemeinden, die solch ein Zusatzschild am Ortseingang haben möchten, müssten dies bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde beantragen. Das Zusatzzeichen werde unterhalb der Ortseingangstafel angebracht. Das Schild ist weiß mit blauem Rand und blauer Schrift.

Beratung zur Festlegung des richtigen und gebräuchlichen plattdeutschen Ortsnamens erhalten die Gemeinden bei den Philosophischen Fakultäten der Universitäten Rostock und Greifswald und beim Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern.