23.05.2024

Ausstellung in Schwerin: „Für die Freiheit! Widerstand in Diktaturen“

Das Bild eines Mannes im weißen Hemd, das Gesicht hinter einem Blatt versteckt. Rechts daneben steht seine Geschichte.
Die Geschichte von Aslan, zu lesen in der Open-Air-Ausstellung.
Ein Mann und eine Frau im Rollstuhl betrachten die Ausstellung.
Die Ausstellung ist am Südufer des Pfaffenteichs zu sehen.
Drei Frauen stehen an einem Tisch. Eine fragt, zwei antworten.
Ein Gespräch bei der Eröffnung am Donnerstag.
Zwei Personen im Gespräch. Sie stehen an einem Tisch am Rande des Wassers.
Kulturministerin Bettina Martin und LpB-Direktor Jochen Schmidt
Eine Frau in einer schwarz-weiß Fotografie auf magenta-farbener Wand.
Die Geschichte von Uta, 1959 geboren in Rostock.
Eine Frau mit Kopftuch sitzt auf den Steinen einer Hafenmauer.
Die Geschichte von Mofida aus Syrien.

Am Donnerstag hat Europa- und Kulturministerin Bettina Martin in Schwerin die Open-Air-Ausstellung „Für die Freiheit! Widerstand in Diktaturen“ eröffnet. Auf zwei hohen Würfeln zeigt die Ausstellung von Kuratorin Dr. Sandra Pingel-Schliemann die Geschichte von sechs Frauen und Männern aus der Türkei, Russland, Lettland, Belarus, Syrien und der DDR, die in Diktaturen gewaltlos Widerstand ausgeübt haben und heute in Mecklenburg-Vorpommern leben.

„Die Ausstellung der Landeszentrale für politische Bildung erinnert daran, dass es mutige Männer und Frauen waren, die in Diktaturen ihre Freiheit und ihr Leben für die Demokratie riskiert haben“, sagte Martin. „Sie erinnert daran, dass unsere Demokratie keineswegs selbstverständlich ist. Sie muss jeden Tag von Neuem erkämpft und mit Leben erfüllt werden.“

Die Ausstellung wurde am 23. Mai eröffnet, am Tag des Grundgesetzes. „75 Jahre Grundgesetz sind ein echter Grund zum Feiern“, so Martin. „Unsere Verfassung mit ihren Grundrechten, Werten und Regeln ist die Grundlage dafür, dass wir in Deutschland seit so vielen Jahren in Freiheit, Frieden und Demokratie leben.“

„Für die Freiheit! Widerstand in Diktaturen“ ist bis 7. Juni am Südufer des Pfaffenteichs in Schwerin zu sehen. Die Ausstellung wurde von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der LpB MV finanziert und vom Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, Burkhard Bley, unterstützt.

„Die Porträtierten stehen stellvertretend für all die anderen unbekannten, oft schutzlosen, aber mutigen Frauen und Männer, die tagtäglich unter schwersten Bedingungen für die Freiheit eintreten“, sagte LpB-Direktor Jochen Schmidt. „Ihnen ist diese Ausstellung gewidmet.“

Extra

In Berlin wird bis Sonntag mit einem Demokratiefest der 75. Geburtstag des Grundgesetzes gefeiert. Auf einer Festmeile stellen sich alle 16 Bundesländer mit eigenen Festzelten vor. Daneben sorgen vielfältige kulturelle Angebote für Unterhaltung und Information. Insbesondere die Rolle der Bürgerinnen und Bürger beim Erringen und Bewahren der Demokratie steht im Vordergrund der Feierlichkeiten. MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig lädt in ihrer Funktion als Präsidentin des Bundesrates am Freitag auf der Hauptbühne am Kanzleramt zu einem Dialog über aktuelle Themen und Zukunftsfragen ein.

Das Programm des Demokratiefestes - hier