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Doku über Wölfin gewinnt bei dokumentART

Der Hauptpreis der 29. dokumentART ist vergeben. Ausgezeichnet wurde der Film über eine Wölfin, die von Deutschland nach Holland und Belgien zieht. Die Jury kürte den 24-Minuten-Film „Naya“ von Sebastian Mulder zum Sieger.

Um den mit 6000 Euro dotierten Hauptpreis - gestiftet vom Land Mecklenburg-Vorpommern - sowie drei weitere Preise hatten 45 Dokumentar-, Animations- und Kurzspielfilme aus 21 Ländern konkurriert.

Worum geht's in „Naya“? Die wild lebende Wölfin wurde von Forschern der Technischen Universität Dresden mit einem Halsbandsender versehen und war der erste Wolf seit 100 Jahren auf diesem Weg. Durch die Kameras werde das Tier zu einer öffentlichen Figur, was auch viel über den Kontrollzwang der Menschen aussage, urteilte die Jury. Für „Naya“ hat Mulder unzählige Bilder von Wildkameras der Wolfsforscher auch aus Sachsen und Nordrhein-Westfalen verwendet.

Auch der Publikumspreis ging an einen Film mit Tieren. Die Besucher wählten „To feather, to wither“, in dem die liebevolle Verbindung einer Frau mit ihren Krähen dargestellt wird. Der Film stammt von der Finnin Hanna Novitle.

Zwei weitere Preise erhielten der Film „Lonely Rivers“, in dem eine Besatzung eines Containerschiffes einsam Weihnachten feiert und die Zeit mit Karaokesingen verbringt, sowie der Animationsfilm „Obervogelgesang“ von Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg.