16.09.2026

Vorhang auf in der Kulturmühle Parchim

Die historische Fassade der ehemaligen Kornmühle zeigt sich von ihrer neuen Seite. Rund 80 Fenster prägend die beiden sichtbaren Seiten. Links vorm Gebäude fließt die Elde entlang. Im Fluss steht eine Terrasse. Sie gehört zum Restaurant der Kulturmühle.
Die Kulturmühle befindet sich an einem Seitenarm der Elde. Für Gäste, die mit dem Auto anreisen, gibt es einen Parkplatz.

Theater, Ballett, Konzerte und die erste Parchimer Kulturnacht: Am 19. September eröffnet das Junge Staatstheater Parchim seine neue Spielzeit in der Kulturmühle am Fischerdamm.

Die Komödie „Die Asche meines Vaters oder plötzlich reich und unsympathisch" geht als erstes über die Bühne. Es geht um eine Erbschaft, eine Familie und viele ungeklärte Rechnungen. Was passiert, wenn plötzlich Geld im Spiel ist und alte Konflikte gleich mit? 


Die Asche meines Vaters

Nachdem Sasha eine ominöse Einladung zu einer Beerdigung bekommen hat, erfährt sie von ihren Müttern, dass ihr bis dahin nicht existenter Vater der Verstorbene ist und überdies noch Multimillionär war. So steht sie plötzlich in einer völlig neuen Welt: schicke Villa auf Sylt, eine ‒ zunächst ‒ herzliche Verwandtschaft und ein Testament, das alles verändert.

Komödie, ab 14 Jahren

Premiere: 19. September um 19.30 Uhr
weitere Termine: 3. Oktober um 19.30 Uhr, 8. Oktober um 10 Uhr, 1. November um 16 Uhr


Erste Parchimer Kulturnacht

Anlässlich des 800-jährigen Stadtjubiläums veranstaltet die Stadt Parchim erstmals die Parchimer Kulturnacht und lädt zu einem abendlichen Streifzug durch das Parchimer Stadtgebiet ein. Am Samstag, den 26. September, öffnen von 18 bis 24 Uhr zahlreiche städtische Kultureinrichtungen ihre Türen und laden zu einem besonderen Bummel durch die Stadt ein: Präsentiert wird ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm mit dem Ensemble des Jungen Staatstheaters Parchim.

Musikalische Einstudierung und Begleitung des Abends: Johann Schirrmeister

Start des Programms: 19 Uhr | 20 Uhr | 21 Uhr

Hase und Igel

Zwei Menschen spielen Theater. Einer als Igel verkleidet. Der andere als Hase.
„Hase und Igel" ist ein Kinderstück nach dem Märchen der Gebrüder Grimm.

Da kommt der Hase angehoppelt und hat nichts Besseres zu tun, als wieder einmal mit Unfreundlichkeiten um sich zu werfen. Mauli, der Maulwurf, ist entrüstet, denn diesmal trifft es seinen neuen Freund, den gutmütigen Igel: Nicht nur eine Plauze soll er haben, sondern auch noch viel zu kurze und krumme Beine. Mauli platzt der Kragen: Wenn der Igel nur will, ist er schnell wie der Blitz! Wie wäre es also mit einem Wettrennen zwischen Hase und Igel? Gewinnt das Langohr, so bekommt er den heiß geliebten Rübenacker von Mauli. Verliert er, muss er zukünftig zu allen – nett sein. 

Kinderstück ab 5 Jahre 
Dauer: 1 Stunde

Termine: 27. September um 16 Uhr, 11. Oktober um 16 Uhr, 16. Oktober um 10 Uhr

Wutschweiger

Eine Frau mit einer Brille spricht gestikulierend.
„Eine halbe Ewigkeit –Ein Wiedersehen mit Cora Hübsch" kommt wieder auf die Bühne.

Sammy und Ebenezer kennen einander vom Sehen aus der Schule. Ebenezer ist klug und kommt aus einer gebildeten Familie; Sammy ist rau, lebhaft und hat Probleme mit dem Lernen und dem Sozialverhalten. Blitzschnell freunden die beiden sich an. Ebenezer war gezwungen, mit seinen Eltern in das armselige Hochhaus umzuziehen, wo Sammy auch wohnt. „Es ist nur für eine kurze Zeit“, hat sein Vater gesagt, aber darüber lacht Sammy. „Das hat mein Vater auch gesagt.“

Die zwei Kinder erzählen einander ihre Geschichte: Eltern mit immer mehr Problemen, Entlassung, Zahlungsaufforderungen, Krach und Tränen, und irgendwann wurde alles kleiner und kleiner. In Ebenezers Leben ging es abwärts: Was Luxus und Komfort anging, schrumpfte seine Welt zusammen, bis er keine Luft mehr bekam. Als klar wird, dass Sammy und Ebenezer nicht mit auf die Klassenfahrt kommen dürfen, weil die Eltern die Kosten nicht tragen können, reagieren die Kinder zunächst mit Schmerz und Wut. Aber dann fassen sie den Entschluss, von nun an in der Schule nicht mehr zu sprechen.

ab 8 Jahren 
Dauer: 1 Stunde

Termin: 17. Januar, 16 Uhr


Eine halbe Ewigkeit – ein Wiedersehen mit Cora Hübsch

Ich bin auf der Flucht vor meinen Erinnerungen. Schon seit einer halben Ewigkeit. Bis mir mein altes Tagebuch in die Hände fällt. Mondscheintarif. Es hatte ein Happy End. Doch das Leben ging weiter. Ich heiße Cora Hübsch, meine Kinder sind groß, und meine Ehe ist gebrechlich. Zu viel Alltag, zu wenig Abenteuer. Heute Abend spielt mein Leben verrückt. Die alte Schuld, die schemenhafte Gestalt auf dem Foto. Ist das Zufall? Oder eine letzte Chance?

Dauer: 2 Stunden

Termine: 24. Oktober um 19.30 Uhr, 16. Januar um 19.30 Uhr


Die feuerrote Blume

Die diesjährige Familienproduktion zur Weihnachtszeit erzählt den bekannten Die Schöne und das Biest-Stoff in einer Fassung voller Herz, Magie und Poesie. Sie erinnert daran, dass es sich lohnt, hinter die Fassade zu schauen, denn im scheinbar Hässlichen und Unbekannten kann so viel Schönes verborgen liegen.

Märchen zur Weihnachtszeit, ab 6 Jahren

Premiere: 15. November um 16 Uhr
weitere Termine: 23. November um 9 und 11 Uhr sowie viele weitere Vorstellungen


Charles Dickens – A Vhristmas Carol

Auch in diesem Jahr treffen sich zur Weihnachtszeit die Nachkommen von Ebenezer Scrooge, einem äußerst fragwürdigen Vertreter des menschlichen Daseins, zum Gedenken an den 19. Dezember 1843, den Tag, an dem Scrooge ein anderer wurde. Sie tauchen ein in Scrooges Welt, bemächtigen sich der Geschichte, werden vom Geiz gepackt, von Geistern verdroschen, moralisieren lustvoll und erschaffen den Traum der seligen Weihnacht. Wie jedes Jahr. Ein Happy End? Eine nicht ganz korrekte, nicht ganz glaubwürdige, aber doch gesichert wahre Geschichte!

Adventsgeschichten

Premiere: 28. November um 19.30 Uhr
weitere Termine: 4. und 5. Dezember um 19.30 Uhr, 11. Dezember um 10 Uhr, 11., 12., 18., 19., 22. und 23. Dezember um 19.30 Uhr


Laura war hier

Für Laura ist klar: Jetzt reicht’s. Sie ist sechs Jahre alt und obwohl sie ganz genau weiß, dass sie die Kellertür nicht offengelassen hat, schimpft Mama mit ihr. Statt Trost gibt’s Ärger. Und der blöde Hausmeister glaubt sowieso immer, er hat recht! Wenn zu Hause alles schiefläuft, muss man eben losziehen und sein Glück woanders suchen. Also schnappt sie sich ihr Fahrrad und startet in die große weite Welt. Ihr erstes Ziel? Das eigene Mietshaus. Und dort wartet hinter jeder Wohnungstür ein neues Abenteuer mit immer wieder ungewöhnlichen Lebensgeschichten und unterschiedlichen Familienmodellen. Denn, was ist „Familie“ eigentlich? Und wie muss sie sein? Groß oder klein? Laut? Oder perfekt wie in der Werbung? Und wer entscheidet das überhaupt? Laura radelt voller Neugier von Tür zu Tür und entdeckt, dass Familie ganz unterschiedlich und viel bunter aussehen kann, als sie denkt. Und vielleicht kann man sie sich sogar selber zusammenstellen.

für Kinder ab 6 Jahren

Premiere: 21. Februar 2027 um 16 Uhr
weitere Termine: 8. März um 16 Uhr, 12. und 13. Mai um 10 Uhr


Uns Fritzing

Lebenslustiger Späßemacher, kämpferischer Demokrat und krankhafter Alkoholiker – vielleicht nicht die ersten Worte, die einem zu dem weltberühmten Mecklenburger Schriftsteller Fritz Reuter einfallen würden. Beruht sein Ruhm heute lediglich auf nostalgischer Verehrung oder lässt sich in seinem Leben und Wirken auch etwas finden, das uns in der aktuellen Zeit noch bewegen kann? Immerhin hat „uns Fritzing“ nach einer schwierigen Kindheit und jahrelanger Festungshaft sowohl seine Kreativität und Lebenslust wiedergefunden als auch seinen Willen, für soziale Gerechtigkeit einzutreten. Den Humor verlor Fritz Reuter dabei nie, sondern ließ mit einem liebevollen Blick die Eigenheiten der Mecklenburger Bevölkerung stets in seine Werke einfließen. Folglich soll auch das musikalische Theaterstück von Peter Schanz, der von der Fritz-Reuter-Bühne für dieses Jubiläumswerk beauftragt wurde, vor allem zu einem fröhlich-frechen, klangvollen und unterhaltsamen Abend werden, der aus neuen Perspektiven auf den Weltliteraten aus Mecklenburg blicken lässt. Wir freuen uns auf dieses spartenübergreifende Projekt mit dem Jungen Staatstheater Parchim und hoffen, gemeinsam ein Theatererlebnis für Jung und Alt zu schaffen, das mit jugendlichem Schwung für unser niederdeutsches literarisches Erbe begeistert.

Premiere in Parchim: 23. April 2027 um 19.30 Uhr


Alle außer das Einhorn

Netti hat Bauchschmerzen beim Gedanken aufzustehen. Denn es hat sich etwas verändert. Nicht am Frühstückstisch oder im Unterricht, sondern auf dem Display. Denn es gibt diese eine Chat-Gruppe: Alle außer das Einhorn. Alle machen mit, nur Netti wird ausgeschlossen. Denn sie hat die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, indem sie ihrem Freund zur Seite gesprungen ist. Ihr Handy füllt sich mit Nachrichten und Gemeinheiten. Lügen, die sich schneller verbreiten, als man sie stoppen kann. Und plötzlich schreiben nicht mehr nur ihre Mitschüler:innen, sondern auch Menschen, die Netti gar nicht kennt. Mitten drin: Fever. Zwar neu in der Klasse, aber sie bestimmt, wer dazugehört. Und so macht selbst Julius mit, der, für den Netti sich einst eingesetzt hat. Was tun, wenn alle zuschauen, aber selbst Erwachsene keine Lösungen bieten? 

Premiere: 1. Mai 2027 um 16 Uhr


Alle Termine und Vorstellungen im Überblick gibt es hier. 

11.06.2026

Das Programm für die Spielzeit 2026/2027

Acht Menschen sitzen nebeneinander auf einer Bühne.
Das Leitungsteam des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin für die Spielzeit 2026/2027

Das Mecklenburgische Staatstheater hat das Programm für die Spielzeit 2026/2027 vorgestellt. Die Schlagworte dazu heißen: 100 Jahre Fritz-Reuter-Bühne, neue Künstlerische Leitungen im Schauspiel und im Jungen Staatstheater – sowie Rückkehr ins Große Haus in Schwerin. Hier der Überblick.