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Die dritte Regionalkonferenz in Bildern

Sieben Workshops, rund 70 Teilnehmer und zahlreiche Ideen, Anmerkungen und Visionen. Das alles gab es bei der dritten regionalen Konferenz im Haus der Kultur und Bildung in Neubrandenburg. 

Jazzfrühling, Konzertkirche, Kunstsammlung, Literaturhaus - erst portraitierte Neubrandenburgs Oberbürgermeister (l.) die Kulturszene in seiner Stadt, dann griff Silvio Witt selbst zum Instrument.
Im Rhythmus der Musik fing Illustratorin Jana Kreisl im live Graphic Recording die Kulturkonferenz in Bildern ein. Drei bis vier Protokolle dieser Art zeichnet sie pro Regionaltreffen.
Im Workshop 1 "Vernetzung und kooperative Zusammenarbeit" ging es dieses Mal unter anderem um eine bessere Vernetzung mit Schulen, wie Leiterin Ute Köpke zusammenfasste.
Zu einer besseren Vernetzung könnte zum Beispiel ein Hochschulkulturtag in Neubrandenburg führen. Dafür gab es dann auch gleich viel Interesse im Plenum.
Im Workshop 2 "Kultur in ländlichen Räumen" stellte Leiter Ton Matton fest, dass die Kulturszene im Raum Neubrandenburg unerwartet urban und selbstbewusst daherkomme.
Viele regionale Projekte brennen wie Leuchtfeuer, die den kulturellen Leuchttürmen zwar keine Konkurrenz machen und das auch gar nicht wollen, aber selbstbewusst auf sich aufmerksam machen. So sein Tenor.
In Workshop 3 "Kulturförderung und Kulturfinanzierung" waren sich Sebastian Kalden zufolge alle einig: Die Prozesse müssen vereinfacht werden.
Es sei ein empathischer Austausch gewesen, bei dem sich Vertreter aus Verwaltung und Kulturszene auf persönlicher Ebene begegneten, so der Workshop-Moderator.
Im Workshop 4 "Kulturelle Bildung und Teilhabe" kam die Diskussion unter Leitung von Thomas Hetzel unter anderem zu dem Ergebnis, dass Schule und Kultureinrichtung unbedingt ihre Zusammenarbeit verbessern müssten.
Allen Teilnehmern war aber auch klar, dass das Thema in seiner Komplexität nur schwer zu stemmen sei. Und die Frage bleibt: Wie erreicht man andere Leute als die Kulturinteressierten, die schon da sind?
Im Workshop 5 "Qualität und Qualifikation" stellte sich für Leiter Bernd Lukasch schnell heraus, dass Ehrenamt in der Kulturszene unbedingt ein Hauptamt benötigt.
Um das zu erreichen, müsse Kultur für Kommunen von der freiwilligen Aufgabe zur Pflichtaufgabe werden, fasste Bernd Lukasch ein Ergebnis des Workshops zusammen.
Im Workshop 6 "Kulturland MV" ging es laut Manuela Heberer dann doch eher um die regionale Sicht.
So müsse das Land mehr Geld für die Vermarktung in die Region abgeben und die Verteilung gleichzeitig transparenter gestalten. Weiterhin brauche es einen Kulturatlas mit Kulturanalyse.
Der Workshop 7 nutzte auch gleich seinen "Freiraum für Visionen". Eine mobile Forschungsabteilung müsse her, erklärte Manja Graf in ihrem Fazit.
Bei aller Forschung im Kultursektor müsse auch immer der Bildungsgedanke mitgedacht werden. Außerdem bedürfe es für die Fortentwicklung ständige Reibung und Diskussion. (Die regionalen Kulturkonferenzen seien ein guter Anfang.)

Gewusst?

Die Regionalen Kulturkonferenzen verstehen sich als Plattform für einen breiten Dialog über die Entwicklung kulturpolitischer Leitlinien für MV. Ziel ist es, Kooperationen zu verbessern, Schwerpunkte zu formulieren und die Ausstrahlung der Kulturszene zu verbessern. Vor diesem Hintergrund sollen in den Workshops Ideen gesammelt, Ziele formuliert, Möglichkeiten und Grenzen ausgelotet werden. Im Mittelpunkt steht die freie Kunst- und Kulturszene, aber auch Einrichtungen in Landes- und kommunaler Trägerschaft sollen in den Blick genommen werden. Am Ende sollen 15 bis 20 Leitlinien entstehen, die von einer breiten Mehrheit der kulturellen Akteure getragen werden.