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„Ins Angesicht geschaut.“ Adaptionen zu den Porträtdarstellungen des Croy-Teppichs von Inge Götze

Die Textilkünslerin Inge Götze lässt die Porträts auf dem berühmten Croy-Teppich lebendig werden.

Erstmalig können ab September die adligen Herrschaften der kurfürstlich ernestinischen Familie Sachsens und der herzoglichen Familie Pommerns sowie die auf dem Croy-Teppich dargestellten Reformatoren Luther, Melanchthon und Bugenhagen in Augenhöhe betrachtet werden. Ermöglicht wird dies durch eine Auswahl aus zahlreichen Zeichnungen und Tuschen der Hallenser Künstlerin Inge Götze, die seit 2013 für diese Ausstellung innerhalb des Reformationsjubiläums entstanden. Ihre lebendigen und trotz der historischen Kostüme oft sehr gegenwärtig wirkenden Porträts verweisen dabei nicht nur auf die Darstellungen des Bildteppichs, sie beziehen
auch die Vorlagen eines Dürers, Aldegrevers und der Cranachs mit ein. Der ornamentale Reichtum und die üppige Materialität des gewebten Kunstwerkes werden dabei ebenso berücksichtigt. Die vor allem durch ihr Wirken an der Hallenser Kunsthochschule Burg Giebichenstein bekannte Textilkünstlerin sagt über ihre aktuellen Arbeiten: „Meine Überlegungen zu den Porträtdarstellungen entwickelten sich letztendlich dahin, dass ich spezifische Ornamente in den jeweiligen Gewandungen der Person als zeichnerischen Hintergrund heraushob. Somit versuchte ich, ein Spiel der Gewandmuster mit den Porträts zu entwickeln und diese damit als individuelle Personen zu kennzeichnen.“

Pommersches Landesmuseum

Im Pommerschen Landesmuseum werden 14.000 Jahre Geschichte der Region lebendig. Die Galerie zeigt u.a. Originale von Caspar David Friedrich.

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