20.11.2026, 19:30 Uhr, M*Halle in Schwerin

Mario und der Zauberer

Oper in einem Akt von Stephen Oliver | Nach der Erzählung von Thomas Mann | Libretto vom Komponisten | Deutsch von Manfred Weiß

„Mir kommt es vor, als läge etwas in der Luft, eine Krankheit. Und alle haben sich angesteckt.“
Die Mutter in Mario und der Zauberer

Im italienischen Küstenort Torre di Venere ist Hochsaison. Auch eine deutsche Witwe ist mit ihrer zehn Jahre alten Tochter unter den Urlaubenden. Unversehens gerät sie in Konf likt mit den Einheimischen, als sie ihrer Tochter erlaubt, kurz den Badeanzug auszuziehen, um diesen im Meerwasser vom Sand zu reinigen. Der Bürgermeister belegt die Mutter für diese Verfehlung mit einer Geldstrafe. Am Abend steht die Vorstellung eines Zauberers an. Die Spezialität dieses...

„Mir kommt es vor, als läge etwas in der Luft, eine Krankheit. Und alle haben sich angesteckt.“
Die Mutter in Mario und der Zauberer

Im italienischen Küstenort Torre di Venere ist Hochsaison. Auch eine deutsche Witwe ist mit ihrer zehn Jahre alten Tochter unter den Urlaubenden. Unversehens gerät sie in Konf likt mit den Einheimischen, als sie ihrer Tochter erlaubt, kurz den Badeanzug auszuziehen, um diesen im Meerwasser vom Sand zu reinigen. Der Bürgermeister belegt die Mutter für diese Verfehlung mit einer Geldstrafe. Am Abend steht die Vorstellung eines Zauberers an. Die Spezialität dieses Magiers ist die Hypnose, mit deren Hilfe er Leute aus dem Publikum Dinge tun lässt, die sie gar nicht tun wollten. Aggressionen brechen hervor, die nicht mehr unter Kontrolle zu bringen sind …
Im Sommer 1926 machte der Schriftsteller Thomas Mann mit seiner Familie Urlaub in einem italienischen Badeort am Ligurischen Meer. Er erlebte ein Land, in dem sich Mussolini gerade zum faschistischen Führer aufgeschwungen hatte. Drei Jahre später verarbeitete Mann diese Erfahrung in der Novelle Mario und der Zauberer. Stephen Olivers Oper von 1988 folgt der Vorlage, setzt aber auch eigene Akzente. So wird aus der vierköpfigen Urlauberfamilie der Novelle eine allein reisende Witwe mit Tochter, wodurch sich der Eindruck von Bedrohung und Verlorenheit in der Fremde noch einmal verstärkt. Musikalisch gelingt es Oliver, mit einer atmosphärischen Klangkulisse die klimatisch wie politisch aufgeheizte Situation eindringlich erlebbar zu machen.

  • 20.11.2026, 19:30 Uhr

    • Fr 20.11.2026 19:30
    • Sa 28.11.2026 18:00
    • Mi 09.12.2026 19:30
    • Do 10.12.2026 19:30
    • So 20.12.2026 18:00
    • Sa 09.01.2027 19:30
    • So 17.01.2027 18:00
    • So 24.01.2027 18:00
  • Gutenbergstr. 1, 19063 Schwerin

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