So wird der Festspielsommer

Ein Mann spielt Klavier. Hinter ihm sitzen Zuschauer.
Den japanischen Pianisten Mao Fujita können Festspielbesucher am 5. Juli im Park von Schloss Bothmer erleben.

Der Festspielsommer 2026 – das sind 1.500 Künstler, 120 Konzerte, 90 Spielstätten. Die Festspiele MV haben jetzt das Programm bekanntgegeben. Und holen Stars wie Kent Nagano, Mao Fujita und Hilary Hahn in den Norden. Ein Überblick.

Der Festspielsommer

Eine Kirche von innen. Auf einer Bühne spielt ein Orchester. Vor der Bühne sitzen viele Zuschauer.
Seinen Anfang nimmt der Festspielsommer am 13. Juni 2026 in der Konzertkirche Neubrandenburg.

Der Festspielsommer dauert vom 13. Juni bis 12. September 2026. Er ist Teil der Festspiele MV, einem klassischen Musikfestival. Dieses hat drei Abschnitte: den Festspielfrühling auf Rügen (März), den Festspielsommer (Juni bis September) und den Festspielwinter (Dezember). Das erste Sommerkonzert findet am 13. Juni in der Konzertkirche Neubrandenburg statt, das Abschlusskonzert am 12. September in der St.-Georgen-Kirche in Wismar.

Das Programm

Ein Mann hält einen Taktstock in der Hand und dirigiert.
Kent Nagano dirigiert am 5. Juli im Park von Schloss Bothmer das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin.

Das Programm umfasst rund 120 Konzerte. Hinzu kommen Veranstaltungen wie Lesungen, Kinder- und Familienveranstaltungen und das Kleine Fest im großen Park. Intendantin Ursula Haselböck und ihr Team legen großen Wert auf Vielfalt im Programm. Dazu gehören „Nicht ganz klassische“ Konzerte mit Tango und Swing genauso wie große Orchesterkonzerte, Nachwuchs-Auftritte oder Kammerkonzerte in kleinen Dorfkirchen. „Seit über 35 Jahren widmen sich die Festspiele MV der Aufgabe, Musik zu teilen und die Welt mit jedem Konzert ein kleines Stück heller zu machen. Wir stiften Raum für Momente der Begegnung – in Konzerten, Gesprächen und an Orten, die Geschichte(n) erzählen“, betont die Intendantin. Das vollständige Programm finden Sie auf der Homepage der Festspiele unter www.festspiele-mv.de

Die Künstlerinnen und Künstler

Eine Frau. Sie steht lachend in einem großen Raum und hält eine Violine in der Hand.
Violinistin Hilary Hahn spielt am 25. Juli gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen auf dem Landgestüt Redefin.

Vom Nachwuchs bis zum großen Star: Rund 1.500 Künstlerinnen und Künstler füllen das Programm des Festspielsommers mit Leben. Zum Beispiel: Kent Nagano (Dirigent), Hilary Hahn (Violinistin), Anastasia Kobekina (Cellistin), Beatrice Rana (Pianistin), Daniel Hope (Geiger), Nemanja Radulović (Geiger), Thomas Quasthoff (Sänger), Kit Armstrong (Pianist), Rolando Villazón (Opernsänger), Abel Selaocoe (Cellist und Sänger), Mechthild Großmann (Schauspielerin), Annett Louisan (Sängerin), der Thomanerchor Leipzig, Götz Alsmann & Band und Ulrich Noethen (Schauspieler).

Die Spielstätten

Eine Kirche. Auf der Bühne spielen Musiker. Die Bühne ist beleuchtet. Vor der Bühne sitzen Zuschauer.
In der St.-Georgen-Kirche in Wismar findet der Festspielsommer am 12. September seinen Abschluss. Und am 20. Juni heißt es hier: MV singt „Elias“.

Die Spielstätten spannen ein Netz über ganz MV. Von A wie Anklam bis Z wie Zarrentin. 90 Spielstätten sind es insgesamt. Darunter viele altbewährte Orte wie das Landgestüt Redefin, das Schloss Ulrichshusen, das Schloss Bothmer oder die Konzertkirche Neubrandenburg. Aber auch sechs neue Orte sind dabei: das Volkshaus Mecklenburg in Crivitz, das Haus am Teich in Groß Grabow, die Aula der Käthe-Kollwitz-Schule in Anklam, das Dokzentrum für die Opfer der Diktaturen in Schwerin, das Schloss Vietgest und das Theater in Wismar. Auch die Landschaft selbst wird zur „Mitspielerin“ der Konzerte: Für den Festspielsommer sind zehn Open Airs geplant. 

Preisträger in Residence

Zwei Männer und zwei Frauen sitzen auf Stühlen im Wald. Sie spielen Streichinstrumente.
Das Armida Quartett war 2013 zum ersten Mal bei den Festspielen dabei.

Preisträger in Residence ist in diesem Jahr das Armida Quartett. Das 2006 in Berlin gegründete Quartett erspielte sich 2014 den Ensemblepreis der Festspiele MV. Mit Martin Funda (Violine), Johanna Staemmler (Violine), Teresa Schwamm-Biskamp (Viola) und Peter-Philipp Staemmler (Violoncello) ist es über all die Jahre in unveränderter Besetzung unterwegs. Das Armida Quartett ist eines der führenden Streichquartette Deutschlands. Und vielfach ausgezeichnet. Der Festspielsommer hat jedes Jahr einen anderen Preisträger in Residence. Der Titel gibt den jeweiligen Künstlern die Möglichkeit, den Festspielen eine ganz persönliche Note zu verleihen und sich für Konzerte Wunschkünstler an die Seite zu holen. Das Armida Quartett wird im Festspielsommer 19 Konzerte geben. Eines davon ist das Eröffnungskonzert am 13. Juni in der Konzertkirche Neubrandenburg, bei dem das Streichquartett auf die NDR Radiophilharmonie trifft.

Kinder- und Familienprogramm

Ein Junge und ein Mädchen. Das Mädchen hat eine Trommel. Auf ihrem Pullover steht ein P. Der Junge hat ein Mikrofon in der Hand. Auf seinem Pullover steht ein M.
„Mäck&Pomm“ sind die Maskottchen für das Kinder- und Familienprogramm der Festspiele MV.

Für Kinder und Familien stehen in diesem Festspielsommer diese Veranstaltungen auf dem Programm: 

  • 14. Juni, Rostock: Malte sucht den besten Rhythmus der Welt (Kinder- und Familienkonzert)
  • 20. Juni, Stralsund: Vier Brüder, tausend Töne – eine verrückte Zeitreise (Kinder- und Familienkonzert)
  • 21. Juni, Hasenwinkel: Kinder- und Familienfest
  • 25. Juli, Redefin: Hilary Hahn & Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (Konzert mit Kinderbetreuung)
  • 1. und 2. August, Ludwigslust: Kleines Fest im großen Park
  • 5. September, Redefin: Beatrice Rana & die Sächsische Staatskapelle Dresden (Konzert mit Kinderbetreuung)

Die Eintrittskarten

Drei blaue Zettel. Auf den Zetteln steht das Wort „Ticket“.

Tickets für alle Veranstaltungen gibt es auf drei Wegen: 

Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen – inklusive Festspielwinter – beginnt am 30. Januar 2026. Kinder und Jugendliche erhalten bei Konzerten generell 50 Prozent Ermäßigung.