Ausstellung: Das Tor zur Fantasie

Ins Reich der Elfen. Ins Land der Hexen. In die Welt der Insekten. Das Schliemann-Museum in Ankershagen stößt „Das Tor zur Fantasie" auf. Eine Sonderausstellung widmet sich noch bis Ende März der Kinderliteratur im Wandel der Zeit.
Weihnachten 1829: Der kleine Heinrich Schliemann machte große Augen. Zum heiligen Fest erhielt er das Buch „Weltgeschichte für Kinder". Die Bilder vom brennenden Troja faszinierten den Siebenjährigen so sehr, dass er später die Epen Homers über die Helden des Trojanischen Krieges las. Diese Geschichten begleiteten ihn ein Leben lang. Bis zu den Ausgrabungen des legendären Troja.
Das Schliemann-Museum in Ankershagen zeigt bis 31. März 2026 einen Querschnitt der Kinderliteratur aus verschiedenen Zeiten. Angefangen vom Mittelalter, in dem Kinder sich mit ausgewählten Bibelstellen, Auszügen aus der Ilias und anderen Heldensagen begnügen mussten. Über die Zeit der Aufklärung, in der das Kind im Mittelpunkt der Bildung und Erziehung stand. Später berücksichtigte man die unterschiedlichen Leseinteressen der Mädchen und Jungen. Die sogenannte Backfischliteratur entstand in ganzen Bücherreihen.
Von „Struwwelpeter“ bis „Hobbit“
Die Sonderschau betrachtetzahlreiche kunstvoll illustrierte Märchenbücher, anrührende Bilderbücher. Neben „Struwwelpeter“, die Geschichten von „Max und Moritz“ bis hin zur fantastischen Literatur wie der „Hobbit“ und die „Harry Potter“ Reihe, sind Bücher bis zur heutigen Zeit zu sehen.
Interessant ist auch die Motivation der Autoren für Kinder zu schreiben. Einige populäre Schriftstellerwerden in der Ausstellung kurz vorgestellt. Die Sonderausstellung ist für die ganze Familie konzipiert. Neben den Texttafeln und Vitrinen lockern auch kleine Installationen den Ausstellungsrundgang auf.
Dazu gibt es Führungen, Märchenlesungen, Puppenspiel, Basteleien und einen Ferienworkshop.