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Plastikgalerie in der Schlosskirche

Die neugotische Schlosskirche Neustrelitz wurde von 1855 bis 1859 erbaut. Der hellgelbe Backsteinbau von Friedrich Wilhelm Buttel am Rande des Schlossgartens erfuhr seine Weihe am 12. August 1859. Seit 2001 gehört das Gebäude der Stadt und wird als Ausstellungsort genutzt.

Als Plastikgalerie ist die Schlosskirche inzwischen bekannt, als Ausstellungsort für figürliche Bildhauerkunst - u.a. mit Werken von Schadow, Rauch, Rodin, Hrdlicka, Barlach, Kollwitz, Lehmbruck und Marcks.

Ein besonderer Reiz des Ortes liegt im Zusammenspiel der ausgestellten Werke mit Architektur und Kunst des einzigartigen Kirchenbaus und des angrenzenden Schlossgartens, in dem sich Figuren aus drei Jahrhunderten befinden.

Das Galeriekonzept konzentriert sich auf die figürliche Bildhauerei und umfasst die Ausstellung bedeutender Exponate aus Sammlungen und Museen, die Darstellung der Lebenswerke bedeutender Künstler sowie die Präsentation der jüngeren Generation und thematische Ausstellungen.

Zur Baugeschichte der Schlosskirche

Die Schlosskirche ist eine einschiffige, kreuzförmige Saalkirche. Die neugotische Kirche gilt als Hauptwerk des Schinkel-Schülers und Landesbaumeisters Friedrich Wilhelm Buttel (1796-1869).
Von den Fassaden ist die vordere, dem früheren Paradeplatz zugewandte, am prachtvollsten. Flankiert von den Haupttürmen, liegt eine Rosette mit reichem Stab- und Maßwerk in einem quadratischen Rahmen. In der Mitte der Rose befindet sich ein Christuskopf, um den zwölf Kreise - Sinnbild für die zwölf Apostel - angeordnet sind.

Rechts und links der Rose stehen von Friedrich Wilhelm Buttel entworfene und von Albert Wolff modellierte Terrakottafiguren: die vier Evangelisten Markus, Lukas, Johannes und Matthäus.
Insgesamt sind an der Schlosskirche über 300 verschiedene Formsteine und Ornamente aus gelbem Backstein, die Buttel selbst entworfen und modelliert hat, sowie zahlreiche Terrakotten verwendet worden.

Der Innenraum war zur Entstehungszeit mit zahlreichen Kunstwerken ausgestattet. Sie sind nicht mehr vorhanden. Gegenüber der Apsis steht eine kleine Orgel aus der Werkstatt des Orgelbaumeisters Grüneberg. Besonders erwähnenswert sind die Holzschnitzereien an den Emporen und die Gestaltung der freitragenden Holzdecke, die das Kirchenschiff überspannt. (aus: www.neustrelitz.de)

Plastikgalerie Schlosskirche Neustrelitz

Hertelstraße 2
17235 Neustrelitz

Telefon: 03981 349552 oder 239262
E-Mail: psn.hoffmann@remove-this.arcor.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr