10.04.2026

Sanierung des Freilichtmuseums geht weiter

Ein Plan zeigt, wie der Eingangsbereich des Museums aussehen soll.
So soll der neue Eingangsbereich aussehen.

Das Freilichtmuseum Schwerin-Mueß zeigt, wie die Menschen früher gelebt und gearbeitet haben. Jetzt wird die Museumsanlage fit gemacht für die Zukunft.


Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat am Freitag eine Förderung in Höhe von 3,56 Millionen Euro übergeben. Damit können wichtige Bauprojekte umgesetzt werden:

• ein neues Seminargebäude

• modernisierte Außenanlagen

• bessere Zugänge

Alle Maßnahmen gehören zum zweiten Bauabschnitt der Sanierung mit einem Volumen von 4,45 Millionen Euro. „Die Renovierung, der Umbau und Ausbau des Freilichtmuseums ist ein langfristiges Projekt. Wir wollen, dass das Freilichtmuseum besser zugänglich wird und mehr Menschen anzieht: Schwerinerinnen und Schweriner ebenso wie unsere Gäste. Der Ersatzbau für den Kälberstall spielt dabei als Seminargebäude eine wichtige Rolle, ebenso wie das neue Eingangsgebäude und der Seepavillon als Verbindung zum Schweriner See“, so Schwesig.

„Wichtiges kulturpolitisches und touristisches Infrastrukturvorhaben“

„Die Revitalisierung des Freilichtmuseums Mueß ist ein wichtiges kulturpolitisches und touristisches Infrastrukturvorhaben der Landeshauptstadt“, sagte Silvio Horn, Finanz- und Kulturbeigeordneter der Landeshauptstadt. „Ohne öffentliche Förderung wäre es für uns als finanzschwache Kommune nicht umsetzbar. Wir sind daher dem Land und insbesondere dem Förderreferat des Wirtschaftsministeriums sehr dankbar, dass durch weitere Zuwendungen in Millionenhöhe die dringend erforderlichen Sanierungen und Neubauten auf dem Gelände umgesetzt werden können.“


Stadtgeschichtsmuseum und Welterbezentrum

Ein bedeutender Schritt für die Kultur- und Stadtentwicklung der Landeshauptstadt Schwerin: Die Finanzierung des Stadtgeschichtsmuseums und Welterbe-Informationszentrums am Schlachtermarkt ist gesichert. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der stellvertretende Oberbürgermeister Bernd Nottebaum unterzeichneten am Freitag eine gemeinsame Absichtserklärung, das Projekt in enger Zusammenarbeit zu realisieren.

„Wir freuen uns, dass unsere Landeshauptstadt Schwerin seit 2024 mit dem historischen Residenzensemble zum Weltkulturerbe gehört. Schwerin hat schon jetzt davon profitiert. Es kommen mehr Gäste in die Stadt. Und die Schwerinerinnen und Schweriner haben einen Grund mehr, stolz auf ihre Stadt zu sein. Die Landeshauptstadt Schwerin wird künftig noch attraktiver. Es soll ein neues Welterbezentrum und Stadtgeschichtsmuseum entstehen“, so Manuela Schwesig.

Planungskosten im städtischen Haushalt freigegeben

Die Landeshauptstadt wurde durch das Ministerium für Inneres und Bau des Landes Mecklenburg-Vorpommern darüber informiert, dass die Planungskosten für das Bauvorhaben im städtischen Haushalt freigegeben wurden. Dies stellt eine wesentliche Grundlage für den weiteren Fortschritt des Projektes dar. Die Realisierung des Neubaus wird zudem zu einem erheblichen Teil durch Bundes- und Landesmittel im Rahmen der Städtebauförderung unterstützt. Diese finanzielle Unterstützung ermöglicht es, das Projekt vollständig zu finanzieren und sorgt dafür, dass Schwerin in den kommenden Jahren ein bedeutendes kulturhistorisches Zentrum gewinnen wird.

„Mit der heutigen Unterzeichnung der Absichtserklärung – einem sogenannten Letter of Intent – zwischen der Landesregierung und der Landeshauptstadt Schwerin setzen wir einen wichtigen Meilenstein in der Realisierung des Stadtgeschichtsmuseums und des Welterbe-Informationszentrums. Es ist ein klares Bekenntnis zur Bewahrung und Erlebbarkeit unserer Stadtgeschichte und des Welterbes, das nun auch für die kommenden Generationen erlebbar gemacht wird“, so der stellvertretende Oberbürgermeister Bernd Nottebaum.

Entwurf stammt vom renommierten Architekturbüro Jan Wiese

Der Entwurf für das Stadtgeschichtsmuseum und Welterbe-Informationszentrum stammt von dem renommierten Architekturbüro Jan Wiese aus Berlin, das in einem offene Architekturwettbewerb im Sommer 2025 als Sieger hervorgegangen ist. Der Entwurf zeichnet sich durch eine moderne, gleichzeitig aber auch respektvolle Architektur aus, die das historische Stadtbild Schwerins aufgreift und gleichzeitig neue Akzente setzt. Der Neubau wird eine harmonische Verbindung von Tradition und Moderne schaffen und dabei den historischen Kontext des Schlachtermarktes und des angrenzenden Residenzensembles berücksichtigen.