Heimatgeschichte im Fokus
Wer die Geschichte seiner Gemeinde dokumentiert, braucht Quellen, Methoden und den Austausch mit Gleichgesinnten. Das bietet die Fachtagung für Ortschronistinnen und -chronisten am 28. März in Güstrow.
Der Tag beginnt mit einem Thema, das viele Chronisten kennen: Historische Hand- und Druckschriften, die sich kaum entziffern lassen. Dr. Gunther Viereck, Leiter des Universitätsarchivs Rostock, zeigt ab 10 Uhr, wie KI-gestützte Werkzeuge bei der Texterkennung helfen können.
Danach gibt Jan Kessel, Justiziar der Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern, einen Überblick über die Grundsätze des Urheberrechts – ein Thema, das in der Publikationspraxis von Chroniken immer wieder Fragen aufwirft.
Drei Ortsjubiläen, drei Geschichten
Einen regionalen Schwerpunkt setzt die Tagung mit drei aktuellen Jubiläen:
- Dr. Axel Lubinski beleuchtet die Geschichte der Kirche und Pastoren Cammins.
- Prof. Dr. Manfred Füting stellt die neue Jubiläumschronik von Petersdorf bei Malchow vor.
- Siebo Woydt: „Wie Pferdediebe Langhagen in zwei Tagen um 59 Jahre älter machten" – eine Geschichte rund um 575 Jahre Langhagen.
Eigene Projekte vorstellen
Ab 15.15 Uhr haben alle die Möglichkeit, eigene Recherchen, neu erschienene Publikationen oder laufende Projekte kurz vorzustellen. Die Tagungsleitung liegt bei Dr. Reno Stutz (Rostock).
Veranstalter ist die Stiftung Mecklenburg, in Kooperation mit dem Landkreis Rostock und dem Verein für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte e.V. Die Tagung wird vom Kulturministerium gefördert.
Die Veranstaltung findet im Kreistagssaal im Landratsamt, Am Wall 3–5, 18273 Güstrow, statt und dauert von 9.30 bis 16 Uhr.
Die Teilnahme kostet 10 Euro. Anmeldung per Mail an info@stiftung-mecklenburg.de . Belegte Brötchen für die Mittagspause können bis zum 24. März vorbestellt werden.
