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Platz ist im Historisch-Technischen Museum Peenemünde genug vorhanden. Im ehemaligen Kraftwerksgebäude befinden sich Dauerausstellung und Lager.
Jedes historische Fundstücke wird im HTM Peenemünde historisch eingeordnet, beschriftet und archiviert.
Das Peenemünder Museum besitzt kein Depot. Objekte werden hier provisorisch aufbewahrt.
Von Raketen-Fragmenten bis zu Blecheimern - alle Fundstücke lagern im Erdgeschoss des ehemaligen Kraftwerkes.
Ausgewählt Objekte erzählen dann in den Ausstellungsräumen aus der Geschichte der militärischen Versuchsanstalt Peenemünde.

Ein Archiv für alle gesucht

Objekte richtig bewahren, Sammlung professionalisieren, Archive ausbauen und für die eigene und die externe Forschung öffnen – darum drehte sich der jüngste Runde Tisch „Gedenkstätten in Mecklenburg-Vorpommern“ in Peenemünde.

Mehr als 30 Fachkundige aus dem Nordosten, aus Mittel- und Süddeutschland waren in das Historisch-Technische Museum (HTM) Peenemünde auf die Ostseeinsel Usedom gekommen. Eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft Gedenkstätten in MV.

„Wir sind ein Hybrid aus Gedenkstätte und Museum“, erklärt Dr. Philipp Aumann, Kurator beim HTM Peenemünde. Die Einrichtung erzählt die Geschichte der militärischen Versuchsanstalt Peenemünde in der NS-Zeit, ihre Vor- und Nachgeschichte. Aus einer bürgerschaftlichen Initiative heraus entstanden, entwickelte sich das HTM über die Jahre zu einem professionellen Museumsstandort mit internationaler Ausstrahlung. Heute dient sein Spezialarchiv vor allem zur Personen-, Orts- und Erinnerungsgeschichte der Versuchsanstalt.

„Seit zwei Jahren professionalisieren wir unsere Sammlung“, so Aumann weiter. Das bedeutet vor allem, das bestehende Archiv zu digitalisieren, die Bestände in einer Datenbank auffindbar zu machen und die Ressourcen auch für externe Forschung zu öffnen. Damit ist das Museum ein Vorreiter in MV, andere Gedenkstätten und Erinnerungsorte sollen im besten Fall nachziehen. Nicht nur weil die Software teuer ist, auch um einen einheitlichen Standard zu etablieren. Eine digitale Plattform zu schaffen, die alle Einrichtungen vereint.

Eine Arbeit, die viele Gedenkstätten und Erinnerungsorte mit ihrem gegenwärtigen Personal nicht stemmen können. Allein das Museumsarchiv in Peenemünde besteht unter anderem aus etwa 800 A4-Aktenordnern, 920 Archivkartons, 45.000 Fotos, 15.000 Digitalaufnahmen – weitere Dokumente und Fragmente sind in der ganzen Welt verstreut. Dazu kommen immer neue Fundstücke in allen Größen, Formen und Zuständen. Und nicht jedes Fragment gibt so einfach seine Geschichte preis. „Wir können einiges rekonstruieren, nicht alles. Das ist Zufall.“, sagt Archäologin Teschendorf. 

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