17.05.2026

Spielt! 250 Jahre Theater für die Seenplatte

Eine Bühne. Auf der Bühne stehen Frauen und Männer in langen Gewändern. Dahinter spielt die Neubrandenburger Philharmonie.
Bühne frei für „Spielt!“. Hier: eine Szene mit dem Opernchor und der Neubrandenburger Philharmonie.

250 Jahre Theater für die Seenplatte – ein Grund zu feiern! Bevor sich am Samstag um 19.30 Uhr der Vorhang zur Uraufführung von „Spielt!“ hebt, beginnt der Abend bereits voller Zauber auf dem Vorplatz des Landestheaters in Neustrelitz. 


23. Mai, 17.30 Uhr

Fanfarenklänge eröffnen den Abend, Mitglieder des Chapeau Clubs flanieren zwischen den Gästen und verleihen dem Platz einen Hauch vergangener Zeiten. Inmitten von Musik, lebendiger Atmosphäre und  kulinarischen Angeboten können kleine und große Besucher beim Theater-Memory auf Entdeckungsreise gehen, die Ausstellung mit Inszenierungsfotos aus acht Jahrzehnten besuchen, Miniatur-Theaterwelten erkunden und sich von der Stimmung treiben lassen. 

23. Mai, 18.30 Uhr

Intendant Sven Müller, Oberbürgermeister Nico Klose als Vertreter der Gesellschafter, und Kulturministerin Bettina Martin blicken gemeinsam auf die Geschichte des Hauses und richten den Blick in die Zukunft. 

23. Mai, 19.30 Uhr

Begeben Sie sich mit der spartenübergreifenden Produktion SPIELT! auf eine packende Zeitreise durch 250 Jahre Theaterkunst in der Mecklenburgischen Seenplatte. Entdecken Sie, wie die bewegte Geschichte der beiden Häuser von genau dem geprägt ist, was seit jeher auf die Bühne gehört: Drama, Komödie und große Spannung. Erleben Sie den leidenschaftlichen Wettstreit um die Vorherrschaft auf den Brettern, der seit der Gründung des ersten Hoftheaters 1776 tobt – und staunen Sie, wie sich das Theater trotz aller Widerstände immer wieder zu neuen künstlerischen Höhenflügen aufschwang. 

Freuen Sie sich auf 250 Jahre mecklenburgische Geschichte im Spiegel der Theaterkunst – mit musikalischen und szenischen Höhepunkten aus Werken von Mozart, Lortzing, Verdi, Wagner, Weill, Orff, Gundermann und vielen anderen. 

Hereinspaziert ins Jubiläumsstück

Ein Mann und eine Frau tanzen auf einer Bühne. Im Hintergrund schaut eine Frau aus einem Vorhang heraus.
Auch die Deutsche Tanzkompanie ist dabei: Hier mit einer Showeinlage von Nicola Clarissa Gehrling und Axel Rothe. Im Hintergrund: Sopranistin Laura Albert.
Eine Frau steht auf einer Bühne. Sie schaut hinter einer Requisite hervor. Die Requisite ist ein Haus.
Sopranistin Laura Scherwitzl war am Landestheater Neustrelitz schon in vielen Rollen zu sehen. Mit der Eigenproduktion „Marika Rökk – Eine Nacht voller Seligkeit?“ verwirklicht sie sich auch als Autorin, Regisseurin und Darstellerin.
Eine Frau steht auf einer Bühne. Sie singt. Hinter ihr spielt die Neubrandenburger Philharmonie.
Mezzosopranistin Sina Dollinger ist seit der Spielzeit 2024/25 Ensemblemitglied . In der aktuellen Spielzeit steht sie u. a. in Humperdincks Oper „Königskinder“ und in Linckes Operette „Frau Luna“ auf der Bühne.
Sechs Frauen und Männer stehen auf einer Bühne. Sie tragen Kostüme.
Das Ensemble Musiktheater: Sina Dollinger, Robert Merwald, Laura Scherwitzl, Alexander Kiechle, Andrés Felipe Orozco und Laura Albert.

Darum geht's im Stück: Ein junges Gespenst betritt die Bühne und trifft auf den alten Theatergeist. Dieser möchte nach 250 Jahren aufhören – lässt sich aber verleiten, dem jungen Kollegen von früher zu erzählen…

Mit diesem Kunstgriff leiten die beiden Geister das Publikum durch zweieinhalb Jahrhunderte Regional-, Zeit- und Kulturgeschichte, die in Mecklenburg-Strelitz oft genug brisant zusammentreffen. Augenzwinkernd wird die Welt aus der Seenplatte heraus erklärt – der große Persönlichkeiten und Legenden einen Besuch abstatten. Dabei bewegt sich die Handlung trotz aller Magie immer nah an historischen Zeugnissen, Anekdoten und Geschichten des (groß-) herzoglichen Hauses, das lange Zeit Träger des Theaters gewesen ist. Doch auch ganz andere Perspektiven und Lebensrealitäten aus der Strelitzer Geschichte verschmelzen zu einem dichtgewebten Sittengemälde mit viel Humor und Witz, der allerdings auch oft genug im Halse stecken bleibt.

Schauspiel und Musiktheater

Episodenhaft werden Schauspiel- und Opernszenen, Liedermacherkunst und Musical in eine rasante Handlungsentwicklung verwoben, die auch ein großes Genre des 19. Jahrhunderts wiederbelebt – das Melodram.

In prächtigen Kostümen agieren die Ensembles aus Musiktheater, Schauspiel und der Tanzkompanie gemeinsam in gemäldehaften Tableaus, opulenten Szenen, rotierender Action und intimen Momenten und gewähren tiefe Einblicke in die menschliche Seele. Auch die Neubrandenburger Philharmonie übernimmt eine Hauptrolle und spielt mitten im Handlungsgeschehen auf der Bühne.

Musik

250 Jahre Kultur- und Musikgeschichte werden durch sehr und auch weniger bekannte Werke von Mozart, Lortzing, Wagner, Verdi, Reger, Weill, Orff, Gundermann u.a. abgebildet und schließen in unserer Zeit mit einer neuen Musicalszene von Thilo Wolf ab, der dem Publikum durch das Erfolgsstück „The Famous Door On Swing Street“ bekannt ist.

Entstehung

Der neue Schauspieldirektor David Czesienski sowie die beiden Dramaturgen Oliver Lisewski und Martin v. Bargen haben das Werk gemeinsam konzipiert und sich dabei verschiedener Theaterformen und Traditionen bedient.

Zwei Männer. Sie tragen gelbe Perücken und Anzüge. Ihr Gesicht ist weiß geschminkt.
Die Schauspieler Matthias Horn (l.) und Lennart Klappstein gehören seit 2025 zum Ensemble.