Das Mecklenburgische Staatstheater legt los!
Das Mecklenburgische Staatstheater startet in die Spielzeit. Gleich drei Premieren stehen an – „Fidelio“ am 11., „Die Asche meines Vaters“ am 19. und „Thyestes“ am 25.9. Zu erleben ist das Theater zudem auf der Demokratiekonferenz in Schwerin.
Hintergrund
Kurz vor den Landtagswahlen lädt die Partnerschaft für Demokratie am Samstag auf den Marktplatz in Schwerin zur Demokratiekonferenz – mit dabei: zahlreiche Mitarbeitende des Mecklenburgischen Staatstheaters. Mehr Informationen: www.demokratie-leben-schwerin.de
Programm
15 Uhr – Schnauze voll von Leise. Politisches Mitmachprogramm für Kinder und Jugendliche. Moderation: Lucie Luther
15 Uhr – Eröffnung mit der Percussionsgruppe des Goethe-Gymnasiums unter der Leitung von Mánu Kolditz-Hermelschmidt - im Anschluss Vorstellung der Mitmachangebote
15.15 Uhr – BasiGGS Goethe-Gymnasiums
15.30 Uhr – The Check – Ukrainische Band aus Schwerin
16 Uhr - 16.50 Uhr – Kabakou Soul im Rahmen von Misch-Masch. Im Rahmen des Konzerts der Rostocker Afro-Beat-Band stellt Asem Alsayjare von Ma'an Miteinader e.V. die Kampagne von MigraVoices vor: „Wählt antirassistisch.“
17 Uhr – Das Land, in dem wir leben wollen. Starke Acts mit dem Mecklenburgischen Staatstheater und inspirierende Stimmen für eine lebendige Demokratie. Moderation: Nina Gühlstorff, Regisseurin
17 Uhr – Fanfare gespielt von Blechbläsern der Mecklenburgischen Staatskapelle, im Anschluss Grußworte von Elisabeth Blumenschein (Veranstalterin), Daniela Richter (Leiterin der Fachstelle Chancengleichheit) und Oberbürgermeister Sebastian Ehlers
17.20 Uhr – Künstlerische Beiträge aller Sparten des Mecklenburgischen Staatstheaters, Standort Schwerin. Redebeiträge zum Thema „Was steht auf dem Spiel“ unter anderem von Muhamed Alahmed, Wirtschaftsjunioren Schwerin e.V., Lisa Reichardt (Gemeindepädagogin Petrusgemeinde Schwerin), Hans-Georg Wegner (Generalintendant und Geschäftsführer des Mecklenburgischen Staatstheaters)
Gegen 18.30 Uhr – Finale: Gemeinsam DAFÜR singen – Künstler:innen des Mecklenburgischen Staatstheaters und die Schweriner Singakademie e. V. erheben ihre Stimmen. Mitsingen erwünscht.
Spielplan im September
Premieren
11. September – „Fidelio“, Ludwig van Beethoven
Ludwig van Beethovens einzige Oper Fidelio ist ein Plädoyer für Freiheit, Menschlichkeit, Gerechtigkeit – und zugleich eine Anklage gegen die Willkür tyrannischer Herrschaft. Die Inszenierung von Kerstin Steeb beschäftigt sich mit der Wirkung von Angst: Was macht Angst mit uns? Und wie kann aus Angst Mut und kollektiver Widerstand entstehen? Durch die Verknüpfung von Leonore mit der belarussischen Widerstandskämpferin Maria Kalesnikava wird Beethovens Befreiungsoper zu einer zeitgenössischen Geschichte über die Kraft, sich gemeinsam gegen Unterdrückung zu erheben.
19. September – „Die Asche meines Vaters“, Soeren Voima
In dieser schnellen, klugen und von Humor strotzenden Komödie über aktuelle Fragestellungen unserer Gesellschaft erbt die Hauptfigur unerwartet Geld, viel Geld, sehr, sehr viel Geld. Regisseurin Petra Schönwald lotet mit dem Ensemble des Jungen Staatstheaters Parchim aus, wie gerecht Reichtum eigentlich ist und was man mit der damit einhergehenden Verantwortung tun sollte. Denn mit der „Asche“ steigt eben nicht nur der Kontostand.
25. September – „Thyestes“, Huge Claus nach Seneca
FAUST-Preisträgerin Joanna Lewicka eröffnet ihre Arbeit als Schauspieldirektorin am Mecklenburgischen Staatstheater mit dem Dramaturgie-Stück schlechthin. Gleichzeitig feiern unter anderem Frank Büttner, Svetlana Belesova, Astrid Meyerfeldt, Norbert Stöß, Eva Habenicht und Max Philip Koch ihren Einstand im Schauspielensemble. Zusammen mit Jochen Fahr, Rudi Klein und weiteren Akteuren des Staatstheaters tauchen sie in Hugo Claus’ „Thyestes“ in die tragischen Grausamkeiten der antiken Welt ein – mit erschreckenden Parallelen zur heutigen Zeit. Lewicka verweist in ihrer Inszenierung mit hoher Präzision auf die bis heute geltenden Mechanismen der menschlichen Natur.
Konzerte
Am 27. September eröffnet das Kammerorchester der Mecklenburgischen Staatskapelle die Spielzeit mit einem Fingerzeig auf die in der klassischen Musik historisch unterrepräsentierte Gruppe der Komponistinnen im Staatlichen Museum Schwerin. Zu dem Klavierquartett Es-Dur op. 47 von Robert Schumann erklingt das Klavierquartett Es-Dur op. 47 von Luise Adolpha Le Beau, selbst einst Schülerin von Schumanns Ehefrau und ebenfalls Komponistin Clara Schumann.
Wiederaufnahmen
11. September – „Unbound“, Bigonzetti, Foniadakis, Smith, Ballett, M*Halle
18. September – „Kolle Witte Mann“, Jacobs und Netenjakob, Fritz-Reuter-Bühne, M*Halle
27. September – „Hase und Igel“, Nora Schumacher, Kinder- und Jugendtheater, Kulturmühle Parchim
Extra
100 Jahre – wer wird denn so alt? Die Fritz-Reuter-Bühne feiert in 2026 ein Jahrhundert Theaterkunst in niederdeutscher Sprache. Neben diversen Theateraufführungen und einer Festgala gibt es im Schweriner Schloss eine Ausstellung zur Geschichte der Bühne. Eröffnung ist am 19. September.
Donnerstag ist der neue Freitag! Die Mecklenburgische Staatskapelle läutet am 24. September in Parchim schon mal den Feierabend ein mit einem After-Work-Konzert in der Kulturmühle. „Um Viertel7“ gibt es Musik von Mozart & Co. – leicht und locker in 60 Minuten ohne Pause.
