15.01.2026

Hamlet kommt nach Schwerin

Eine Frau sitzt auf einer Bühne. Auf ihrem Schoß liegt eine Person in einem Brautkleid. Das Gesicht der Braut ist verschleiert. Neben ihnen liegen viele Totenschädel auf der Bühne.
In der Schweriner Inszenierung spielt Joana Damberg den Hamlet. Joana Damberg gehört seit dieser Spielzeit fest zum Schauspielensemble.

Sein oder Nichtsein? Diese Frage stellt sich Hamlet in Schwerin. Das Mecklenburgische Staatstheater holt den Shakespeare-Klassiker für neun Vorstellungen ins Theaterzelt. Premiere ist am Samstag. 

Als Hamlet an den dänischen Königshof zurückkehrt, ist die alte Ordnung zerstört. Sein Vater, König von Dänemark, wurde von dessen eigenem Bruder Claudius ermordet. Ungesehen. Und ungestraft. Der Mörder selbst sitzt nun auf dem Thron und hat sich Hamlets Mutter Gertrud, Witwe des alten Königs, zur Frau genommen. Der junge Prinz ist entschlossen, diesen Verrat nicht hinzunehmen und für Gerechtigkeit zu sorgen. Um bei seinem Racheplan nicht aufzufallen, gibt Hamlet vor, dem Wahnsinn verfallen zu sein. Doch zunehmend verschwimmen die Grenzen zwischen Einbildung und Realität, Zweifel nagen an Gewissen und Willenskraft. Und während Hamlet an der Last seines Erbes zu zerbrechen droht, rüstet sich Prinz Fortinbras zum Krieg gegen Dänemark. 

Das vor mehr als 400 Jahren uraufgeführte Stück über Realitätsverlust, Desorientierung, die Manipulation von Wirklichkeit und Identität wirft Fragen auf, die die Menschen damals wie heute beschäftigen. Wie können wir handlungsfähig bleiben in einer Welt, die sich immer stärker unserem Zugriff entzieht? Was ist uns der Kampf gegen Ungerechtigkeit wert? Können wir uns unserer selbst sicher sein? Und wie bringen wir unsere Vorstellungen und unser Handeln in Einklang? Können wir moralisch bleiben bei dem Versuch, die Unmoral zu beseitigen?

William Shakespeares große menschliche Tragödie steht in Schwerin unter der Regie von Martin Nimz. Premiere ist am 17. Januar, 19 Uhr. Bis zum 3. März stehen acht weitere Vorstellungen auf dem Spielplan im Theaterzelt:

  • 21. Januar, 19 Uhr.
  • 25. Januar, 17 Uhr.
  • 27. Januar, 19 Uhr.
  • 7. Februar, 19 Uhr.
  • 8. Februar, 17 Uhr.
  • 14. Februar, 19 Uhr.
  • 15. Februar, 17 Uhr
  • 3. März, 19 Uhr. 

Die Vorstellung am 15. Februar ist Teil des Theatertags. Dieser wird einmal im Monat für ausgesuchte Veranstaltungen angeboten. An diesem Tag kostet die Vorstellung im Theaterzelt auf allen Plätzen 15 Euro. Weitere Infos unter: www.mecklenburgisches-staatstheater.de.