17.04.2026

„Kolle witte Mann“

4 Menschen reden angeregt miteinander.

Die Fritz-Reuter-Bühne bringt das Stück „Kolle witte Mann“ in Parchim, Schwerin, Güstrow und Putbus auf die Bühnen. Für einige Termine gibt es noch Karten.

„Dat Best wier, Se sprütten noch dat Logo von de Grünen up de Urne un ersetten denn’ Paster dörch Conchita Wurst!“, heißt es in „Kolle witte Mann", im Original „Kalter weißer Mann“.

Zum zweiten Mal führt die Fritz-Reuter-Bühne des Mecklenburgischen Staatstheaters ein Stück des Autorenduos Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob auf. Zuletzt wurde von dem Duo das Stück „Extrawurst“ mit großem Erfolg in einer niederdeutschen Übersetzung inszeniert. 

Die Komödie „Kolle witte Mann“ wirft einen kritischen, aber ausgesprochen humorvollen Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen. Die Regie führte Dirk Audehm, der schon mehrfach niederdeutsche Komödien inszenierte.

Darum geht's

Nicht einmal sterben kann man noch in Ruhe. Eigentlich war die Trauerfeier für Firmenchef Gernot Steinfels perfekt geplant. Die Gemeinde hat sich eingefunden, der Pfarrer steht bereit, der Kranz ist drapiert. Da entzündet sich innerhalb der Führungsriege der „Feinwäsche Steinfels GmbH“ eine hitzige Diskussion. Denn mit dem Text auf der Schleife des Kranzes, „In tiefer Trauer, die Mitarbeiter“, fühlen sich einige weibliche Angestellte des Betriebes einfach nicht gemeint und auch das Marketing befürchtet einen Shitstorm auf den Social-Media-Kanälen. Einer solchen „Wokeness“ wie Gendersternchen möchte Horst Bohne, der Geschäftsführer in spe, allerdings keinen Raum geben. Und so kommt ein Schlagabtausch ins Rollen zwischen Boomern und Generation Z, zwischen Feminist:innen und Konservativen über MeToo, sexistische Firmenwerbung, Body-Shaming…

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