16.10.2026

Vom Buch zur Bühne

Zwei Augen schauen über den Rand eines aufgeschlagenen Buches.

„Der Hals der Giraffe“ hat im Landestheater Neustrelitz die Bühne betreten. Für ein Schauspiel über Ideale, Einsamkeit und den verzweifelten Versuch, die Kontrolle zu behalten. In diesem Jahr heißt es dafür noch zweimal: Vorhang auf!

Seit mehr als 30 Jahren unterrichtet Inge Lohmark (gespielt von Karin Hartmann) Biologie an einem Gymnasium in einer ostdeutschen Kleinstadt irgendwo in Mecklenburg-Vorpommern. Sie glaubt an Evolution und Anpassung, Gefühle zeigt sie nicht. Doch ausgerechnet ihre eigene Welt scheint sich nicht mehr an ihre Regeln zu halten: Das Charles-Darwin-Gymnasium steht kurz vor der Schließung, weil der Nachwuchs fehlt. Tochter Claudia (Lisa Scheibner) hat sich längst von ihr entfernt, ihr Mann (Matthias Horn) seinen Job verloren. Und auch Inge selbst spürt, dass sie mit ihren strengen Erziehungsmethoden zunehmend aus der Zeit gefallen ist. Dann tauchen irritierende Gedanken und Tagträume auf, die ihre nüchterne Weltsicht ins Wanken bringen.

Vorlage für das Theaterstück ist der gleichnamige, 2011 erschienene Roman von Judith Schalansky. Im Dezember 2012 wurde er in Frankfurt am Main als Bühnenfassung uraufgeführt. Das Landestheater Neustrelitz inszeniert das Schauspiel unter der Regie von Karin Herrmann. Nach ihrer Erfolgsinszenierung „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ ist es Karin Herrmanns zweite Regiearbeit an der TOG Neubrandenburg / Neustrelitz.

Die nächsten Vorstellungen in Neustrelitz sind: Sonntag, 25. Oktober und Sonntag, 15. November, jeweils 16 Uhr. Ab 15. Januar 2027 steht das Stück auch im Schauspielhaus Neubrandenburg auf dem Programm. 

Karten und weitere Infos unter www.tog.de.