08.05.2026

Im Mittelpunkt steht der Mensch

Zingst und die Seebrücke aus der Luft fotografiert.
Seifenblasen erfreuen die Kinder.
Ein Mann hält ein Mikrofon. Im Hintergrund: eine Bildergalerie.
Ein Mann vor einem bunten Bild. Es zeigt spielende Kinder im Weltall.

Der Mensch steht im Mittelpunkt des 19. Umweltfotofestivals „horizonte zingst”. 15 Ausstellungen sind zu sehen. Los geht's am 29. Mai.

Der Mensch - facettenreich, widersprüchlich, erstaunlich. Er erschafft und zerstört, liebt und fürchtet, träumt von Sicherheit und gleichzeitig von Freiheit. Das Fotofestival rückt 2026 den Mensch ins Zentrum der Betrachtung – als Teil eines großen Ganzen. 

Wie wollen wir miteinander leben – über Grenzen, Meinungen und Kulturen hinweg? Wie gestalten wir unsere Umwelt bewusst und reflektiert, so dass ein Überleben auch in der Zukunft möglich sein kann? Diese und weitere Fragen bilden die Grundlage für die Ausstellungen, die Kuratorin Edda Fahrenhorst ausgewählt hat: „Nach den großen Themen der letzten Jahre wie Flora, Fauna oder Ressourcen holen wir nun den Mensch in den Fokus: Es geht um jeden von uns – nicht nur im individuellen Kosmos, sondern weit darüber hinaus." Weltoffenheit, Mitgefühl, Liebe, Neugierde, Spiel und Forscherdrang - alles ureigenste Eigenschaften des Menschen - bekommen ihren Raum in den Ausstellungen der 19. Ausgabe des Umweltfotofestivals.
Eine Übersicht der Festival-Ausstellungen gibt es auf: www.horizonte-zingst.de


Beispiele

Daniel & Geo Fuchs - Toygiants  // Strandausstellung // 29. Mai - 3. November 2026
Kleine Spielfiguren werden zu monumentalen Ikonen: Am Strand von Zingst erscheinen sie überlebensgroß, mit Kratzern, Nähten und glänzenden Oberflächen. Die Serie erzählt von der menschlichen Fantasie, von erfundenen Welten und großen Geschichten. Gleichzeitig zeigen sie, wie sehr unsere Idealbilder geformt sind - gestaltet, produziert, in Plastik gegossen. Helden für die Hosentasche. Ewiger Spaß und ewige Träume zum Sammeln.

Robbie Shone - Höhlenwelten // Jordanstraße // 29. Mai 2026 - 28. Februar 2027
Robbie Shone ist Fotograf, Kletterer, Begleiter wissenschaftlicher Expeditionen, Abenteurer und Entdecker. Sein Antrieb ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft: die Neugierde. Seit Jahren folgt er ihr in Höhlen, Gletscherspalten und unterirdische Flüsse - Orte, die kaum jemand zu Gesicht bekommt. Seine Bilder zeigen Räume von beeindruckender Klarheit und Größe, den Blick auf die Dimension unseres Planeten von innen. Der Mensch erscheint darin oft klein - als Maßstab in einer Landschaft, die lange vor ihm existierte.

Zed Nelson - The Anthropocene Illusion // Martha Müller-Grählert-Park // 29. Mai 2026 - 28. Februar 2027
Gemalte Landschaften, Safari in Betonkulissen, Schnee aus Kanonen, wilde Natur hinter Glas: In dem Projekt richtet Zed Nelson den Blick auf Orte, an denen Natur zur Inszenierung wird. Freizeitparks, Zoos, künstliche Strände und Themenwelten versprechen Nähe zur Wildnis - und zeigen zugleich, wie weit wir uns von ihr entfernt haben. Alles wirkt vertraut - und zugleich merkwürdig konstruiert.

Rubén Salgado Escudero -Solar Portraits // Postplatz // 29. Mai 2026 - 3. Mai 2027
Wie stark der Zugang zu Licht das menschliche Leben beeinflusst und wie unterschiedlich Menschen damit umgehen, wenn Strom nicht selbstverständlich ist, zeigt die Arbeit von Rubén Salgado Escudero. Alltag, Arbeit, Wohnräume und sozialen Zusammenhänge werden darin ausschließlich mit Licht aus Solarenergie sichtbar gemacht. Jede Aufnahme stellt die Person in Beziehung zu ihrer unmittelbaren Umgebung und ihren Tätigkeiten, sodass die Vielfalt menschlicher Lebenswelten erkennbar wird. 


Extra

Darüber hinaus lädt Zingst dazu ein, sich in den verschiedenen Formaten wie Talks, Vernissagen, Foto-Workshops und Multivisionsshows mit Fotografie zu beschäftigen und all das an einem der schönsten Orte Deutschlands. Am Strand mit Blick auf die Ostsee findet dieses Jahr auch wieder an acht Abenden hintereinander die Bilderflut statt. Mehr als 45 Fotografinnen und Fotografen, sowohl aus Deutschland als auch aus England, Mexico, Österreich, Italien, der Schweiz und darüber hinaus, werden am Festival beteiligt sein und ihre Arbeiten in drei Gruppenausstellungen und 12 Einzelausstellungen zeigen - dazu gibt es einen Pop-Up-Ausstellungsort und zwei Kinder- bzw. Jugend-Fotoprojekte.