10.06.2026

Halbzeit für die Landesweite Kunstschau

Eine Hauswand. Auf der Wand steht dieses Wort geschrieben: Super.
Ein Kunstwerk zeigt nackte Menschen.
Ein Guckloch in einem Kunstwerk.
Ein Kunstwerk. Papier wird ausgedruckt.
Kunstwerke hängen von der Decke.
Ein QR-Code. Dieser führt zu den Erklärungen.
Ein Fachwerkhaus von außen. Darin ist die Ausstellung.
Blick in einen Ausstellungsraum.
Blick in einen Ausstellungsraum.
Drei Bilder in bunten Farben hängen an der Wand.
Blick in einen Ausstellungsraum.
Blick in einen Ausstellungsraum.
Kleine Kunstwerke. Schiffchen aus Papier.
Blick in einen Ausstellungsraum.
Blick von oben auf ein Kunstwerk.
Das Plakat zur Ausstellung. Thema: Hochstapeln.
Blick in einen Ausstellungsraum.

Die 36. Landesweite Kunstschau des Berufsverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler Mecklenburg-Vorpommern e.V. Das Thema heißt: Hochstapeln. Zur Halbzeit lädt der Verband zur Midissage und Katalogpräsentation ein. Wann? Sonntag, 14. Juni, 15 Uhr. Wo? Städtische Galerie Wollhalle (Franz-Parr-Platz 9) in Güstrow.


Midissage 

Herzstück des Nachmittags ist die Vorstellung des druckfrischen Ausstellungskatalogs. Die Publikation dokumentiert die Schau, die aus 131 Bewerbungen hervorging, und beleuchtet ihre acht konzeptionellen Themenfelder. 

„Das deutsche Wort ‚Hochstapeln' ist ein Haus mit zwei Türen", sagt Kuratorin Dr. Maryna Streltsova. „Die eine führt in die Welt der Materie: Schichten aufeinanderlegen. Die andere öffnet sich zur Inszenierung des Selbst." Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Schirmherrin der Kunstschau, betont im Grußwort zum Katalog: „Kunst bringt Menschen zusammen, schafft Identität und macht unser Land als lebendigen Kulturraum erlebbar." 

Vor Ort besteht die Gelegenheit, mit der Kuratorin sowie den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch zu kommen.


In der Städtischen Galerie Wollhalle: 

•    Tino Bittner („Das Versprechen"): Das Wort SUPER leuchtet als riesiger Schriftzug im Stadtraum – und ist dabei nur gemalt, ohne jede Lichttechnik. Eine Werbebehauptung, die alles verspricht und nichts benennt: Hochstapelei als urbane Geste. 
•    Linda Perthen („Dépôt désolé"): Gestapelte, gescheiterte Leinwände als Kommentar zum Impostor-Syndrom und zur Unsichtbarkeit von Künstlerinnen in Museen. 
•    Ramona Seyfarth („KIPPPUNKT_26"): Ein fragiler Balanceakt aus schwerem Stein und gehäkelten Schals – am Rand des Abgrunds. 
•    Bernd Engler („ARCH(E)IV"): Eine Armada kleiner Schiffe aus DDR-Tageszeitungen der 70er und 80er Jahre; wer sich nähert, setzt sie in Bewegung – und die Propagandatexte verschwimmen vor den Augen. 

In der Gertrudenkapelle: 

•    Daria Gabruk („Berührung"): Handspuren im Foamiran – die Besucher:innen werden durch ihre eigene Bewegung Teil der Arbeit. Der Raum reagiert auf sie. 
•    Erik Rüffler („Spuren des Seins"): Vertikal aufgeschichtet, nach oben hin kleiner und instabiler. Unter freiem Himmel bekommt das Werk besondere Wucht: Höhe als gesellschaftlicher Wert — der zu kippen droht. Je höher gestapelt, desto fragiler die Identität. 


Ausstellungsorte 

Städtische Galerie Wollhalle, Franz-Parr-Platz 9, 18273 Güstrow , tägl. 11 – 17 Uhr 

Gertrudenkapelle, Ernst Barlach Museen Güstrow, Gertrudenplatz 1, 18273 Güstrow, Di – So 10 – 17 Uhr 


Teilnehmende Künstler/innen

Jutta Albert, Anja Badners, Dirk Battin, Lena Biesalski, Ulrich Bittmann, Tino Bittner, Jörg Brandt, Broder Burow, Ramona Czygan, Jacqueline Duhr, Bernd Engler, Sally Frey, Susanne Gabler, Daria Gabruk, Reinhard Gagel, Helge Griem, Jakob Grosse-Ophoff, Thomas Häntzschel, Anne Hille, Gerald Hross, Hundrich, Claudia Kapellusch, Lydia Klammer, Bernd Kommnick, Berit Kröner, Josef A. Kutschera, Christine Lengtat, Maria Müller, Katharina Neuweg, Ludwig Nikulski, Gudrun Brigitta Nöh, Monika Ortmann, Sophia Patzer, Linda Perthen, Maria Elise Raeuber, Udo Richter, Erik Rüffler, Grit Sauerborn, Tine Schmidt, Roman Schöne, Marcus Schramm, Peter Schüler, Juli Schupa, Ramona Seyfarth, Anett Simon, Iris vom Stein, Caroline von Bodecker, Lisa Marie Steude, Anne Wende, Christin Wilcken, Bianka Wilckens


Termine 

Midissage der 36. Landesweiten Kunstschau „Hochstapeln“ 
Katalogpräsentation 
So, 14.6.2026 
15 Uhr, Städtische Galerie Wollhalle 

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Gertrudenkapelle im Wandel: Raum – Geschichte – Intervention 

Ein interdisziplinärer Abend mit einer Führung von Dr. Magdalena Schulz-Ohm, der Performance „SOFT RESISTANCE“ von Marina Konovalova (Bewegung) und Sascha Sauerborn (Sound) sowie einem Gespräch mit den Beteiligten 

Sa, 20.6.2026 
18 Uhr, Gertrudenkapelle – Ernst Barlach Museen Güstrow 

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Kuratorinnenführung mit Dr. Maryna Streltsova und teilnehmenden Künstler/innen 

Sa, 4.7.2026 
12 Uhr, Städtische Galerie Wollhalle 
15 Uhr, Gertrudenkapelle – Ernst Barlach Museen Güstrow 

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Finissage der 36. Landesweiten Kunstschau „Hochstapeln“ 

So, 12.7.2026 

Podiumsdiskussion 
Baukultur zwischen Anspruch und Realität: Wer gestaltet unseren Raum – und für wen? 

14 Uhr, Städtische Galerie Wollhalle 

Rundgang durch die Ausstellung mit Dr. Maryna Streltsova und Dr. Magdalena Schulz-Ohm 
16 Uhr, Gertrudenkapelle – Ernst Barlach Museen Güstrow