01.05.2026

Baselitz-Gemälde in Seemannskirche Prerow

Ein Gemälde in bunten Farben. Ein Werk des berühmten Malers Georg Baselitz.
„Mein Vater sieht einen Engel.“ Das Gemälde von Georg Baselitz ist Pfingsten in Prerow zu sehen.

Nach dem Tod von Georg Baselitz werde man sicher anders planen, „aber wir tun dies in Würde und in Verneigung vor diesem großen Künstler”, schreibt Susan Knoll vom Förderverein Seemannskirche Prerow. Das Baselitz-Gemälde „Mein Vater sieht einen Engel“ wird vom 22. Mai, 15 Uhr, bis 25. Mai, 15 Uhr, rund um die Uhr gezeigt.

Mit dieser außergewöhnlichen Aktion eröffnet der Förderverein die mehrjährigen Festlichkeiten zum 300. Jubiläum der Seemannskirche, die in den Jahren 1726 bis 1728 während der Schwedenzeit erbaut wurde. Das Projekt verbindet auf einzigartige Weise internationale Kunst mit regionaler Geschichte und ehrenamtlichem Engagement.

Leihgabe eines Weltkünstlers

Was einen kleinen Förderverein dazu bewegt, einen Weltkünstler um die Leihgabe eines seiner Werke zu bitten, ist vor allem die besondere Verbindung zwischen Künstler, Werk und Ort: Das Gemälde entstand 1996 und basiert auf einer fotografischen Erinnerung – es zeigt den Vater des Künstlers am Strand von Prerow, den Blick gen Himmel gerichtet. Die Szene strahlt Ruhe, Weite und Harmonie aus – Eindrücke, die der Künstler selbst mit Kindheitserinnerungen an unbeschwerte Ferientage im damaligen Prerow verbindet.

Erhebliche organisatorische Herausforderungen

Die Präsentation eines 4 x 3 Meter großen Gemäldes in einer Dorfkirche stellt die ehrenamtlich Engagierten vor erhebliche organisatorische Herausforderungen. Transport, fachgerechter Auf- und Abbau durch Restauratoren, eine hochdotierte Versicherung sowie ein für die Bewachung von Kunstwerken zertifizierter Sicherheitsdienst erfordern eine präzise Planung und erhebliche finanzielle Mittel. Dass das Werk ausschließlich für 72 Stunden und rund um die Uhr gezeigt wird, hat dabei nicht nur konzeptionelle, sondern auch praktische Gründe: Die begrenzte Ausstellungsdauer ermöglicht es dem Verein, die hohen Sicherheits- und Versicherungskosten zu stemmen und gleichzeitig ein intensives, einmaliges Kunsterlebnis zu schaffen.

Eintritt frei

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Die Finanzierung des Gesamtprojekts erfolgt daher ausschließlich über Spenden und Sponsoring. Besonderer Dank gilt dem Land Mecklenburg-Vorpommern, der Sparkassenstiftung Vorpommern, den Firmen WSD-Sicherheit und Gerüstbau Dankert und dem Hotel Waldschlösschen Prerow. Angeboten wird durch den Verein auch eine Auswahl von Merchandisingartikeln, darunter 25 nummerierte und signierte Kunstdrucke des Gemäldes (22 x 30) in Museumsqualität. 

Pfingsten 2026 in Prerow

Der Förderverein ruft daher Kunstinteressierte, Unterstützerinnen und Unterstützer dazu auf, dieses besondere Projekt zu begleiten und zu fördern. Ziel ist es, möglichst viele Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber aus ganz Deutschland und darüber hinaus für einen Besuch zu Pfingsten 2026 in Prerow zu begeistern.

Baselitz in Prerow – wie alles begann

Die Seemannskirche Prerow, erbaut 1726-1728.
Fünf Personen - drei Frauen, zwei Männern - stehen nebeneinander in einer Kirche.
Der Vorstand des Fördervereins. Elke Lüdecke, René Roloff, Susan E. Knoll, Roland Sassnowski, Ines Schuhmann (v.l.)
Ein Gemälde in bunten Farben. Ein Werk des berühmten Malers Georg Baselitz.
„Mein Vater sieht einen Engel.“ Das Gemälde von Georg Baselitz ist Pfingsten in Prerow zu sehen.
Ein Mann in Badehose sitzt auf einer Kiste am Strand.
Johannes Kern, der Vater von Georg Baselitz, am Strand. Das Bild ist die Vorlage für das Gemälde.

„Baselitz in Prerow. Ja, das ist wie so oft, ein Geschenk des Himmels…” Susan Knoll vom Förderverein Seemannskirche Prerow über den berühmten Maler, ein besonderes Bild – und eine außergewöhnliche Geschichte zur 300-Jahr-Feier.