18.10.2026

Das Kloster des Monats ist: Dargun

Ein Luftbild von der Kloster- und Schlossanlage. Die Gemäuer sind umgeben von vielen Bäumen und Wiesen.
Dargun ist eine Kleinstadt mit rund 4100 Einwohnern im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Ihr Wahrzeichen ist die historische Kloster- und Schlossanlage.

Der Heimatverband MV und die Gemeinschaft der Klosterstätten in Mecklenburg-Vorpommern e.V. präsentieren jeden Monat ein Kloster des Monats. Im Oktober – die Kloster- und Schlossanlage Dargun. Ein Kloster in 10 Bildern:

Eine alte Schwarz-Weiß-Postkarte von der Kloster- und Schlossanlage. Auf der Karte ist das Gebäude intakt.
Das Kloster Dargun wurde im 12. Jahrhundert gegründet und von Zisterziensermönchen erbaut. Im Zuge der Säkularisierung übernahm Herzog Ulrich I. von Mecklenburg-Güstrow 1556 das Kloster und baute es zum Schloss aus. Daher spricht man heute von einer Kloster- und Schlossanlage. Sie erlebte im Laufe der Jahrhunderte eine wechselvolle Geschichte. 1873 zog zum Beispiel die erste Ackerbauschule Mecklenburgs hier ein.

Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme der Klosterkirche von innen. Mit vielen Kirchenbänken.
Das Bild zeigt die Schlosskirche, wie sie bis 1945 aussah. Am Ende des Zweiten Weltkrieges fiel die Kloster- und Schlossanlage einem verheerenden Brand zum Opfer.
Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme von einem teilweise eingestürzten Gebäudeteil.
Die Ruine – das Foto stammt von 1975 – blieb nach dem Krieg jahrzehntelang weitgehend ungesichert dem Verfall überlassen. Daran änderte auch nichts, dass das historische Ensemble 1979 in die Zentrale Denkmalliste der DDR aufgenommen wurde.

Eine Backstein-Ruine mit vielen offenen Fenstern.
Die Anlage ist bis heute in weiten Teilen eine Ruine. Sie wird jedoch seit 1990 gesichert, saniert und für Besucher zugänglich gemacht.

Ein schmaler, langer Teil des Backsteingebäudes mit intaktem Dach und neuen Fenstern.
Das Kirchenlangschiff ist bereits wiederhergerichtet.

Ein langer, schmaler Raum. Decke und Wände sind saniert. Im Raum stehen viele Stühle. Zwei Kronleuchter beleuchten den Raum.
Die Klosterkirche kann nun wieder für Gottesdienste, Taufen, Trauungen oder als Konzertsaal genutzt werden. Das Längsschiff wurde mit einem Akustiksegel aus Stoff in Form des ursprünglichen Gewölbes versehen, wodurch der Klang im Raum optimal zur Geltung kommt.

Die Ruine bei Dunkelheit. Vor der Ruine spielt ein Orchester auf einer Bühne. Viele Leute schauen zu. Die Ruine ist angestrahlt und erscheint in rötlichem Licht.
Die Kloster- und Schlossanlage hat sich auch zu einer bekannten Spielstätte entwickelt und bietet jährlich eine Vielzahl an Veranstaltungen an. Zum Beispiel beim Darguner Musiksommer, beim Darguner Schlossspektakel oder beim Festspielsommer der Festspiele MV (Foto).
Ein Backsteingebäude. An der Fassade steht in großen Buchstaben das Wort Museum.
Auf dem Gelände befindet sich auch das Heimatmuseum „Uns lütt Museum“. Die Ausstellungsfläche umfasst rund 2000 Quadratmeter und verteilt sich auf 17 Räume. Besucher können hier einen Blick in das Leben früherer Zeiten werfen und viele Exponate auch anfassen und ausprobieren.

Ein Luftbild der Kloster- und Schlossanlage mit seinem großen Park.
Das weitläufige Parkgelände hat einen Rundweg mit geschichtlichen Informationstafeln, der auf eigene Faust erkundet werden kann. Die Mauern des einstigen Klosters können bei Führungen besichtigt werden.