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Gewinner des Ideenwettbewerbs stehen fest

16 Bewerbungen wurden eingereicht, vier davon sind jetzt als Gewinner des Ideenwettbewerbs Kultur- und Kreativwirtschaft ausgezeichnet worden. Im Wettbewerb wurden zukunftsweisende Ideen gesucht, für branchenübergreifende Projekte, Produkte und Prozesse, die das Wachstums-, Innovations- und Beschäftigungspotential der Kreativwirtschaft weiter entwickeln und vermarkten.

Die Gewinner sind:

Projekt Match.Box - Neubrandenburg/Greifswald - 36.000 Euro

Unternehmen: 13°Grad Crossmedia (Inhaber: Martin Horst); Stuhmer/Scholz Design_büro (Esther Stühmer) sowie Witeno (Dr. Wolfgang Blank)

Das Projekt wird durch ein interdisziplinäres Team aus Marketing-, Design- und Wirtschaftsfachleuten umgesetzt. Im Projekt werden vier Konzepte erstellt, mit denen die Wirtschaftszweige Ernährung, Gesundheit, Handwerk/Technologie und Stadtentwicklung mit Akteuren der Kreativwirtschaft zusammengeführt werden sollen. Durch diese Zusammenarbeit sollen neue Produkte und Innovationen entstehen. Um die Innovationskraft der Kultur- und Kreativwirtschaft sichtbar zu machen, soll ein mobiler Container durch MV touren und die Ergebnisse der interdisziplinären Zusammenarbeit visualisieren.

Innovatives Matching von traditioneller Wirtschaft und Kultur- und Kreativwirtschaft – Rostock - Vorhaben: 24.000 Euro

 Netzwerk der Kreative MV (Projektleitung: Veronika Schubring & Teresa Trabert)

Unternehmen und Kreative werden durch 2 Innovationsformate zusammengeführt. Speed-Dating: Es sollen spezifische Problemlösungs-Bedarfe in KMUs mit Kreativ-Schaffenden, die die richtige Expertise und Kapazität zu dessen Lösung parat haben, zusammengebracht werden. Resultate des Speed-Datings sind idealerweise direkte Kooperationen, die sich zwischen den Einzelakteuren - Unternehmen und Kreativ-Schaffenden - anschließen, die beim Speed-Dating einen Match hatten.

Job-Shadowing: Es sollen in dem Projekt Tandems aus Kreativschaffenden und Geschäftsführenden von Unternehmen anderer Branchen gebildet werden, die sich für jeweils zwei Tage auf ihrer Arbeit begleiten. Begleitet wird dieser Austausch durch ein Coaching, um schnell eine intensive Vertrauensbasis miteinander aufzubauen. Das Lernen voneinander, das sich gegenseitig auf Augenhöhe Begegnen und Unterstützen, sowie das Erkennen der Potentiale kreativen Arbeitens und möglicher Kooperationen steht bei diesem Format im Vordergrund.

Konferenz zum Leerstandswohlstand - Region Westmecklenburg-Schwerin – Vorhaben: 24.400 Euro

Netzwerk der Kreative MV (Projektleitung: Corinna Hesse & Antje Hinz GbR)

Regionale und überregionale Experten und Praktiker aus Kreativ- und Immobilienbranche entwickeln gemeinsam mit Regionalentwicklern und Wirtschaftsförderern in interdisziplinären Workshops Lösungen rund um das Thema Leerstand, wie er durch Kreative entwickelt werden kann und welche Effekte daraus entstehen. Hierzu sollen Kooperationen mit der Immobilienwirtschaft, Industrieunternehmen, den IHK´s und den Wirtschaftsfördergesellschaften angestoßen und so konkrete Projekte der Raumtransformation (Kreativräume in Unternehmen, Co Working Spaces und Kreativquartiere) initiiert und lokale Kreativnetzwerke gestärkt werden. Sowohl für Wohnungsleerstand als auch für leere Gewerbe sollen Nutzungsideen entwickelt und angestoßen werden.

Landesweite Branchenkonferenz - Rostock – Vorhaben: 15.600 Euro

Netzwerk der Kreative MV Projektleitung: Veronika Schubring & Teresa Trabert

Branchenkonferenz KREATOPIA – Hierbei sollen Akteure aus der Kultur- und Kreativwirtschaft, der Wirtschaft, der Verwaltung, der Wissenschaft und Politik zusammengeführt werden. Kreativschaffende stellen aktuelle Projekte vor, in Workshops wird zu interaktivem und branchenübergreifendem Innovationstransfer diskutiert und Möglichkeiten der Vernetzung besprochen. Ein Ziel ist es, dass Unternehmen einen neuen, kreativen Blick auf Konzepte erhalten, Geschäftsmodelle sowie Strategien entwickeln. Die Kreativschaffenden erweitern ihr Spektrum eines möglichen Absatzmarktes.

Eine Jury - bestehend aus Vertretern der Industrie- und Handelskammern, Wirtschaftsfördergesellschaften, aus Kommunen sowie Design- und Technologiezentren - hat unter Federführung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit über die eingereichten Projektideen in einem Auswahlverfahren entschieden.

„Die heutigen Gewinner haben durch innovative Konzepte überzeugt. Sie stehen beispielhaft für die vielen klugen und kreativen Köpfe der Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Für den Wettbewerb standen Mittel in Höhe von 100.000 Euro aus Landesmitteln zur Verfügung.

Hintergrund

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen haben einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig.