30.03.2024

Geheimnisvolle Kreidewelt

Eine Luftaufnahme vom Skywalk, den Kreidefelsen, Buchenwäldern und der Ostsee.
Der Königsstuhl – das Wahrzeichen der Insel Rügen. Seit 2023 ragt über ihm eine neue Aussichtsplattform. Wer den Skywalk besucht, steht in 122 Metern Höhe und kann bis zu 40 Kilometer weit blicken.

Wie entstand die Kreide auf Rügen? Was gibt den Buchenwäldern darin Halt? Und wann wird ein Findling klein wie ein Staubkorn? Der Nationalpark Jasmund und seine Geheimnisse – im Erlebniszentrum am Königsstuhl zeigen sie sich. 

Der Eingangsbereich von außen. An der Fassade des Rundbaus steht „Nationalpark-Zentrum Königsstuhl im Unesco-Welterbe.
Das „Nationalpark-Zentrum Königsstuhl“ wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Auf drei Etagen weiht eine interaktive Erlebniswelt Besucher/innen in die Geheimnisse der Kreidelandschaft ein.
In einem Ausstellungsraum stehen viele Säulen. Darin befinden Knöpfe, Taster und Schalter zum Drücken. Auf dem Boden liegen in einer Ecke Laub und ein Baumstamm.
Wie klingt der Wald? Hören Sie doch mal! Der Buchenwald der Stubnitz ist einer von 18 Themenräumen der Ausstellung.
Ein Ausstellungsraum. Die Wände schimmern grün. An einer Wand befindet sich ein Monitor mit Informationen. An einer anderen Wand läuft eine Filmsequenz. Im Raum befinden sich Personen.
Der Anfang der Ausstellung spult die Zeit 69 Millionen Jahre zurück. Hinein ins Kreidemeer. Das bedeckte hier einst die Region. Im Kreidemeer lebten viele Pflanzen und Tiere. Starben sie, sanken Rückstände wie Skelette oder Kalk zu Boden und verdichteten sich zu jenem Kalkstein, der heute so typisch für Rügen ist.
Von der Decke hängt ein Findling herab. Unter dem Findling befindet sich ein Podest, auf das sich Besucher und Besucherinnen legen können.
Ein paar Schritte weiter ist Mut gefragt: Wer traut sich und legt sich unter den schwebenden Findling? Falls der Mut dabei ins Schwitzen kommt: Gleich gegenüber verspricht ein echter Eisberg Abkühlung.
Ein großer Findling ragt von links ins Bild. im Hintergrund steht ein echter Eisberg. Daneben liegen weitere Findlinge.
Kinder, Kinder, schaut einmal: Für sich genommen sind Findlinge ganz schön große Steine, oder?
Ein Kind steht vor einer blauen Wand und schaut unter eine Textklappe.
Gemessen an einem 3.000 Meter dicken Gletscher ist ein Findling jedoch – klein wie ein Staubkorn!
Ein Bildschirm. Eine Animation zeigt, wie eine Spinne ihr Netz spinnt.
Die Ausstellung macht auch Unsichtbares sichtbar. Zum Beispiel, wie eine Spinne ihr Netz spinnt. Eine Kreuzspinne benötigt dafür 40 Minuten. Die Fäden sind dünner als menschliches Haar, bezogen auf ihr Gewicht aber viermal belastbarer als Stahl.
In einer Wand befinden sich Mäusegänge. Ihr Verlauf wird durch eine in die Wand gelassene Glasscheibe sichtbar. Die Scheibe hat auch die Form eines Mäusegangs.
Hallo Waldmaus! Hier schauen (nicht nur) Kinder neugierig in die Gänge. Diese sind gerade so breit, dass die Tiere gut durchschlüpfen können. Keine Mäuse in Sicht? Hinter der Wand versteckt sich ein Gehege, in das sie sich zurückziehen können.
An einem Kreidehang stehen Buchen.
Der Nationalpark Jasmund ist zu 80 Prozent mit Buchenwäldern bedeckt. Seit 2011 sind sie Teil des Unesco-Welterbes. Weshalb sie auch im Kreideboden gut Halt finden? Die Antwort...
Ein Ausstellungsraum. Seine Wände und Decken sehen aus wie unter der Erde. An der Decke hängen Wurzeln.
... liegt in ihren Wurzeln. Diese sind zwar nicht tief, verzweigen sich aber weit in dichtem Geflecht und halten so die Buchen auch in mürben Böden fest.
Auf einem lila Untergrund werden Wasserläufer eingeblendet. Davor steht ein Schild mit der Aufschrift: „Versuchen Sie, den Wasserläufer zu berühren!“
Nur keine Berührungsangst: Anfassen und ausprobieren sind in der Erlebnisausstellung ausdrücklich erlaubt!
An einer roten Wand hängen viele Bilderrahmen. In den Rahmen befinden sich Fotos oder Zeichnungen von Tieren. Die Rahmen sind schwarz, silber und golden.
Neu in der Ausstellung: die Galerie der Vielfalt. Tiere in schwarzen Rahmen sind bereits ausgestorben, in goldener Einfassung vom Aussterben bedroht.
Auf einem runden, roten Tisch liegen Beispiele für Bernstein, Feuerstein, Phosphor, Granit, Federn und Fischernetze. An der Wand hängt eine Tapete mit großen Steinen, die im Wasser liegen.
Wie sieht Bernstein aus? Warum kann man ihn leicht mit Phosphor verwechseln? Wie fühlt sich eine Feder an? Und wie ein Fischernetz? Wer sich den roten Tisch entlang tastet, findet Antworten.
An einer lila Wand hängen viele beleuchtet Schaukästen mit Naturbildern. Im Vordergrund steht ein großer Globus.
Bundesweit gibt es 16 Nationalparks. Drei davon liegen in MV. Der Nationalpark Jasmund ist rund 3000 Hektar groß – und damit der kleinste in Deutschland.