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20.06.2021, 11:00 - 17:00 Uhr, Kulturhaus Mestlin, Marx Engels Platz 1, 19374 Mestlin in Mestlin

Kunstlandschaft 10 BEDARFSHALTESTELLE

Mit der Ausstellung Kunstlandschaft 10 BEDARFSHALTESTELLE vom 23.05. – 20.06.2021 feiert die Ausstellungsreihe im Kulturhaus Mestlin ihr 10-jähriges Jubiläum.

Die 21 teilnehmenden Künstler*innen wurden angehalten, sich anhand des Titels BEDARFSHALTESTELLE mit unseren Bedarfen, Haltepunkten und Entscheidungsangeboten auseinanderzusetzen sowie mit den soziokulturellen und sozioökonomischen Topoi und Setzungen ländlicher Regionen. Sie zeigen Bedarfe auf, hinterfragen sie, spüren ihnen nach und halten sie in künstlerischen Ansätzen fest.

Es werden (junge) zeitgenössische künstlerische Positionen aus Mecklenburg-Vorpommern und anderen Teilen Deutschlands präsentiert:

Karen Clasen, Lena Biesalski, Martha Damus, Chiara Dazi, Dana Engfer, Bernd Engler, Sarah...

Die 21 teilnehmenden Künstler*innen wurden angehalten, sich anhand des Titels BEDARFSHALTESTELLE mit unseren Bedarfen, Haltepunkten und Entscheidungsangeboten auseinanderzusetzen sowie mit den soziokulturellen und sozioökonomischen Topoi und Setzungen ländlicher Regionen. Sie zeigen Bedarfe auf, hinterfragen sie, spüren ihnen nach und halten sie in künstlerischen Ansätzen fest.

Es werden (junge) zeitgenössische künstlerische Positionen aus Mecklenburg-Vorpommern und anderen Teilen Deutschlands präsentiert:

Karen Clasen, Lena Biesalski, Martha Damus, Chiara Dazi, Dana Engfer, Bernd Engler, Sarah Fischer, forschungsgruppe kunst, Anett Frontzek, Susanne Gabler, Christoph Knitter, Anne Lengink, Ulf Michaelis, Ulrike Mundt, Thomas Sander, Sandra Schmedemann, Cindy Schmid, Christian Schönwälder, Andre van Uehm, Anne von Westphalen, Tanja Zimmermann


THEMA

„Zum Aussteigen bitte die Haltewunschtaste betätigen.“ Wie verlockend es ist, den angebotenen Knopf zu drücken, und was folgt, ist die Erfüllung eines Bedürfnisses in Echtzeit? Utopischer Traum, dystopische Projektion oder gängige Realität? Die Angebotesind mannigfaltig: Stopp-Taster für unseren Haltewunsch, Buttons mit der Aufschrift „Sofort kaufen“ im Online-Shop, swipe right - swipe left bei der Partnerwahl. In der vermeintlich freien Wahl folgen wir Anweisungen und Beschilderungen im Dienste reibungsloser Abläufe und zu unserer eigenen „Sicherheit“. Wir fügen uns in eine Ordnung, die unsere Gesellschaft zusammenhält. Ein soziales Gefüge aus Halt, Struktur und Gemeinschaft, in dem wir eine Position einnehmen oder anstreben, welche unseren Status und somit unser weiteres Leben bestimmt. Wir sind froh über jeden Knopf, den wird rücken können. Ein simpler Stellvertreter für Einfluss und die Disposition zur Entscheidung. Der Determinismus und die bereits festgelegte Reichweite, die diesen Entscheidungsangeboten eingeschrieben sind, sollten jedoch Anlass genug sein, den Stopp-Taster nicht zu drücken und dennoch innezuhalten, um einen dringenden Bedarfshalteinzulegen. Angebotsverzicht als Freiheitsgewinn. Es sind die Möglichkeiten, die Folgenschwereeiner eigenverantwortlichen Entscheidung, welche Zweifel und Ängste mit sich bringen – der Blick auf einen ungewissen Horizont und in eine unbestimmte Zukunft. Wo und wann wollen wir anhalten? Was ist der richtige Halt? Wo ist mein Platz? Das Anhalten und insbesondere das Aussteigen sind alles andere als leicht, wenn die Alternative, ein Leben zwischen indoktrinierten wie auch selbstgewählten Zwängen und verlockend einfachen Entscheidungen und Gewissheiten, uns lockt. Treffpunkt Bedarfshaltestelle: „Abgehängtes Leben in strukturschwachen Räumen“. Bedürfnisse, empfunden als Defizite, bestimmen in weiten Teilen den Alltag in so umschriebenen Regionen unseres heimischen Bundeslandes. Der Gedanke liegt nahe: Wie schön wäre es, wenn man die Erfüllung dieser Bedürfnisse jederzeit mit einem Taster einfordern könnte? Der Taster als Problem löser und Erfüllungsgehilfe unserer Wünsche. Drücken wir ihn, fühlen wir uns als Handelnde*r. Nichtsdestotrotz bewegen wir uns auf vorgegeben Pfaden. Dabei steht es uns frei, diese an jeder beliebigen Stelle zu verlassen, schwierigere Passagen einzuschlagen, ungeplante Stopps einzulegen und uns dem Unvorhergesehen preiszugeben. Der Wechsel der Perspektive, der Blick von einer anderen Warte, einem anderen Standpunkt aus, verändert in der Konsequenz das Betrachtete und erlaubt uns das eigenverantwortliche Ertasten grundlegender Bedürfnisse. Nächste Station „Bedarfshalt“. Zum Aussteigen bitte die Haltewunschtaste betätigen.“

  • 20.06.2021, 11:00 - 17:00 Uhr

    • So 23.05.2021 11:00 - 17:00
    • Mo 24.05.2021 11:00 - 17:00
    • Sa 29.05.2021 11:00 - 17:00
    • So 30.05.2021 11:00 - 17:00
    • Sa 05.06.2021 11:00 - 17:00
    • So 06.06.2021 11:00 - 17:00
    • Sa 12.06.2021 11:00 - 17:00
    • So 13.06.2021 11:00 - 17:00
    • Sa 19.06.2021 11:00 - 17:00
    • So 20.06.2021 11:00 - 17:00

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Marx-Engels-Platz 5
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