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19.09.2019, 19:00 - 21:00 Uhr, Pommersches Landesmuseum Greifswald, Rakower Str. 9, 17489 Greifswald in Greifswald

Ernst Moritz Arndt in seiner Zeit. Pommern vor, während und nach der napoleonischen Besetzung

Jahrestagung der Historischen Kommission für Pommern in Verbindung mit dem Pommerschen Landesmuseum

Ernst Moritz Arndt in seiner Zeit.
Pommern vor, während und nach der napoleonischen Besetzung

 

Jahrestagung der Historischen Kommission für Pommern
in Verbindung mit dem Pommerschen Landesmuseum

 

Termin: 19.–21. September 2019

Tagungsort: Pommersches Landesmuseum Greifswald

 

1769, also vor 250 Jahren, wurde Ernst Moritz Arndt auf der Insel Rügen geboren. Die Historische Kommission für Pommern nimmt gemeinsam mit dem Pommerschen Landesmus...

Ernst Moritz Arndt in seiner Zeit.
Pommern vor, während und nach der napoleonischen Besetzung

 

Jahrestagung der Historischen Kommission für Pommern
in Verbindung mit dem Pommerschen Landesmuseum

 

Termin: 19.–21. September 2019

Tagungsort: Pommersches Landesmuseum Greifswald

 

1769, also vor 250 Jahren, wurde Ernst Moritz Arndt auf der Insel Rügen geboren. Die Historische Kommission für Pommern nimmt gemeinsam mit dem Pommerschen Landesmuseum in Greifswald dieses Jubiläum zum Anlaß, um die Situation in Pommern und im Ostseeraum in den Jahren vor, während und nach der französischen Besetzung zu beleuchten sowie die Einflüsse zu analysieren, denen Arndt und seine Zeitgenossen ausgesetzt waren.

Dabei wird der grundlegende gesellschaftliche und politische Wandel, der sich in der Zeit der napoleonischen Kriege in ganz Europa vollzog, aus verschiedenen Perspektiven ausgeleuchtet. Die politischen und militärischen Auseinandersetzungen, die Schweden, zu dessen politischem Herrschaftsbereich Pommern bis 1815 gehörte, und Preußen mit dem expandierenden französischen Kaisertum zwischen 1806/07 und 1815 führten, prägten weit über das 19. Jahrhundert hinaus das Bild von Freund und Feind in den Dörfern und Städten entlang der südlichen Ostseeküste. Die Impulse für die Entstehung des deutschen Nationalstaats, die u.a. mit der Romantik auch von Pommern ausgingen, sind ohne die Berücksichtigung der krisenhaften Zustände jener Jahrzehnte nicht zu verstehen.

Diese Bedingungen und Zustände prägten auch das Werk Ernst Moritz Arndts. Seine Auffassungen von Staat, Nation, Individuum, politischer Teilhabe der Bürger und individueller Freiheit speisten sich aus fundamentalen Ideen der Aufklärung des 18. und der frühen Romantik des 19. Jahrhunderts. Sie waren von zum Teil so gegensätzlichen Denkern wie Rousseau, Herder, den Schlegels oder Fichte inspiriert. Aus ihnen erwuchs die Kritik an der kulturellen und politischen Vorherrschaft Frankreichs in Europa, die sich im Gefolge der imperialen Politik Napoleons radikalisierte. Aus ihnen erwächst die Forderung unteilbarer individueller und bürgerlicher Freiheit und Menschenrechte. Aus ihnen erwächst auch die Idee der nationalen Einheit in einer allgemein respektierten Mannigfaltigkeit, zu deren Konsolidierung und Erhaltung Arndt die Betonung kultureller und sprachlicher Besonderheiten forderte. Einige seiner Vorstellungen gehören restlos der Vergangenheit an, andere hatten ihre Zeit, manche sind aktuell, wie das kulturprägende Gedankengut von Romantik und Aufklärung überhaupt. Das schriftstellerische Gesamtwerk Arndts verdient unter manchen Aspekten eine kritische Würdigung, die hier anhand von Kernthemen des Arndt’schen Werkes verfolgt und diskutiert werden sollen: Nation, Verfassung, Glaube und Kultur.

Ziel dieser Tagung ist es, ein umfassendes Bild der Persönlichkeit Arndts und seiner Zeit zu zeichnen, dabei aktuelle Forschungen aus verschiedenen historischen Disziplinen einzubeziehen und die Quellensituation im Ostseeraum zu beleuchten. Die Diskussion soll genutzt werden, um Desiderate der historischen Forschung deutlicher ansprechen zu können. Dazu wird die biographische Perspektive, auch in ihren regionalen Bedingtheiten, um eine europäische Perspektive ergänzt.

Die Tagung und die mit ihr verbundene Exkursion zu historischen Orten sind öffentlich. Sie richten sich sowohl an die Mitglieder der Historischen Kommission für Pommern als auch an eine breitere interessierte Öffentlichkeit.


Organisation und Anmeldung

Tagungsort: Pommersches Landesmuseum Greifswald, Rakower Straße 9, 17489 Greifswald. www.pommersches-landesmuseum.de

Anmeldung bis zum 31.08.2019: info@pommersches-landesmuseum.de, 03834-831229


Pommersches Landesmuseum

Im Pommerschen Landesmuseum werden 14.000 Jahre Geschichte der Region lebendig. Die Galerie zeigt u.a. Originale von Caspar David Friedrich.

Details

Partner

Historische Kommission für Pommern