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Uraufführung in Schwerin

Das Große Haus im Mecklenburgischen Staatstheater verwandelt sich in eine Weidelandschaft, in der die Besucher Platz nehmen. Die Bühne wird zum Wald, dessen Tiefen ergründet werden sollen. Am Freitag feiert die Oper „Wölfe” ihre Premiere in Schwerin. Eine Uraufführung.

Wer hat Angst vorm bösen Wolf? Die aktuell 15 Rudel in MV lösen emotionale Debatten aus. Aus zahlreichen Interviews mit Wolfsexpert/innen, Schäfer/innen, Menschen aus dem Forst- und Jagdwesen, Politiker/innen und Aktivist/innen hat Nina Gühlstorff ein dokumentarisches Libretto collagiert, das authentische Stimmen, Mythos und Volksmärchen verknüpft. Die estnische Komponistin Helena Tulve entführt die Zuhörer/innen mit ihren von der Natur inspirierten Klangräumen in die Tiefe des Waldes.

Das dokumentarische Musiktheater „Wölfe“ist ein Auftragswerk des Mecklenburgischen Staatstheaters, finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung. Am Mittwoch fand die Hauptprobe im Großen Haus statt, während vor dem Staatsheater auf dem Alten Garten rund 30 Schafe grasten. Sie sind Teil der Inszenierung und sollen die Besucher vor den Aufführungen auf das drinnen verhandelte Streitthema einstimmen. Die zuständige Amtstierärztin genehmigte die Anwesenheit der Tiere zu den sieben Vorstellungen vor dem Theater, wie eine Theatersprecherin sagte.

www.mecklenburgisches-staatstheater.de