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Alternativplan für die Festspiele MV

Die Residenz von Martynas Levickis als Preisträger in Residence wird im Jahr 2023 nachgeholt.

Die Festspiele MV werden sich im Jubiläumsjahr anders präsentieren als vorgesehen. Bis 31. August finden keine Konzerte vor größerem Publikum statt. Unter dem Motto „30 Mal anders” soll es trotzdem verschiedene Angebote geben. Erstmals ist zudem ein Festspielwinter geplant.

Wegen der Corona-Pandemie müssen die Festspiele ihr umfangreiches Programm massiv kürzen. Die Gesundheit der Künstler, des Teams und der Gäste habe Vorrang, sagte Intendant Markus Fein. In einer am Freitag verbreiteten Videobotschaft bat er um Verständnis für die Absage der Konzerte und Veranstaltungen, für die bereits ein Großteil der Karten verkauft worden war. Doch werde es auch im Sommer Konzerte geben, jedoch kleiner und zum Teil als Livestream im Internet. „Auf keinen Fall werden wir den Festivaljahrgang 2020 sang- und klanglos ausfallen lassen”, so Fein.

Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern sollten am 13. Juni mit einem Konzert in Neubrandenburg beginnen. Stattdessen wird es zum Auftakt ein digitales Festspielwochenende geben mit Livekonzerten, Grußbotschaften, Gesprächen und Aufnahmen aus 30 Jahren. 

In den darauf folgenden Wochen soll es dann - in Absprache mit den Gesundheitsbehörden - rund 30 Konzerte im kleineren Rahmen geben. Der genaue Veranstaltungsplan werde Anfang Juni bekannt gegeben, kündigte Fein an. Er appellierte an Sponsoren und Förderer, ihre Beiträge zu erhöhen, und an Kartenbesitzer, zumindest teilweise auf eine Rückerstattung zu verzichten. „Sie tragen ganz wesentlich dazu bei, dass es die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern auch in der Zukunft geben kann.” Das durch die Corona-Krise verursachte Finanzloch bezifferte er mit etwa einer Million Euro.

Erstmals in ihrer 30-jährigen Geschichte werden die Festspiele MV einen Festspielwinter veranstalten. Zu den geplanten Advents- und Neujahrskonzerten kommen neue, zusätzliche Termine hinzu, „für die Weltstars wie Rudolf Buchinder, Iveta Apkalna und Martynas Levickis gewonnen werden konnten”, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Vorverkaufsstart sei für 4. September geplant.

Zudem können einige der geplanten Konzerte in den Festspielsommer 2021 verschoben werden, darunter Projekte wie das geplante Konzert im Ostseestadion und die Konzerte von Ute Lemper oder Ulrich Tukur. Die Residenz von Martynas Levickis als Preisträger in Residence wird im Jahr 2023 nachgeholt.

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