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Musik, Kunst, Literatur in Greifswald

Der Nordische Klang geht in eine neue Runde. Die 31. Auflage des Festivals bringt bis 15. Mai ein volles Programm nach Greifswald. Hier ein Auszug.

Eine Vielzahl von Künstlerinnen und Künstlern aus den Ländern Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark und Estland wollen in Konzerten, bei Ausstellungen, Lesungen und weiteren Veranstaltungen die Kulturen des nordeuropäischen Raums präsentieren.

Die ersten zwei Acts, die das Festival am Freitag (6.5.) eröffnen, stammen aus Norwegen. Three Souls möchten, inspiriert von den Groove Roots der 70er, den Innenhof des Universitätshauptgebäudes mit detailreichem, rythmisch-funkigem Groove füllen. Die Band ISÁK spielt urbanen Pop. Die englischen und samischen Texte von Frontfrau und Aktivistin Ella Marie Hætta Isaksen drehen sich um Klima, Umwelt und Rassismus. Mit Isabel Sörling kommt die schwedische „Janis Joplin des Jazz“ (Stimme des Jahres 2021 bei den Victoires du Jazz) mit ihrer Pariser Band nach Greifswald, gefolgt von D’Sound (N), die mittlerweile seit 25 Jahren mit ihrer Mischung aus Acid Jazz, Soul, R&B, Funk, Pop und Drum `n` Bass international die Clubs füllen. Abgeschlossen wird das erste Festivalwochenende u.a. von Robert Zetterqvist & Quasimondo und Birdpeople aus Åland mit einem Abend voller Fusion Jazz und Alternative Pop/Scandinavian Kraut.

Weiter im Programm geht es mit Stringflip (DK), die zeitgenössischen Nordic & Celtic Folk auf die Bühne bringen. Mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum war das Streichquartett 2021 bei den Danish Music Awards nominiert. Wundervoll emotional wird es mit Happy Heartaches (S), die die Konzertgäste mit flotten und sentimentalen Bluegrasssongs über Herz, Schmerz, Lust und Leid fesseln.

Die Jazz-Nacht im Greifswalder Theater leitet das zweite und letzte Wochenende des Festivals ein. Neben dem Septett Östgötabandet (S), das Kompositionen des bei uns für seine Musik zu den Astrid Lindgren-Verfilmungen berühmten Jazzmusikers Georg Riedel performen wird, treten OTOOTO (DK) auf. Das dänische Quintett spielt Indie Jazz mit Neosoul/R&B-Groove Elementen.

Gleich drei Acts aus dem Norden Europas kann das Publikum beim Abschlussfest am Samstag (14.5.) erleben. Whatclub, Mall Girl und Lexsoul Dancemachine. Auch ein gemeinsames Konzert der Musikschulen der Partnerstädte Greifswald und Lund findet statt und das UniversitätsSinfonieOrchester Greifswald unter Leitung von UMD Harald Braun spielt ein finnisches Konzert u.a. mit der 2. Sinfonie von Jean Sibelius im Greifswalder Dom.

Neben diesen Konzerten gibt es Lesungen, Ausstellungen, Podiums- und Kinoveranstaltungen. Jana Semrau (D) zum Beispiel zeigt in ihrer Ausstellung Nocturne Bildkunst zu Edith Södergrans modernistischer finnlandschwedischer Lyrik aus den 1910ern. Und in der Museumswerft im Greifswalder Hafen präsentiert Übersetzer Stefan Moster den Roman „Im Saal von Alasto” des finnischen Autors Volter Kilpi.

Infos, Programm und Tickets: www.nordischerklang.de