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Alexej Gerassimez, Preisträger in Residence 2017

Sommer, Sonne, Festspiele!

Ein politisches Festival – nein, das seien die Festspiele MV beileibe nicht, betont Intendant Markus Fein. Vielleicht können sie in schwierigen Zeiten wie diesen aber doch so etwas sein wie ein „geistiger, kultureller Kitt“, sagte er am Mittwoch bei der Vorstellung des Festspiel-Sommerprogramms. „Ich verspreche Ihnen jedenfalls: Bei uns gibt es keine Fake News, sondern real music.“ Wann geht’s los? Wer ist mit dabei? Und was ist neu? Hier sind die wichtigsten Infos auf einen Blick.

Wann geht’s los?
Der Festspielsommer beginnt am 17. Juni. Bis zum 15. September stehen mehr als 130 Konzerte auf dem Programm.

Wer ist mit dabei?
Große Namen wie Janine Jansen, Julia Fischer, Mitsuko Uchida, Herbert Blomstedt, Gustavo Dudamel, Ute Lemper und Götz Alsmann, zum Beispiel. Dazu die Berliner Philharmoniker, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, das NDR Elbphilharmonie Orchester, das Colombian Youth Philharmonic Orchestra, die Wiener Sängerknaben sowie Talente aus aller Welt.

Was sind die ungewöhnlichsten Spielorte?
Der Flugzeugshelter in Laage, das Liebherr-Werk für maritime Kräne in Rostock, der ehemalige Volkseigene Betrieb Reparaturwerk Neubrandenburg und der Forst Jasnitz. Sie sind wie geschaffen für einen „unerhörten Ort“. Jener Konzertreihe, in der den Festspielen MV die Räume nicht ungewöhnlich genug sein können. Hinzu kommen Konzerte in der Alten Gießerei in Neubrandenburg, in der Produktionshalle der Mecklenburger Metallguss GmbH in Waren (Müritz) und im Lokschuppen in Pasewalk.

Was ist neu?

Die Inselmusik
Erstmalig feiern die Festspiele auf Rügen ein „Festival im Festival“: Drei Tage lang (13. bis 15. September) rückt das Streichquartettfest diese Gattung der Kammermusik in den Fokus.

Das Kinderprogramm
Mäck und Pomm, ein entdeckerfreudiges Geschwisterpärchen, nehmen die jüngsten Besucher mit auf eine musikalische Reise zu sechs Kinderveranstaltungen: Kinder- und Familienfest (18.6.), Orchesterkarussell (16.7.), Daniel und die Zauberfiedel (6.8.), Ihr mittendrin! (16.8.) und Spurensuche: Kommissarin Flunke und die Schurken (13., 14. und 15.9.). Außerdem werden bei ausgewählten Konzerten eine Kinderbetreuung angeboten.

Stars im Dorf
So heißt der Wettbewerb, bei dem erstmals Dörfer aufgerufen waren, sich als Gastgeber für ein Festspielkonzert zu bewerben. 39 Orte haben mitgemacht. Gewonnen hat Salow (Gemeinde Datzetal/Landkreis Mecklenburgische Seenplatte“: Am 27.7. spielt dort das Fauré Quartett.

Der Pavillon Mittelalter
Das Vokalensemble amarcord gibt den Besuchern Einblicke in damalige Musikhandschriften, das Kloster- und Musikleben und die Einflüsse auf die nachfolgenden Epochen (18.08. Greifswald, 19.08. Güstrow, 20.08. Zarrentin).

Wer ist Preisträger in Residence?
Der Schlagzeuger Alexej Gerassimez. Ihm gehören gleich die ersten Töne des Festspielsommers: Bevor beim Eröffnungskonzert (17.6.) die NDR Radiophilharmonie die Georgenkirche in Wismar betritt, spielt er die von ihm komponierte Festspiel-Ouvertüre. Insgesamt wird er mit 24 Konzerten zu erleben sein. Zum Beispiel mit seiner multimedialen Soloperformance „Rhytholution“ (21.06./14.07.), den Programmen, die er für die Reihe „Unerhörte Orte“ kreiert hat, und dem Percussionfestival „360° Schlagzeug“ (08. bis 10.09.).

Was sind Ihre ganz persönlichen Festspiel-Tipps, Herr Fein?
"Die Berliner Philharmoniker. Das Fahrradkonzert. Die Lange Nacht mit Daniel Hope. Die Orgeleinweihung in Neubrandenburg. Und die 24 Konzerte mit Alexej Gerassimez, dem Preisträger in Residence."

Wo gibt’s die Karten?
Unter www.festspiele-mv.de, über das Kartentelefon 0385 5918585 und an den Vorverkaufskassen. Angebote für hör-, seh- und gehbehinderte Menschen finden sich unter www.festspiele-mv.de/barrierefrei.

Und nach dem Festspielsommer?
Da geht es vom 30. November bis 7. Januar mit den Advents- und Neujahrskonzerten weiter.

Stand: 22. Februar 2017

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