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Das Jahresprogramm der Festspiele MV

Emmanuel Tjeknavorian, Preisträger in Residence

Max Herre mit MIKIs Takeover! Ensemble. Stars der Klassik wie Daniel Müller-Schott oder Harriet Krijgh. Das BBC Symphony Orchestra. Dazu der Geiger und Dirigent Emmanuel Tjeknavorian als Preisträger in Residence. Die Festspiele MV haben ihr Programm für 2022 vorgestellt.

Mit 141 Konzerten an 60 Orten verwandeln die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern vom 18. Juni bis 18. September 2022 das ganze Bundesland in einen Klangraum, der zum Entdecken und Verweilen einlädt. Zahlreiche Premieren wie Max Herre zusammen mit MIKIs Takeover! Ensemble, Max Mutzke zusammen mit der SWR Big Band, Hauschka und das Michael Wollny Trio sowie Stars der Klassik wie Daniel Müller-Schott, Harriet Krijgh, Lucas und Arthur Jussen sowie Kit Armstrong, internationale Klangkörper wie das BBC Symphony Orchestra, das Konzerthausorchester Berlin, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen oder die Kammerakademie Potsdam sind ebenso zu erleben wie vielversprechende Musiktalente aus aller Welt. Der gefeierte Geiger und Dirigent Emmanuel Tjeknavorian prägt zudem als Preisträger in Residence den Festspielsommer in 24 Konzerten.

Neben dem Kinder- und Familienprogramm „Mäck & Pomm” sind erfolgreiche Reihen wie die „Bothmer-Musik” und die „Landpartien” weiterhin Bestandteil des Programms. Weitere Höhepunkte sind der „Mythos Mozart-Geige” auf Schloss Ulrichshusen, das neue Format „Grenzgänge” mit Blick auf die junge Jazzszene und das Detect Classic Festival, das ein junges Publikum auf eine Reise in die musikalische Zukunft jenseits von Grenzen und Genres nach Bröllin einlädt. Das Programm umfasst auch die Konzerte des Festspielwinters, der vom 30. November 2022 bis 8. Januar 2023 stattfinden wird.

Ab Donnerstag 11 Uhr läuft der Vorverkauf für die in dem Jahresprogramm neu veröffentlichten Veranstaltungen des Sommers und des Winters 2022/23 — unter www.festspiele-mv.de, über das Kartentelefon 0385 5918585 und an den Vorverkaufskassen.

Hintergründe

Preisträger in Residence Emmanuel Tjeknavorian

Als Preisträger in Residence prägt der österreichische Geiger und Dirigent Emmanuel Tjeknavorian den Festspielsommer in 24 Veranstaltungen und Konzerten. Zusammen mit engen Freundinnen und Freunden und alten Bekannten wie Klarinettist Matthias Schorn, Geiger Benjamin Schmid, Cellist Florian Eggner und Kontrabassist Georg Breinschmid, bei intimer Kammermusik oder großen Orchesterkonzerten mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin, der NDR Radiophilharmonie oder dem ensemble reflektor präsentiert Emmanuel Tjeknavorian die ganze Bandbreite seines Könnens — als Geiger aber auch als Dirigent. Besonderer Höhepunkt ist das Wochenende „Mythos Mozart-Geige”: Hier holt Tjeknavorian zum ersten Mal eine von Mozart selbst gespielte Violine nach Mecklenburg-Vorpommern und präsentiert diese auf Schloss Ulrichshusen.

Premieren und erfolgreiche Neuauflagen im Festspielprogramm

Der Festspielsommer 2022 lädt zu vielseitigen Premieren und Veranstaltungsformaten ein. In Künstler- und Expertengesprächen, Seminaren und Führungen wagt das Publikum den Blick hinter die Musik. Das Wochenende „Im Walde” auf Schloss Ulrichshusen steht ganz im Zeichen der Natur. Geigerin Patricia Kopatchinskaja zeigt hier zusammen mit dem Ensemble Resonanz ihre facettenreiche Auseinandersetzung mit Natur und Musik. Das Detect Classic Festivals zeigt auf dem Gelände des Schlosses Bröllin zum dritten Mal neue Dimensionen der Klassik auf. Musiker und Musikerinnen wie Anastasia Kobekina, Lucrecia Dalt und Hauschka sowie Ensembles wie die junge norddeutsche philharmonie, MIKIs Takeover!  Ensemble zusammen mit Max Herre, das Michael Wollny Trio oder auch die SWR Big Band zusammen mit Max Mutzke brechen die Grenzen der klassischen Musik auf. Das neue Format „Grenzgänge” wirft Licht auf Talente der jungen deutschen Jazzszene wie Pianistin Johanna Summer, Cellistin Marie Spaemann und Akkordeonist Christian Bakanic oder auch The Jakob Manz Projekt, die die Vielfalt ihres Genres präsentieren.

Weltstars der Klassik und internationale Spitzenorchester

Auch 2022 bringen die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern wieder internationales Flair und große Orchester aus aller Welt ins ganze Land. Das BBC Symphony Orchestra und der gefeierte Cellist Daniel Müller-Schott begeistern in Redefin. Auch das Klavierduo Lucas und Arthur Jussen wird zusammen mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen das Landgestüt zur Bühne machen. Für Beethovens Tripelkonzert kommt Preisträger in Residence Emmanuel Tjeknavorian mit dem Konzerthausorchester Berlin sowie zwei weiteren bekannten Festspielgesichtern, Cellistin Harriet Krijgh und Pianist Kit Armstrong, nach Redefin.

Stars von morgen sowie junge Zuhörer und Zuhörerinnen

Bei der „Bothmer-Musik — Das Kammermusikfest der Jungen Elite” verwandelt sich alljährlich die Schlossanlage in Klütz in eine Probenwerkstatt für die Stars von morgen. An drei Tagen ist das Publikum unmittelbar dabei, wenn internationale Nachwuchsmusikerinnen und -musiker gemeinsam proben und musizieren, neue Werke erarbeiten und sie in Kammermusikkonzerten präsentieren. Bei den Konzerten sind Musiktalente aus der ganzen Welt zu erleben, die mit ersten großen Auftritten beweisen, dass ihnen ein Platz zwischen den großen Namen der Szene gebührt. Darüber hinaus sind die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern jährlich auf der Suche nach herausragenden Nachwuchsmusikerinnen und -musikern, die mit dem NORDMETALL-Ensemblepreis, dem WEMAG-Solistenpreis oder dem Publikumspreis, ermöglicht durch das „C. F. Holtmann-Stipendium”, ausgezeichnet werden. Den neuen Preistragenden werden 2022 erstmals gebündelt an einem Wochenende Anfang September ihre Preise verliehen. Für das jüngste Publikum und Familien bietet das Kinder- und Familienprogramm Mäck & Pomm eigene Konzerte. Höhepunkte sind das Kinder- und Familienfest in Hasenwinkel, Malte Arkonas musikalische Reise ins Museum und Die Strottern, die Wiens Musikgeschichte mit Walzern, Märschen sowie Wiener Liedern erzählen. Bei den Orchesterkonzerten in Redefin haben die kleinen Gäste bei der Kinderbetreuung ihr eigenes Programm.

Musik unter freiem Himmel

Die schönsten Schlossgärten und Parkanlagen des Landes locken zu den abwechslungsreichen Open-Air-Konzerten der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: Im Schlosspark Fleesensee gibt Sänger Max Mutzke zusammen mit der SWR Big Band eigene Hits sowie Soul- oder Pop-Klassiker zum Besten, beim traditionellen Konzert im Park von Schloss Bothmer entzünden Emmanuel Tjeknavorian als Dirigent und Matthias Schorn mit der Kammerakademie Potsdam ein musikalisches Feuerwerk, und Fans der Wiener Musik kommen im Schlosspark Schwiessel bei Den Strottern und Matthias Schorn auf ihre Kosten. Bei „Genesis of Percussion” verwandelt Alexej Gerassimez zusammen mit vier weiteren Perkussionisten den Schlosshof Bleckede in eine rhythmische Klangwelt. Weniger musikalisch, aber nicht weniger unterhaltsam geht es beim Kleinen Fest im großen Park in Ludwigslust mit Artistik, Akrobatik, Kabarett und Puppenspiel zu, das erstmals am Samstagabend sowie Sonntagnachmittag stattfinden wird.

Musikalische Entdeckungsreisen

Die „Landpartien” entführen das Publikum mit musikalischem Konzertgenuss an malerische Orte im ganzen Land. Liebevoll gestaltete Rahmenprogramme vor den abendlichen Konzerten geben immer wieder neue Einblicke in die Region abseits der Touristenpfade. Dabei lernen die Besucher und Besucherinnen den Bahnhof in Schwichtenberg, einen alten Kuhstall der LPG Konau 25, den Wald rund um Nossentin, das Schloss Gadebusch, das Dorf Alt Rehse und die Schlossanlage Broock neu kennen. In der Reihe „Musik aus MV“ spielen Musizierende aus Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit internationalen Stars und zeigen die lebendige Musikwelt des Landes, darunter die Norddeutsche Philharmonie Rostock, die junge norddeutsche philharmonie und das Landesjugendjazzorchester Mecklenburg-Vorpommern. Auf Rügen steht im Spätsommer die Kammermusik im Fokus: Bei der Inselmusik präsentieren das Eliot Quartett, das Gildas Quartet sowie das Simply Quartet die Vielfalt des Streichquartetts.

Festspielwinter

Auch für die Advents- und Neujahrskonzerte, die letztes Jahr erstmals zum Festspielwinter zusammengefasst wurden, startet der Vorverkauf. Zum Auftakt lädt der Geiger Stephen Waarts gemeinsam mit der Cellistin Ella van Poucke und dem Pianisten Yannick Rafalimanana nach Schwiessel, ehe das Publikum von der Cellistin Anastasia Kobekina an drei Tagen in die Atmosphäre der russischen Weihnacht entführt wird. Auch Organistin Iveta Apkalna wird wieder in der Konzertkirche Neubrandenburg zu hören sein. Außerdem werden Blockflötistin Tabea Debus, Klarinettist Matthias Schorn, Cellist Eckart Runge, das Blechbläserensemble Brasssonanz und Bariton Benjamin Appl erwartet. Musik und Literatur präsentiert Clemens von Ramin gemeinsam mit Sopranistin Nika Gorič und Pianist Frank Dupree. Das Festspieljahr 2023 läuten Lucas und Arthus Jussen ein, die die Remise in Ulrichshusen in winterliche Stimmung versetzen werden. Ihnen zur Seite stehen Geiger Johan Dalene sowie Cellist Andreas Brantelid.

Unterstützer

Partner der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern ist die Sparkassen-Finanzgruppe Mecklenburg-Vorpommern. Hauptsponsoren und -förderer sind die BMW Group als Mobilitätspartner, die NORDMETALL-Stiftung und AIDA Cruises. Ein wichtiger Förderer ist der NDR, der darüber hinaus neben der Ostsee-Zeitung, dem Nordkurier und der Schweriner Volkszeitung Medienpartner ist. Öffentliche Geldgeber sind das Land Mecklenburg-Vorpommern sowie Landkreise, Städte und Kommunen. Rund 200 weitere Sponsoren, Projektpartner, regionale und überregionale Konzert-sponsoren und -unterstützer fördern die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ist Schirmherrin. Außerdem wird das Festival von mehr als 2.000 Festspielfreunden sowie rund 300 Stifterinnen und Stiftern für die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern-Stiftung unterstützt.

Ein herzlicher Dank geht zudem an Prof. Dr. med. Dr. h.c. (mult.) Horst Klinkmann F.R.C.P., der nach langjährigerem und außerordentlichem Engagement als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gGmbH ausgeschieden ist. Als sein Nachfolger fungiert nun Dr. Martin Rethmann.