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Digitales Tagebuch der Rostocker

„Uns geht’s ja noch gold“ – ein häufig gebrauchter Satz von Margarethe Kempowski und (ironischer) Romantitel aus Walter Kempowskis Deutscher Chronik – wäre das Motto der Kempowskitage 2020 gewesen. Rückblicke, der Umgang mit Erinnerungen und Biografien mit Brüchen sollten den thematischen Kern bilden. Dann kam Corona. Das Literaturhaus Rostock möchte das Motto trotzdem aufgreifen ­– und startet daher ein digitales Tagebuch, an dem die Rostocker mitschreiben können.

„Wir alle erleben gerade eine Ausnahmesituation und müssen uns mit ungeahnten Herausforderungen auseinandersetzen, heißt es in einer Pressemitteilung. „Unser Alltag folgt neuen Routinen, unsere Freiheiten sind deutlich spürbar eingeschränkt. Und dennoch gehen wir mit der Situation alle unterschiedlich um, haben nach dem ersten Monat andere Mechanismen und Denkmuster entwickelt und unsere Prioritäten unterschiedlich gelegt.

Gemeinsam – jeder kann mitschreiben

Gemeinsam mit dem Kempowski Archiv Rostock – Ein bürgerliches Haus e.V. beginnt das Literaturhaus jetzt ein digitales Tagebuch unter der Überschrift „Uns geht’s ja noch gold“. Jede(r) kann mitmachen (auch anonym), gefragt sind kurze selbstgeschriebene Texte über den Alltag, über Ängste oder Gedanken zur momentanen Situation. Vorgaben gibt es dafür nicht.

Die Texte können an programmleitung@remove-this.literaturhaus-rostock.de geschickt werden. Exemplarisch soll die Woche vom 13.-19. April 2020 aus möglichst vielen unterschiedlichen Perspektiven abgebildet werden. Wie geht es Rostock gerade? Und was treibt die Menschen in dieser Stadt um? Das Literaturhaus möchte es herausfinden.