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Schloss der Künste

Schloss Ulrichshusen

1562 hat Ulrich von Moltzan mit dem Bau seines Hauses - Plattdeutsch: hus - begonnen. Der Name des Hauses ist heute im ganzen Land bekannt: Ulrichshusen. Seit 1994 ist das Schloss einer der Hauptstandorte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Teil 3 unserer Serie über die Müritz-Region.

Inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte liegt der Ort Ulrichshusen mit nur rund einem Dutzend Häusern. Am Ufer des gleichnamigen See steht eines der bedeutendsten Renaissance-Bauwerke Mecklenburgs - Schloss Ulrichshusen.

Die Zeittafel von Ulrichshusen

1562: Eine ebenso wehrhafte wie repräsentative Anlage im Stil eines festen Hauses entsteht.

1624-1626: Im Dreißigjährigen Krieg zerstört ein großes Feuer die Burg. Bernd-Ludolph von Maltzan, Wallensteins Quartiermeister, baut das Schloss in nur zwei Jahren wieder auf.

1831: Ulrichshusen gelangt aus dem Besitz der Familie von Maltzan durch den Verkauf an die Grafen Hahn aus Basedow.  

1945: Flucht und Vertreibung der damaligen Eigentümer von Ulrichshusen, der Grafen Bassewitz aus Schlitz.   

1987: Ulrichshusen brennt aus bisher ungeklärter Ursache. Bis auf Teile der Außenmauern ist das gesamte innere Gefüge einschließlich des Daches zerstört. Die Gesamtkonstruktion ist stark einsturzgefährdet.  

1993: Kauf durch Helmuth und Alla von Maltzahn und Beginn des Wiederaufbaus. Im darauffolgenden Jahr findet das erste Konzert der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern mit Lord Yehudi Menuhin statt: Die Geburtsstunde des Festspielorts Ulrichshusen.  

2001: Eröffnung des Hotels „Schloss Ulrichshusen” und des Restaurants „Am Burggraben”. Im Anschluss wird der Wiederaufbau des „Gut Ulrichshusen” in Tressow, zirka 2 km entfernt begonnen. Fertigstellung 2012.

Die Geschichte von Ulrichshusen

Nach dem Erwerb und Tausch mehrerer Ländereien zwischen Waren und Teterow durch Familie Maltzan vereinigte Ulrich Moltzan einige Ländereien zu einem Rittergut und ließ 1562 ein Wasserschloss errichten, vermutlich ein eher kleiner Bau im Stil eines festen Hauses. 1624 brannte es zumindest teilweise ab, und Bernd-Ludolph Maltzan baute es binnen zwei Jahren wieder auf, wobei die Anlage vergrößert wurde. 1649 wurde es auf Pfand für 30 Jahre an den schwedischen General Carl Didriksson Ruth verkauft. Von ihm gelangte es an seinen Schwiegersohn J. Ehrenreich von Arnim, von dem es an den Baron Erlenkamp auf Vielist verpfändet wurde. Erst 1742 gelangte es an die auf Rothenmoor ansässige Linie der Maltzahns und 1815 an die Grafen von Maltzan auf Militsch. 1842 wurde es an die Linie Hahn-Basedow verkauft.

Anfang des 20. Jahrhunderts war Ulrichshusen Wohnsitz des deutschen Tennismeisters, des Grafen Viktor Eugen Voß, der in dieser Zeit den Beinamen „der Ulrichshusener” erhielt. Der Graf legte sich am Fuße des Schlosses einen Asphalt-Tennisplatz an, dessen Umrisse noch heute durch den dort kürzeren Grasbewuchs zu erkennen sind. Das Anwesen ging 1929 an die Grafen von Bassewitz-Schlitz. Aus dem Jahr 1930 wird von einem schlechten Bauzustand mit Rissen im Mauerwerk berichtet.

Nach 1945 war das Schloss Flüchtlingsquartier. Es wurde wegen seiner historischen Bedeutung als einziges aus dem Müritzkreis neben dem Gutshaus Ludorf bereits 1946 von der sowjetischen Militäradministration unter Schutz gestellt. Später beherbergte das Schloss einen „Konsum“.

1976 war das Schloss letztmals bewohnt und wurde anschließend dem Verfall preisgegeben und erst 1983 notdürftig gesichert. 1987 brannte das Haupthaus bis auf die Grundmauern ab. Nach der Wiedervereinigung kaufte die Familie von Maltzan die Ruine zurück.

Die gesamte Anlage wurde ab 1993 von Helmuth Freiherr von Maltzahn und seiner Frau Alla in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt restauriert.

Das Torhaus und der Zwischenbau dienen heute als Wohngebäude. Im Haupthaus und in Nebengebäuden begann 2001 der Hotelbetrieb. Dort sind 19 Gästezimmer vorhanden. Der ehemalige Pferdestall beherbergt ein Restaurant. (Quelle: Wikipedia)

Ulrichshusen als Kulturort

Seit 1994 finden im Schlosskomplex Konzertaufführungen im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommerns statt. Unter anderem gastierten dort Yehudi Menuhin, Anne-Sophie Mutter und Igor Oistrach. Die Konzerte finden in der Festspielscheune, dem Saal des Schlosses, der Remise oder unter freiem Himmel statt. Im Sommer gibt es also die Festspiele, im Winter stehen Adventskonzerte auf dem Programm - und das neue Jahr wird mit einem Neujahrskonzert eröffnet.

Ulrichshusen im Kulturportal: hier

 

Kontakt

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