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Beste Chancen für Rostock auf Archäologisches Landesmuseum

Das Gebäude in der August-Bebel-Straße 1
Das Gebäude in der August-Bebel-Straße 1

Neun mögliche Standorte in Mecklenburg-Vorpommern sind unter die Lupe genommen worden. Ergebnis: Rostock bietet die besten Voraussetzungen für ein Archäologisches Landesmuseum. 

Für die Hansestadt sprechen neben der guten Erreichbarkeit und dem hohen Besucherpotenzial als Tourismus-Zentrum vor allem die Nähe zur Universität mit dem neuen Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte, heißt es in einem Gutachten der Beratungsagenturen MuseoConsult und Studio Kernland im Auftrag des Kultusministeriums. Am Donnerstag stellten Minister Mathias Brodkorb (SPD) und MuseoConsult-Geschäftsführerin Ursula Dworak die Ergebnisse vor. Die Hansestadt landete in dem Gutachten deutlich vor Schwerin und Stralsund.

In Rostock könnte laut Dworak das Schifffahrtsmuseum ausgebaut und erweitert werden. Die Stadt hatte es zur unentgeltlichen Nutzung angeboten. „Das Gebäude lässt grundsätzlich eine zeitgemäße, museale Nutzung zu.” Es müsse allerdings saniert und den zeitgemäßen Anforderungen (behindertengerechter Zugang, Brandschutz etc.) angenähert werden, so das Ergebnis eines zweiten Gutachtens. Insgesamt werden die Kosten für das Landesmuseum auf knapp 21 Millionen Euro beziffert. Dafür könnte u.a. auch ein Neubau, eine Art Kubus, entstehen.

Im Standortgutachten wurden die Städte Schwerin, Rostock, Greifswald, Stralsund, Neustrelitz, Putbus, die Gemeinde Bad Kleinen sowie das Tollensetal und der Standort des Archäologischen Freilichtmuseums Groß Raden untersucht.

„Das Ziel des Archäologischen Landesmuseum wird sein, die archäologischen Schätze des Landes möglichst vielen Menschen – Einheimischen und Touristen – zu präsentieren und die Geschichte des Landes erlebbar zu machen“, sagte Brodkorb am Donnerstag. „Wichtig ist, dass das Museum an einem Ort angesiedelt ist, den viele Besucherinnen und Besucher gut erreichen. Das Gutachten bietet eine sehr gute Entscheidungsgrundlage und wurde von international renommierten Museumsexpertinnen erstellt.“

Brodkorb sprach sich dafür aus, die Entscheidung über das Landesmuseum nach der Wahl in den Koalitionsvertrag aufzunehmen. Mit der Eröffnung des Museums rechnet er bis 2020.