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Mehr als 120 Filme in sechs Tagen

Mit Filmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: So startet am 30. April das 29. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin. In vier Wettbewerben sind 47 Filme vertreten. Insgesamt werden mehr als 120 Produktionen in sechs Tagen zu sehen sein.

Zu den 14 Uraufführungen gehört ein autobiografischer Dokumentarfilm des aus Rostock stammenden Schriftstellers Peter Wawerzinek. In „Lievalleen” geht es um seine Kindheit im Heim und die Suche nach seiner Mutter. „Lievalleen” läuft im Dokumentarfilmwettbewerb.

In der Spielfilm-Jury sitzen u.a. die Schauspielerinnen Anna Thalbach und Jutta Hoffmann sowie der Regisseur Wolfgang Fischer, dessen Film „Styx” im Vorjahr den Hauptpreis „Fliegender Ochse” gewonnen hatte. In diesem Wettbewerb sind zehn Streifen am Start, darunter der neue Film von Bernd Böhlich mit dem Titel „Und der Zukunft zugewandt”. Eine Frau kommt in den 1950er Jahren nach langer Haft aus der Sowjetunion in die junge DDR. Dort soll sie über ihre Vergangenheit schweigen. Ebenfalls Deutschlandpremiere hat „Nur eine Frau” von Sherry Hormann über die junge Aynur, die von ihrem Bruder in Berlin auf offener Straße erschossen wird. Der Film greift das Schicksal von Hatun Sürücü auf, die 2005 einem Mord vermeintlich im Namen der Ehre zum Opfer fiel.

Weitere Wettbewerbe des Filmkunstfestes widmen sich dem Kinderfilm und dem Kurzfilm. Gastland ist Irland, aus dem der Eröffnungsfilm „Greta" kommt. Der Psychothriller von Oscar-Preisträger Neil Jordan hat in Schwerin seine Deutschlandpremiere. Präsentiert werden insgesamt 24 aktuelle Lang- und Kurzfilme aus Irland. Zudem gibt es eine Lesung des deutsch-irischen Autoren und Kolumnisten Ralf Sotscheck sowie eine Ausstellung des irischen Fotojournalisten Derek Speirs unter dem Titel „Children”. Das Cork Film Festival ist mit einem Kurzfilmprogramm zu Gast. 

Ehrenpreisträgerin des Festivals ist die Schauspielerin Katharina Thalbach, die mit einer eigenen Filmreihe gewürdigt wird. „Mit ihr ehren wir eine großartige Charakterschauspielerin für ihre schauspielerischen Verdienste um die Filmkultur”, sagt Festivalleiter Volker Kufahl. „Sie haucht sowohl ihren großen als auch den kleinen Rollen eine Lebendigkeit ein, die ihresgleichen sucht. Katharina Thalbach ist eine Künstlerin, die auf eine beein­druckende gesamtdeutsche Karriere auf dem Filmset und auf der Bühne zurückblicken kann.“ 

Im vergangenen Jahr kamen den Angaben zufolge mehr als 18.000 Zuschauer. Damit sei das Filmkunstfest das besucherstärkste Filmfestival in Ostdeutschland, so Kufahl. 

Mehr Infos: www.filmland-mv.de