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Filmförderer freuen sich über spannende Projekte

Hohe Qualität, vielversprechende Ideen, schwere Entscheidung. 37 Projekte stellen sich 2018 bei der Kulturelle Filmförderung MV vor. Sie hoffen auf Förderung ihrer Produktions-, Stoff- und Projektentwicklung. Eine erste Entscheidung wird am 19. April erwartet. 

„Wie schon in der jüngsten Antragsrunde im September 2017 liegen die kalkulierten Gesamtherstellungskosten aller Projekte bei mehr als sechs Millionen Euro. Aktuell wurde Förderung in Höhe von knapp 650.000 Euro beantragt. Dokumentarfilme, Komödien, Kunst- und Animationsfilme sind eingereicht – eine große Anzahl an spannenden Geschichten aus und über Mecklenburg-Vorpommern“, sagt Sabine Matthiesen, Leiterin der hiesigen Filmförderung

Einige der eingereichten Projekte

Produktionsförderung hat Andreas Voigt beantragt, er geht mit GRENZLAND II – als deutsch- polnischer Koproduktion – der Geschichte der Grenze zwischen Polen und Deutschland nach. Schon 1992, kurz nach dem Mauerfall befasste sich der Regisseur mit diesem Thema und will nun mit einem neuen Blick den Grenzverlauf überprüfen.

Für ein Porträt über den Greifswalder Fußballer TONI KROOS möchte die Broadview TV in der Heimat des Sportlers drehen. Die Kölner Produktionsfirma hat bereits erfolgreiche Sportler- Porträts in die Kinos gebracht, so z.B. KLITSCHKO zu den Klitschko-Brüdern und DER PERFEKTE WURF über den deutschen Basketballer Dirk Nowitzki.

Seinen zweiten Langfilm LASVEGAS wird der junge Regisseur Kolja Malik u.a. an der mecklenburgischen Ostseeküste inszenieren. Produziert wird das Drama für die große Leinwand von der renommierten Filmproduzentin Susann Schimk (solo:film).

Der Dokumentarfilm DIE JÜNGSTEN OPFER DER MAUER beleuchtet Todesfälle Minderjähriger an der innerdeutschen Grenze, u.a. im mecklenburgischen Groß Thurow und will aufdecken, was damals oft vertuscht wurde. Regie führt Dr. Sylvia Nagel, Produzent ist Hartmut Schulz mit seiner Artia Nova Film, die bereits USEDOM - DER FREIE BLICK AUFS MEER von Heinz Brinkmann produzierte und der am kommenden Samstag seine Weltpremiere auf der Berlinale feiern wird.

Auf Unterstützung bei der Stoffentwicklung hoffen u.a. die Dokumentarfilmerinnen Margot Neubert-Maric und Gisela Tuchtenhagen mit ihrem neuen Projekt ICH MUSS JEDEN TAG DARAN DENKEN. Sie befragen drei Protagonisten aus Mecklenburg-Vorpommern auf plattdeutsch zu den Nachwirkungen ihrer DDR-Gefangenschaft, die bis heute reichen. Mit dem ebenfalls von der Kulturellen Filmförderung MV geförderten plattdeutschen

Dokumentarfilm UTBÜXEN KANN KEENEEN waren die beiden Regisseurinnen 2016 sehr erfolgreich auf Kinotournee in Mecklenburg-Vorpommern.

In VIER FRAUEN möchte die Greifswalder Autorin Sabine Michel, die bereits über langjährige Erfahrung mit ostdeutschen Frauenbiographien verfügt, nun einen Stoff zu vier erfolgreichen Politikerinnen entwickeln, die ihre Wurzeln in der ehemaligen DDR haben. Erfolge feierte sie zuletzt mit ihren Dokumentarfilmen MONTAGS IN DRESDEN zu der Pegida-Bewegung in Sachsen und ZONENMÄDCHEN, einem Porträt von Sabine Michel und ihren vier Freundinnen, die aufgewachsen in der DDR als junge Frauen mit dem Fall der Mauer in ein neues Leben geschickt werden.

Auch Max Gleschinski ist unter den Antragstellern. Das Rostocker Talent hat im vergangenen Jahr die Dreharbeiten für den ausschließlich in MV gedrehten Thriller KAHLSCHLAG abgeschlossen und möchte sich nun neuen Spielfilmstoffen widmen – erneut mit dem Fokus auf der Umsetzung im eigenen Land.

Maix Mayer, der zuletzt mit SCHALENTERRITORIEN (gefördert durch die KFF MV) zu den Bauten Ulrich Müthers für Aufsehen sorgte, will sich erneut auf eine außergewöhnliche Spurensuche begeben – die Partnerschaft zwischen Wismar und Sansibar während des Kalten Krieges.

Und Kirsi Marie Liimatainen schreibt nach ihrem Dokumentarfilm COMRADE, WHERE ARE YOU TODAY? (gefördert durch die KFF MV) an einem Spielfilm-Stoff, dessen Handlung in Mecklenburg-Vorpommern angesiedelt ist.