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27.11.2021

Zeit für Haselnüsse!

Sonntag, 15.30 Uhr, trifft Aschenbrödel wieder auf ihren Märchenprinzen. Zum ersten Mal in diesem Advent. Und danach noch 14-mal. Wussten Sie, dass der Weihnachtsklassiker ursprünglich ein Sommermärchen werden sollte? 

Ein Märchen, 15 Termine 

  • Sonntag, 28. November, 15.30 Uhr, Das Erste 

  • Donnerstag, 9. Dezember, 12.30 Uhr, HR

  • Sonntag, 12. Dezember, 15.50 Uhr, SWR

  • Sonntag, 19. Dezember, 12.35 Uhr, hr

  • Montag, 20. Dezember, 03.35 Uhr, hr

  • Freitag, 24. Dezember, 12.10 Uhr, Das Erste

  • Freitag, 24. Dezember, 16.05 Uhr, NDR

  • Freitag, 24. Dezember, 18.50 Uhr, ONE

  • Freitag, 24. Dezember, 20.15 Uhr, WDR

  • Samstag, 25. Dezember, 9.55 Uhr, Das Erste

  • Samstag, 25. Dezember, 16.10 Uhr, MDR

  • Sonntag, 26. Dezember, 16.40 Uhr, SWR

  • Samstag, 1. Januar, 14.30 Uhr, rbb

  • Sonntag, 2. Januar, 12 Uhr, KIKA

  • Donnerstag, 6. Januar, 8.30 Uhr, BR

Wer hat‘s geschrieben?

Im Vorspann steht: Bohumila Zelenková. Tatsächlich verfasste das Drehbuch aber František Pavlíček (1923–2004). Aufgrund seiner politischen Haltung während des Prager Frühlings durfte er aber seit 1970 nicht publizieren und seine Werke waren verboten. Deshalb wird die Dramaturgin Bohumila Zelenková an seiner Stelle im Vorspann genannt.

Ein Lied gibt den Ton an

Ebenso bekannt wie die Geschichte ist die Musik des Märchens. Sie stammt von Karel Svoboda (1938–2007). In der deutschen Version gibt es sie nur in der Instrumentalversion. In der tschechischen Variante singt Karel Gott. Svoboda komponierte für unzählige Filme und Serien. Darunter auch die Musik zu Biene Maja.

2000 Frauen, aber kein Aschenbrödel

Mehr als 2000 Frauen wollten Aschenbrödel sein. Regisseur Václav Vorlíček soll beim Casting jedoch mit keiner von ihnen zufrieden gewesen sein. Da fällt ihm ein Filmauftritt von Libuše Šafránková (1953-2021) ein. Sie hat gerade die Schauspielschule abgeschlossen – und erhält vom Fleck weg die Hauptrolle.

Einmal noch Prinz und Prinzessin

Pavel Trávníček und Libuše Šafránková standen 1982 noch einmal gemeinsam als Prinz und Prinzessin vor der Kamera: für das Märchen „Der dritte Prinz“.

Aschenbrödel ohne Schnee?

Ursprünglich sollte die Handlung im Sommer spielen. Da die DEFA für diese Zeit aber schon viele andere Filmprojekte geplant hatte, verschob sich der Dreh in den Winter. Eine entscheidende Rolle dabei soll auch das Gemälde „Die Jäger im Schnee“ von Pieter Bruegel gespielt haben: In ihm fand Regisseur Václav Inspirationen für eine winterliche Filmkulisse.

Ein Märchen, viele Orte

Die Innenaufnahmen wurden im DEFA-Studio für Spielfilme in Babelsberg gedreht. Die Außenaufnahmen an verschiedenen Orten. Zum Beispiel im Schloss Moritzburg, dem einstigen Jagdschloss von August dem Starken in der Nähe von Dresden. Die Kulisse für den Gutshof fanden die Filmemacher in der Wasserburg Schwihau in der Nähe von Pilsen. Die Aufnahmen in der Natur entstanden im Böhmerwald.

(K)ein Winter wie im Märchen

Bei den Außenaufnahmen in Deutschland fehlte echter Schnee. Deshalb wurde aufwändig Kunstschnee produziert und verteilt. Bei den Aufnahmen im Böhmerwald versanken die Darsteller dagegen hüfttief in der weißen Pracht.

Erst Komparse, dann Minister

Ulrich Junghanns macht im Hengstdepot Moritzburg eine Ausbildung zum Pferdewirt, als das Filmteam auftaucht und Komparsen sucht. Junghanns, damals 17 Jahre alt, spielt einen Standartenreiter. Und er doubelt Kamil, einen der Freunde des Prinzen, als Aschenbrödel vom Ball flieht, ihren Schuh verliert und vom Prinzen und seinen Begleitern verfolgt wird. Jahre später wird Ulrich Junghanns Wirtschaftsminister in Brandenburg (2002 bis 2009) und stellvertretender Ministerpräsident (2007 bis 2008).