Das offizielle Kulturportal für Mecklenburg-Vorpommern
Karte öffnen

Das Programm der Ahrenshooper Filmnächte

Im Wettbewerb: Was gewesen wäre

In ihrem 15. Jahr erstrahlen die Ahrenshooper Filmnächte (13. bis 16.11.) besonders glanzvoll, denn im Wettbewerb laufen sechs herausragende Spielfilme aus deutscher Produktion. Sie alle werden noch vor ihren Kinostarts präsentiert. Hier der Überblick.

Der packende Thriller „7500“ feierte kürzlich seine Weltpremiere beim renommierten Filmfestival im schweizerischen Locarno und ist nach dem Zahlencode benannt, der in der internationalen Luftfahrt eine Flugzeugentführung meint. Mit internationaler Besetzung, darunter der US-Amerikaner Joseph Gordon-Levitt („Snowden“) und Omid Memar und Aylin Tezel aus Deutschland, erzählt Regisseur Patrick Vollrath („Alles wird gut“) von einem Kampf auf Leben und Tod über den Wolken.

Der frisch gekürte Gewinnerfilm des Festivals des deutschen Films in Ludwigshafen, „Sag Du es mir“ von Regisseur Michael Fetter Nathansky, bietet eine originell Alltagsgeschichte, die den Zuschauer auf ebenso intelligente wie vergnügliche Weise zum Komplizen in einem filmischen Vexierspiel macht. Gisa Flake, Christina Große und Marc-Benjamin Puch brillieren in den Hauptrollen, Regisseur Nathansky wird seinen Film in Ahrenshoop persönlich vorstellen.

Mit starken schauspielerischen Leistungen glänzt auch die Romanverfilmung „Was gewesen wäre“ des Regisseurs Florian Koerner von Gustorf mit Christiane Paul und Ronald Zehrfeld in den Hauptrollen. Das Liebesdrama erzählt von einem frisch verliebten Paar auf einer Reise in Ungarn, dass durch die Begegnung Astrids (Ch. Paul) mit ihrer Jugendliebe eine unverhoffte Wendung nimmt.

Von einer ungewöhnlichen Liebe auf den ersten Blick, die scheinbar dem Zufall erwächst, aber schicksalshaft aufgeladen ist, erzählt die deutsche Regisseurin Mariko Minoguchi in ihrem Drama „Mein Ende. Dein Anfang“ auf dramaturgisch gekonnte Weise auf mehreren Zeitebenen. Es spielen Saskia Rosendahl, Julius Feldmeier und Edin Hasanovic.

Ebenfalls Teil des Ahrenshooper Spielfilmwettbewerbs ist die neue, beim Festival in Venedig uraufgeführte Regiearbeit von Katrin Gebbe, die für ihren Erstling „Tore tanzt“ 2014 preisgekrönt wurde. Mit Nina Hoss in der Hauptrolle hochkarätig besetzt, schildert Gebbe in „Pelikanblut“ die ergreifende Geschichte einer Frau, die feststellen muss, dass ihre adoptierte bulgarische Tochter Raya an einer massiven Bindungsstörung zu anderen Menschen leidet.

Zudem gibt es mit „Das freiwillige Jahr“ eine Tragikomödie zu sehen, die vom Regie-Duo Henner Winckler und Ulrich Köhler inszeniert und ebenfalls in Locarno uraufgeführt wurde. In die Geschichte, in der ein Vater (Sebastian Rudolph) seine Tochter zu einem Jahr im Ausland drängen möchte, um sie aus dem Provinzleben zu befreien, flossen die Erfahrungen der Regisseure ein, die sie als Väter gemacht haben.

Alle sechs Filme konkurrieren um den Jury-, den Förder- und den Publikumspreis. Der mit dem Schauspieler und TV-Moderator Max Moor, dem Film- und Theaterschauspieler Henry Hübchen und seiner Kollegin Antje Traue prominent besetzten Jury fällt die Aufgabe zu, den „Besten Film“ des Wettbewerbs zu küren.

Der Kurator des Programms, Volker Kufahl – auch künstlerischer Leiter des Filmkunstfests Mecklenburg- Vorpommerns – freut sich über die Auswahl: „Unser kleines, aber feines Line-up präsentiert sechs starke Spielfilme aus Deutschland mit völlig unterschiedlichen Handschriften. Insofern spiegelt unser Programm die Vielfalt dessen, was hierzulande entsteht.”

Tickets für die Eröffnung am 13.11.2019 und Preisverleihung am 16.11.2019 sind bereits in der Kurverwaltung Ahrenshoop und online unter www.ostseebad-ahrenshoop.de erhältlich. Das Festivalticket, welches die Eröffnung, die Preisverleihung und alle Filmvorführungen beinhaltet, ist direkt in der Kurverwaltung, Kirchnersgang 2, 18347 Ostseebad Ahrenshoop, Tel. 038220 666610, zu erwerben.

Das Filmland MV - hier