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Zuschauer treffen Filmschaffende in Ahrenshoop

Vier Tage, neun Filme und viele Filmschaffende. Film ab, heißt es vom Mittwoch, 14. November, an wieder in Ahrenshoop. Dann ist das Ostseebad zum 14. Mal Gastgeber für den jungen deutschen Film. Neben dem Kinoerlebnis können Fans des bewegten Bildes wieder Schauspieler und Regisseure hautnah erleben.

Der erste Abend

Am Mittwochabend um 19 Uhr startet das kleine Filmfestival am Meer mit einem Gästeempfang. Ein kleines Buffet und ein exklusives Konzert der Gustav Peter Wöhler Band, die mit ihrer Jubiläumstour „Behind Blue Eyes“ Brücken zwischen Stars und One-Hit-Wondern, Klassikern und persönlichen Entdeckungen schlägt, stimmen auf den Abend ein. Nach dem ausverkauften Jubiläumskonzert der Band Anfang 2018 in der Hamburger Elbphilharmonie macht „Behind Blue Eyes“ jetzt Station in Ahrenshoop. 

Filme im Wettbewerb

Direkt im Anschluss wird Moderator Frank Breuner vom NDR die sechs Beiträge des Spielfilmwettbewerbes und drei Filme des Sonderprogrammes sowie die prominent besetzte Jury um Jördis Triebel, Uwe Kockisch und Max Moor vorstellen.

Die 1977 in Ost-Berlin geborene Schauspielerin Jördis Triebel kam schon früh mit der Schauspielerei am Theater in Berührung. So war ihr Studium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch" in Berlin für kaum jemanden eine Überraschung. Ihre erste große Kinorolle hatte Jördis Triebel 2006 im Drama „Emmas Glück“, die ihr sofort eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis einbrachte. Zuletzt war sie sehr erfolgreich in den Serien „Babylon Berlin“ (ARD/ Sky), „Dark“ (Netflix) und „Weissensee“ (ARD) zu sehen.

Ebenfalls seine Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ genoss Uwe Kockisch. Im Anschluss spielte er über 20 Jahre am Maxim-Gorki-Theater und später zwei Jahre an der Schaubühne in Berlin Dem ostdeutschen Publikum ist Kockisch aus einer Vielzahl von DEFA-Produktionen bekannt, in denen er seit 1973 spielte, darunter „Dein unbekannter Bruder“ von Ulrich Weiß sowie „Abgehauen“ von Frank Beyer. Seit 2003 verkörpert er den Commissario Guido Brunetti in der TV-Krimireihe „Donna Leon“. Seit 2010 spielt er eine der Hauptrollen in der ARD-Fernsehserie „Weissensee“ als Stasi-Offizier Hans Kupfer. Dafür erhielt er 2011 den Deutschen Fernsehpreis Beste Serie, stellvertretend für das Schauspielensemble.

Der diplomierte Schauspieler Max Moor taucht als Reporter, Buchautor und Moderator seit circa 25 Jahren tief in die Kulturberichterstattung ein. Seit 2007 moderiert er für die ARD das Kulturflaggschiff "ttt" sowie auf 3sat zahlreiche Specials und Sondersendungen, wie die "Kulturzeit" und berichtet regelmäßig von der Berlinale. 

Der Jurypreis

Die Jury wird unter sechs Wettbewerbsbeiträgen, die vor dem offiziellen Kinostart in Ahrenshoop gezeigt werden, ihren Favoriten wählen. Der Jurypreis wird gestiftet vom Ostseebad Ahrenshoop und ist dotiert mit 2.000 Euro.

Neben der Auszeichnung „Bester Film“ wird es auch einen „Förderpreis“ geben, den die Kurverwaltung Ahrenshoop gemeinsam mit dem Künstlerhaus Lukas für ein herausragendes Drehbuch/Regie ausgelobt hat. Traditionsgemäß wählen die Zuschauer ebenfalls ihren Lieblingsfilm. Der Publikumspreis wird vom "The Grand" Ahrenshoop gestiftet: zwei Wellness-Tage für zwei Personen im "The Grand" während der Ahrenshooper Filmnächte im kommenden Jahr.

Der neue, deutsche Film

Im Anschluss an die offizielle Eröffnung steht dann der eigentliche Hauptdarsteller der Filmnächte im Vordergrund: der neue, deutsche Film. Regisseur Hendrik Hölzemann stellt sein Drama „Axel der Held“ persönlich vor.

In den Film geht es um Axel (Johannes Kienast), einen Träumer, Hasenfuß, Verlierertyp und hoffnungslosen Romantiker. Umringt von grünen Wäldern, jenseits der großen Stadt, lebt er in einer heruntergekommenen  Datsche  neben  einer  großen Hühnerfarm. Er hat keine Freunde und keine Beziehung, aber einen Haufen Schulden bei Manne (Sascha Alexander Geršak), dem Besitzer der Hühnerfarm und des örtlichen Spielcasinos.

Um der alltäglichen Tristesse zu entkommen, flüchtet sich Axel immer öfter in seine Fantasie, denn dort ist er nicht der einsame Loser – sondern Axel, der Held, im Kampf für Gerechtigkeit! Ein märchenhafter Abenteuerfilm, der seine Premiere in diesem Jahr auf dem Festival Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken feierte. Das anschließende Filmgespräch mit Hendrik Hölzemann bildet einen besonderen Abschluss der Eröffnung.

Filmkunst am Meer - das Festival

Starke Filme, prominente Filmschaffende, spannende Gespräche vor dem exklusiven Panorama der Ostsee - Kurdirektor Roland Völcker lädt alle Interessierten herzlich ein, das Festival vom 14. – 17. November zu besuchen und natürlich bei der Eröffnung dabei zu sein. Das Panorama-Bistro des "The Grand" wird zur gemütlichen Cinema-Lounge und der Ballsaal bietet mit hochwertiger Vorführtechnik ein besonderes Kinoerlebnis!

Tickets für alle Veranstaltungen der 14. Ahrenshooper Filmnächte sind in der Kurverwaltung Ahrenshoop, im Hotel "The Grand" und online unter www.ostseebad-ahrenshoop.de erhältlich.