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Theater Vorpommern stellt Spielplan 2018/19 vor

Zum Programm zählen Premieren wie die Operette „Die Fledermaus”, das Kammermusical „Die letzten fünf Jahre” oder die Uraufführung von „Weihnachten - Das Ballett”. Gespielt wird in Stralsund, Greifswald, Putbus und Heringsdorf. www.theater-vorpommern.de

DIE SPIELZEIT 2018/19 IM ÜBERBLICK

Premieren 

Die Fledermaus

Operette von Johann Strauß

Stralsund: 22.9.2018 (Großes Haus)

Greifswald: 13.10.2018 (Großes Haus)

Putbus: 21.3.2019

Heringsdorf: 23.1.2019

Die Frau in den Dünen

nach dem Roman von Kōbō Abe 

in einer neuen Bühnenfassung von Kai Grehn

Greifswald: 5.10.2018 (Rubenowsaal)

Stralsund: 24.10.2018 (Gustav-Adolf-Saal)

Putbus: 26.10.2018

Der Kirschgarten

Schauspiel von Anton Tschechow

in einer Bühnenfassung von Reinhard Göber

Greifswald: 6.10.2018 (Großes Haus)

Stralsund: 20.10.2018 (Großes Haus)

Putbus: 12.10.2018

Die letzten fünf Jahre

Kammermusical von Jason Robert Brown

Text und Musik von Jason Robert Brown 

Deutsch von Wolfgang Adenberg 

Stralsund: 8.11.2018 (Gustav-Adolf-Saal)

Greifswald: 31.1.2019 (Rubenowsaal)

Putbus: 6.4.2019

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (4+)

Bühnenfassung von Uli Jäckle

nach dem tschechisch-deutschen Märchenfilm

von Václav Vorlíček und František Pavlíček

Stralsund: 17.11.2018 (Großes Haus)

Greifswald: 5.12.2018 (Großes Haus)

 

Uraufführung

Weihnachten – Das Ballett

Tanzabend von Ralf Dörnen

mit Musik von Bach bis zu Wham!

Greifswald: 17.11.2018 (Großes Haus)

Stralsund: 6.12.2018 (Großes Haus)

Putbus: 20.12.2018

Kunst

Komödie von Yasmina Reza

Stralsund: 24.11.2018 (Großes Haus)

Greifswald: 20.12.2018 (Großes Haus)

Putbus: 30.11.2018

Heringsdorf: 6.12.2018

La Bohème

Oper von Giacomo Puccini

Greifswald: 1.12.2018 (Großes Haus)

Stralsund: 15.12.2018 (Großes Haus)

Uraufführung

Der Besuch

Ballett von Ralf Dörnen

frei nach dem Schauspiel „Der Besuch der alten Dame“

von Friedrich Dürrenmatt

Stralsund: 2.2.2019 (Großes Haus)

Greifswald: 30.3.2019 (Großes Haus)

Putbus: 15.3.2019

Uraufführung

Augenhöhe

(Arbeitstitel)

Tanztheater von Stefan Hahn

Klassenzimmerstück

ab 20.2.2019

Kleist-Förderpreis 2018

Weißer Raum

von Lars Werner

Greifswald: 16.3.2019 (Großes Haus)

Stralsund: 6.4.2019 (Großes Haus)

Kiss me, Kate

Musical von Cole Porter

Eine musikalische Komödie

Buch von Samuel und Bella Spewack

Musik und Gesangstexte von Cole Porter

Neue Orchestration von Don Sebesky (Broadway 1999)

Stralsund: 16.3.2019 (Großes Haus)

Greifswald: 13.4.2019 (Großes Haus)

Putbus: 14.6.2019

Antigone

Tragödie des Sophokles

Stralsund: 30.3.2019 (Großes Haus)

Greifswald: 6.4.2019 (Großes Haus)

TanZZeiT 2019

Zwei zeitgenössische choreographische Uraufführungen

von Tiago Manquinho und Kristian Lever

Greifswald: 26.4.2019 (Großes Haus, Hinterbühne)

Stralsund: 23.5.2019 (Großes Haus, Hinterbühne)

Uraufführung

Die Fischbrötchenoper

Eine musikalische Vorpommernchronik

von Patrick Schimanski und Sebastian Undisz

Stralsund: 4.5.2019 (Großes Haus)

Greifswald: 1.6.2019 (Großes Haus)

Michael Kohlhaas (14+)

von Franziska Steiof

nach Heinrich von Kleist

Greifswald: 9.5.2019 (Rubenowsaal)

Stralsund: 15.5.2019 (Gustav-Adolf-Saal)

Putbus: 23.5.2019

Wir gratulieren

Zwei Werke ein Anlass

Mieczysław Weinberg zum 100sten Geburtstag

Jacques Offenbach zum 200sten Geburtstag

Wir gratulieren

Oper von Mieczysław Weinberg

nach dem Theaterstück „Mazl tov“

von Scholem Alejchem

Häuptling Abendwind oder

Das gräuliche Festmahl

Operette von Jacques Offenbach

Greifswald: 18.5.2019 (Großes Haus)

Stralsund: 1.6.2019 (Großes Haus)

AHOI – MEIN HAFENFESTIVAL 2019

D’Artagnans Tochter und die drei Musketiere

Abenteuerstück für die gesamte Familie

Greifswald: 22.6.2019 (Klosterruine Eldena)

Jesus Christ Superstar

Rockoper von Andrew Lloyd Webber (Musik)

und Tim Rice (Gesangstexte)

Stralsund: 28.6.2019 (Sundpromenade/Hansawiese)

Greifswald: 12.7.2019 (Museumshafen)

WIEDERAUFNAHMEN 2018/19

MUSIKTHEATER

Die Zauberflöte

Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart

BALLETT

Uraufführung

Die Träume des sinnreichen Junkers Don Quijote de la Mancha – 

Ritter von der traurigen Gestalt

Ballett von Ralf Dörnen nach Motiven von Miguel de Cervantes Saavedra

Musik von Stephan Marc Schneider (Auftragskomposition des Theaters Vorpommern)

Uraufführung

Rebeccas Schatten

Ballett von Ralf Dörnen frei nach Motiven von Daphne du Maurier und Alfred Hitchcock

SCHAUSPIEL

Die Gerechten

Schauspiel von Albert Camus

Zwei Männer ganz nackt

Komödie von Sébastien Thiéry

Die Mitschuldigen

Lustspiel von Johann Wolfgang Goethe

Ein Volksfeind

Drama von Henrik Ibsen

Uraufführung

Charlotte – Leben? Oder Theater?

Das Leben der Charlotte Salomon

von Oliver Scheer nach David Foenkinos

Uraufführung

Dickes Fell Bärenfalle

von Alexander Frank Zieglarski

Das Konzept romantischer Liebe

Werkstattinszenierung

von Oliver Bukowski

Guten Morgen, du Schöne. Protokolle nach Tonband

von Maxie Wander 

Uraufführung

2018

von Sabine Michel

Wunschkinder

Schauspiel von Lutz Hübner und Sarah Nemitz

Die Feuerzangenbowle

Komödie nach dem Drehbuch und Roman von 

Heinrich Spoerl, erstellt von Lutz Keßler

Faust. Ein Fragment

Drama von Johann Wolfgang von Goethe

Uraufführung

Das Theater der unerhörten Dinge  

Eine Hausbegehung von Roland Albrecht 

Richard O’Brien’s

The Rocky Horror Show

Theatersport

Improvisationsshow

 

THEATER FÜR JUNGES PUBLIKUM

In 80 Tagen um die Welt (10+)

Abenteuerstück von Susanne F. Wolf nach Jules Verne

Die kleine Nixe Rusalka (6+)

Kinderoper nach Antonín Dvořák

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute (10+)

von Jens Raschke

Die kleine Meerjungfrau (4+)

Ein Puppenmusical nach Hans Christian Andersen

Koproduktion mit dem Theater Phoebus

Dornröschen oder Warte mal! (4+)

Puppenstück mit Josefine Schönbrodt

von Dirk Baum nach den Brüdern Grimm

Hase und Igel (4+)

Puppenspiel mit Josefine Schönbrodt 

von Roland Mernitz nach den Brüdern Grimm

KLASSENZIMMERSTÜCKE

Flasche leer (12+)

von Thilo Reffert

Krieg. Stell Dir vor, er wäre hier. (14+)

von Janne Teller

Pro An(n)a (12+)

von Marzena Ryłko

 

Premieren Musiktheater

Die Fledermaus

Komische Operette in drei Akten von Johann Strauß

Text von Karl Haffner und Richard Genée nach der Komödie „Le Réveillon“ 

von Henri Meilhac und Ludovic Halévy

Eine Körperverletzung mit Beamtenbeleidigung, eine Haftstrafe, Tarnung, Täuschung, Betrug, knisternde Erotik, ein Fledermauskostüm, eine goldene Uhr und unsterbliche Musik – das sind die Zutaten für den wohl berühmtesten Operettenkrimi der Geschichte. Das Verwirrspiel um den cholerischen Eisenstein, seine Frau Rosalinde, den rachsüchtigen Dr. Falke und die raffinierte Adele nimmt Fahrt auf, als alle sich zum Maskenball bei dem gelangweilten Adelssprössling Orlofsky einfinden. Hier trifft sich die sonst so biedere Gesellschaft, um sich frivolen Freiheiten hinzugeben. Kein Wunder also, dass es von dort aus geradewegs ins Gefängnis geht, wo ein gleichermaßen beredter wie betrunkener Gerichtsdiener Frosch alle auf ihre Plätze verweist. 

Voller Champagnerlaune und berückender musikalischer Einfälle steckt diese wohl bekannteste Operette von Johann Strauß, die bei ihrer Uraufführung 1874 dem Publikum ein Lachen in einer politisch wie finanziell angespannten Weltsituation entlockte, nach vorne blickte, wo viele Verlorenem nachtrauerten, und unmittelbar zum Kassenschlager wurde. 

Musikalische Leitung: GMD Florian Csizmadia

Inszenierung: Kay Link a. G.

Bühne und Kostüme: Christof von büren a. G.

Für die Paraderolle des Gerichtsdieners „Frosch” konnte das Theater Vorpommern den Schauspieler Thorsten Krohn gewinnen. Der Charakterdarsteller, der zuletzt mit dem Schwabinger Kunstpreis und dem Deutschen Schauspielerpreis ausgezeichnet wurde, ist auf so namhaften Bühnen wie dem Nationaltheater Mannheim, den Münchner Kammerspielen, dem Essener Grillo-Theater und der Münchner Schauburg, zu deren festem Ensemble er seit 2010 gehört, zu Hause. Darüber hinaus hat er seine Bekanntheit diversen Rollen in Film- und Fernsehproduktionen wie dem Tatort, dem Polizeiruf 110 und dem preisgekrönten Film „Der Untergang” zu verdanken. 

Regisseur Kay Link ist dem hiesigen Publikum kein Unbekannter mehr, hat er doch mit den Inszenierungen von „Der Vetter aus Dingsda” (Eduard Künneke) und „Me and My Girl” (Noel Gay) am Theater Vorpommern bereits seine Visitenkarte abgegeben.

Premieren 

Stralsund: 22. September 2018 (Großes Haus)

Greifswald: 13. Oktober 2018 (Großes Haus)

Musiktheater

Die letzten fünf Jahre

Kammermusical von Jason Robert Brown

Text und Musik von Jason Robert Brown 

Originalproduktion in New York von Arielle Tepper und Marty Bell 

Originalproduktion durch Northlight Theatre, Chicago 

Deutsch von Wolfgang Adenberg 

Catherine und Jamie beginnen als hoffnungsvolles Künstlerpärchen. Doch während Jamies Erfolg als Schriftsteller ihn schnell die Karriereleiter empor katapultiert, quält sich die Schauspielerin Catherine von einem Vorsprechen zum anderen. Aber sie haben ja einander. Wirklich? Irgendwo auf ihrem Weg müssen sie sich verloren haben. Und nun versucht Catherine, die Vergangenheit festzuhalten, dieweil Jamie längst schon wieder nach vorne schaut. Das ist das Ende ihrer Beziehung – oder ihr Anfang?

Jason Robert Browns musikalisches Kammerspiel besticht durch einen ausgeklügelten Perspektiv- und Zeitwechsel, der einen tiefen Blick in die Seele der Protagonisten erlaubt. Die handlungstragende Kraft der Songs, die ihre Lyrik aus südamerikanischer Rhythmik gepaart mit Jazzelementen beziehen, lässt das Publikum dieses Kammermusical über Gestern und Heute, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, Freiheit und Sicherheit hautnah miterleben.

Musikalische Leitung: N.N.

Inszenierung: Wolfgang Berthold a. G.

Bühne und Kostüme: EVA HUMBURG

Jason Robert Brown begann seine musikalische Karriere als Arrangeur, Dirigent und Pianist für kleinere Shows in New York. 1995 machte er mit seinem Liederzyklus „Songs For A New World“ erstmals auf sich aufmerksam. 1999 gewann Brown nach der Broadway-Uraufführung seines Musicals „Parade“ den Tony-Award für die beste Originalkomposition. Das Kammermusical „The Last Five Years“ wurde 2001 in Chicago uraufgeführt und war bereits 2003 erstmals auf einer deutschen Bühne zu erleben. 2005 erlebte „Die letzten fünf Jahre“ seine erfolgreiche deutschsprachige Erstaufführung in Wuppertal.

Nach dem Studium der neueren deutschen Literaturgeschichte, Musikwissenschaft und Sprachwissenschaft des Deutschen arbeitete der gebürtige Stuttgarter 

Wolfgang Berthold zunächst in der Dramaturgie des Balthasar-Neumann-Chors und dessen Leiter, des Dirigenten Thomas Hengelbrock. Von 2008 bis 2014 war er als Spielleiter am Theater Freiburg und der Komischen Oper Berlin engagiert. Seit 2014 ist Wolfgang Berthold als freischaffender Regisseur in Oper und Schauspiel tätig. Darüber hinaus lehrt er als Dozent für szenischen Unterricht im Rahmen des Studiengangs Musiktheater an der Universität der Künste Berlin und ist seit dem Wintersemester 2017/18 Lehrbeauftragter für szenischen Unterricht an der Musikschule Konservatorium Zürich.

Premieren 

Stralsund: 8. November 2018 (Gustav-Adolf-Saal)
Greifswald: 31. Januar 2018 (Rubenowsaal)

MUSIKTHEATER

La Bohème

Oper in vier Bildern von Giacomo Puccini
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem Roman 

„Scènes de la Vie de Bohème“ von Henri Murger
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Bitterkalt ist es am Weihnachtsabend in der Pariser Wohnung vierer befreundeter Künstler. Wieder einmal herrscht so große Not, dass weder Geld für Essen noch für die Miete da ist. Nur der Musiker Schaunard hatte heute Glück und lädt zur Feier des Tages ins Stammcafé ein. Der Dichter Rodolfo schickt die drei Herren voraus, um noch zu arbeiten, als es an der Tür klopft. Es ist die Nachbarin, Mimì, die ihn um Feuer für ihre verloschene Kerze bittet ... So beginnt eine der anrührendsten Liebesgeschichten der Opernliteratur, denn die Beziehung steht von Anfang an – und nicht zuletzt aufgrund von Mimìs schwerer Krankheit – unter einem unglücklichen Stern. Was würde Rodolfo darum geben, wenn sich doch bloß die Uhr zurückdrehen ließe in eine Zeit der Leichtigkeit und Unbeschwertheit!
Sein eigenes Leben als „Bohemien“ hatte Puccini mit der ärmlichen Studentenzeit in Mailand hinter sich gelassen, doch interessierten ihn seither die „einfachen Leute“, die Darstellung „großer Gefühle in kleinen Herzen“. Mit musikalisch-realistischen Mitteln zeichnet er Bilder von Menschen in ihrem Milieu, die sich nach Freiheit und Lebendigkeit sehnen, deren Träume jedoch durch die alltäglich zu bewältigenden Konflikte in der harten Realität mehr als zerbrechlich erscheinen.

Musikalische Leitung: GMD FLORIAN CSIZMADIA

Inszenierung: HORST KUPICH

Bühne und Kostüme: CHRISTOPHER MELCHING

Premieren

Greifswald: 1. Dezember 2018 (Großes Haus)

Stralsund: 15. Dezember 2018 (Großes Haus)

Begleitend zu dieser Inszenierung werden in Zusammenarbeit mit dem Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald folgende Extras angeboten:

Abendvortrag von Prof. Dr. Volker Mertens (Berlin)
24. November 2018, Krupp-Kolleg

Sonder-Matinee mit Podiumsdiskussion
25. November 2018, Theater Greifswald (Foyer)

MUSIKTHEATER

Kiss me, Kate

Musical von Cole Porter

Eine musikalische Komödie

Buch von Samuel und Bella Spewack

Musik und Gesangstexte von Cole Porter

Neue Orchestration von Don Sebesky (Broadway 1999)

Deutsch von Susanne Felicitas Wolf

Längst sind sie glücklich geschieden, doch immer noch brodelt es zwischen den beiden – oder knistert es wieder? Fred Graham, Leiter einer Theatertruppe, die Shakespeares Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung“ in einer musikalischen Fassung einstudiert, hat für die weibliche Hauptrolle der widerspenstigen Kate ausgerechnet seine Exfrau Lilli Vanessi engagiert, während er sich selbst die Rolle des „Frauenzähmers“ Petrucchio zugedacht hat. Wen wundert's, dass die beiden ihre Ehealtlasten und privaten Beziehungsgefechte nun auch noch auf der Bühne fortsetzen, weil sie die Vergangenheit nicht loslassen können? Amouröse Turbulenzen und diverse Missverständnisse sind vorprogrammiert, denn zunehmend beginnt sich das Bühnenleben mit der Wirklichkeit zu vermischen …
Die Idee eines Stücks im Stück, einer Bühne auf der Bühne ist so alt wie das Theaterspielen selbst. Doch in kaum einem anderen Werk werden die verschiedenen Erzählebenen und Perspektiven so reizvoll ausgeleuchtet und kunstvoll miteinander verschränkt wie in Cole Porters erfolgreichstem Musical „Kiss me, Kate“, das seit seiner Uraufführung am Broadway 1948 mit seinen eingängigen Melodien und quirligen Tanzeinlagen von den Theaterbühnen der Welt nicht mehr wegzudenken ist. 

Musikalische Leitung: N.N.
Inszenierung: MANFRED OHNOUTKA a. G.
Bühne und Kostüme: CHRISTOPHER MELCHING
Choreographie: ISABELLA RAPP a. G.

Manfred Ohnoutka
absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Schauspieler und Musicaldarsteller an der Hamburger Stage School of Dance and Drama, bevor er am Theater Lüneburg, am Landestheater Detmold und zuletzt am Theater Vorpommern engagiert und in diversen großen und kleinen Rollen zu erleben war. Seit 1998 ist er zunehmend auch als Regisseur tätig. Zu seinen Inszenierungen gehören u. a. „Marlene“, „Heute Abend: Lola Blau“ und „Kiss me, Kate“.

Nach ihrer Ausbildung zur Musicaldarstellerin an der STELLA Academy Hamburg war Isabella Rapp u. a. an der Staatsoper Hamburg, dem Stadttheater Bremerhaven, dem Stadttheater Lübeck sowie dem Musicaltheater Bremen tätig und in diversen Musicals zu erleben. In der Spielzeit 2017/18 übernahm sie die Choreographie und die Rolle der Magenta in Richard O’Brien’s „The Rocky Horror Show“ am Theater Vorpommern. 


Premieren
Stralsund: 16. März 2019 (Großes Haus)
Greifswald: 13. April 2019 (Großes Haus)

Musiktheater

Wir gratulieren

Zwei Werke – ein Anlass 

Mieczysław Weinberg zum 100sten Geburtstag

Jacques Offenbach zum 200sten Geburtstag 

Wir gratulieren

Oper in zwei Akten von Mieczysław Weinberg 

nach dem Theaterstück „Mazl tov“ von Scholem Alejchem

Deutsch von Ulrike Patow

Häuptling Abendwind oder Das gräuliche Festmahl

Buffo-Operette in einem Akt von Jacques Offenbach 

Libretto von Léon Battu und Philippe Gille

Deutsch von Bettina Bartz

Wenn gleich zwei Opernkomponisten im selben Jahr ihre runden Geburtstage feiern, ist dies Grund genug, ihnen die Bühne für ein feuchtfröhliches Festgelage zu überlassen. Aber es scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass die besten Partys meist nicht im eigentlichen Festsaal gefeiert werden, sondern in der Küche. Werfen wir also einen Blick in dieselbe, wo sich die Köchin, ein zufällig vorbeikommender Buchverleiher und die Angestellten des Nebengebäudes zum Austausch wichtiger Lästerlichkeiten treffen. Je reichlicher der Alkohol fließt, desto mehr wird aus dem zufälligen Zusammentreffen eine karnevalistische Kochparty, in deren Verlauf einem mitgebrachten Buch eigenartige Figuren entsteigen. Und während Weinbergs Oper langsam auf ihr Happy End zusteuert, entpuppen sich die Buchgestalten als Protagonisten Offenbachs, die nur darauf gewartet haben ihr ganz eigenes „gräuliches“ Festmahl zu veranstalten: mit Menschenfressern, Mummenschanz und musikalischen Gratulanten, unter ihnen Giuseppe Verdi, der es sich nicht nehmen lässt, auch sein Scherflein zum Gelingen dieses außergewöhnlichen Geburtstagsspaßes beizutragen. Wir gratulieren – feiern Sie mit!

Jacques Offenbach erblickte am 20. Juni 1819 das Licht der Welt. Die Bretter, die für ihn die Welt bedeuten sollten, gründete er selbst: Das Théâtre des Bouffes-Parisiens wurde im Rahmen der Pariser Weltausstellung 1855 eröffnet und sollte Schauplatz zahlreicher Operetten aus Offenbachs Feder werden, die so frivol wie zukunftsweisend, sich die Freiheit herausnahmen, moralische Maßstäbe infrage zu stellen und der zeitgenössischen Gesellschaft höchst gekonnt den Spiegel vorzuhalten, einen Zerrspiegel, mit so berühmten Werken wie „Orpheus in der Unterwelt“, „Die schöne Helena“ und natürlich „Häuptling Abendwind oder Das gräuliche Festmahl“. 

Als Mieczysław Weinberg 1919 in Warschau geboren wurde, feierte man gerade Offenbachs 100sten Geburtstag. Ungeachtet dessen wuchs Weinberg in seiner Heimatstadt auf, bevor er 1939 in die Sowjetunion übersiedelte. Musikalisch von Dmitrij Schostakowitsch geprägt, entwickelte Weinberg bald seinen eigenen Stil und wurde zu einem der produktivsten und vielseitigsten Komponisten des 

20. Jahrhunderts. Er schrieb gleichermaßen Film- und Zirkusmusik wie Sinfonien und Opern – meist tragischen Inhalts –, „Wir gratulieren“ bildet die Ausnahme. 

Musikalische Leitung: N.N.

Inszenierung: Horst Kupich

Bühne und Kostüme: Jakob Knapp a. G.

Premieren

Greifswald: 18. Mai 2019 (Großes Haus)

Stralsund: 1. Juni 2019 (Großes Haus)

 

Premieren ballett

URAUFFÜHRUNG

Weihnachten – Das Ballett

Tanzabend von Ralf Dörnen
mit Musik von Johann Sebastian Bach bis Wham!

„Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge“, heißt es in der Bibel zur Geburt Jesu. Aber was alles ist heute noch Weihnachten? Welche Erinnerungen an Weihnachten tragen wir in uns? War Weihnachten früher besinnlicher?
Nach dem „Nussknacker“ inszeniert Ralf Dörnen mit seinem Weihnachtsballett einen Abend, der nun endlich fehlende Teile des Tschaikowskijschen „Nussknacker“ zeigen wird sowie in einzelnen Bildern das Weihnachtsfest von seiner schönen, lustigen, traurigen und auch bitteren Seite aufgreift. Zu tanzenden Schneeflocken, vielen Geschenken, Tannenbäumen, Weihnachtsgestecken, Kerzen und Gedichten erklingen Weihnachtsklassiker, Ausschnitte aus den Weihnachtsoratorien von Johann Sebastian Bach wie auch von Camille Saint-Saëns und weiteren bekannten Weihnachtsstücken. Was wäre Weihnachten ohne „Last Christmas“ von Wham!, dem Familienzwist am Esstisch und der Portion Menschlichkeit, die jeden von uns zur Weihnachtszeit umgibt.
Mit diesem Tanzabend begibt sich das BallettVorpommern auf eine Reise durch den vorweihnachtlichen Winterwald, wie einst „Maria durch ein‘ Dornwald ging“. 

Choreographie und Inszenierung: Ralf Dörnen

Bühne und Kostüme: Cornelia brey a. G.

Premieren

Stralsund: 17. November 2018 (Großes Haus) 

Greifswald: 6. Dezember 2018 (Großes Haus)

BALLETT

URAUFFÜHRUNG

Der Besuch

Ballett von Ralf Dörnen frei nach dem Schauspiel 

„Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt
mit Musik von Karl Amadeus Hartmann und Arthur Honegger

Immer wieder sind es gesellschaftskritische Inhalte, die Ralf Dörnen zu seinen Ideen für neue Inszenierungen und Choreographien inspirieren. In dieser Spielzeit widmet er sich nun Dürrenmatts dramatischem Stoff: Claire Zachanassian kehrt nach geraumer Zeit in ihren Heimatort zurück. Die mittlerweile reiche Dame verspricht der Dorfbevölkerung viel Geld, wenn diese ihren ehemaligen Geliebten Alfred Ill umbringt, der zur damaligen Zeit die Vaterschaft des gemeinsamen Kindes bestritt, für die deshalb angesetzte Gerichtsverhandlung Zeugen bestach und somit der Vaterschaftsklage entging. Claire verdiente sich nach ihrem Weggang aus Güllen ihren Lebensunterhalt mit Prostitution, bis sie durch ihre insgesamt neun Ehemänner zu großem Reichtum kam. Die Bewohner des Ortes lehnen das Angebot, schnell zu Geld zu kommen, vorerst ab, allerdings begegnen sie Ill mit einer veränderten Einstellung. Dem liegt die Frage zugrunde: Was sind wir bereit für Geld zu tun? Sind wir alle käuflich? Wie hoch ist der Preis für ein Menschenleben? Wie weit gehen wir für unseren eigenen Vorteil?

Friedrich Dürrenmatt wurde 1921 in Konolfingen geboren. Er war ein Schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Maler. 1935 zog die Familie Dürrenmatt nach Bern. Hier studierte er ab 1941 Philosophie, Naturwissenschaften und Germanistik. 1947 hatte am Schauspielhaus Zürich sein erstes veröffentlichtes Stück „Es steht geschrieben Uraufführung. Weltweiten Erfolg erlangte er mit seinen Komödien „Der Besuch der alten Dame” und „Die Physiker“. Immer wieder nahm er als gesellschaftskritischer Autor in Essays, Vorträgen und Festreden Stellung zu der internationalen Politik. 1983 starb seine erste Frau. Ein Jahr später heiratete er erneut: die Schauspielerin, Filmemacherin und Journalistin Charlotte Kerr. Dürrenmatt starb 1990 im Alter von 69 Jahren.

Inszenierung und Choreographie: Ralf Dörnen
Bühne und Kostüme: Klaus Hellenstein a. G.

Premieren

Stralsund: 2. Februar 2019 (Großes Haus)
Greifswald: 30. März 2019 (Großes Haus)

BALLETT

TanZZeiT 2019

Zwei zeitgenössische choreographische Uraufführungen 

von Tiago Manquinho und Kristian Lever

Die dritte Produktion des Ballettensembles ist die TanZZeiT. Zeit für Tanz. Zeit für zeitgenössischen Tanz. Stets steht am Anfang die Idee der zwei Gastchoreograph*innen. Im Verlauf der Arbeit entsteht so etwas Neues und noch nicht Dagewesenes. Seit über 20 Jahren lädt das Theater Vorpommern zur TanZZeiT zwei Choreograph*innen ein, um mit dem Tanzensemble gemeinsam zwei Uraufführungen zu erarbeiten. Dies bietet nicht nur den Gästen eine Option für neue Wege, sondern ermöglicht dem Ensemble Einblicke in neue Arbeitsweisen und Handschriften, das eigene Potential zu entdecken sowie individuelle Impulse einzubringen. Dieses Format hat eine lange Tradition für das BallettVorpommern und der Rückblick auf die vergangenen Choreographien gibt Anlass, genau dies fortzuführen.

Wie schon in den vergangenen Jahren werden die beiden Choreographen Workshops anbieten, um Sie hautnah den zeitgenössischen Tanz erleben zu lassen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Website: theater-vorpommern.de und den Monatsspielplänen für April und Mai 2019.

Konzept, Choreographie, Bühne und Kostüme: 

Tiago Manquinho und Kristian Lever

Tiago Manquinho, Tänzer und Choreograph, stammt aus Portugal und absolvierte seine Ausbildung in klassischem und zeitgenössischem Tanz in Lissabon. Es folgten zahlreiche Engagements – unter anderem an der Semperoper Dresden und am Theater Bielefeld. Parallel zeigte er regelmäßig eigene Choreographien. Von 2015 bis 2017 war Tiago Manquinho als Tänzer und Hauschoreograph am Staatstheater Braunschweig engagiert. Im Mai 2016 brachte er in Braunschweig sein Stück „Am sechsten Tag ...“ zur Uraufführung, es folgte der Tanzabend „Nice to meet you?“. Seit Ende der Spielzeit 2017/18 arbeitet er als freischaffender Choreograph und choreographierte als Gast am Staatstheater Braunschweig für das Community Tanzprojekt „tanzwärts: ich & ich & ich“.

Kristian Lever, geboren in London, wuchs im finnischen Helsinki auf und begann erst als Teenager, Ballettstunden zu nehmen. Das neu gewonnene Interesse für den Tanz führte ihn einige Jahre später an die Bolshoi Ballet Academy nach Moskau und später an die Palucca Hochschule für Tanz in Dresden. Kristian Lever freut sich auf die Aufgabe, das Gelernte an andere junge Tänzerinnen und Tänzer weiterzugeben und ihnen zu beweisen, dass jeder mithilfe von Konzentration und Leidenschaft zu einem guten Tänzer oder einer guten Tänzerin werden kann. Seit der Spielzeit 2015/16 ist er Teil des Bundesjugendballetts.

Premieren
Greifswald: 26. April 2019 (Hinterbühne)
Stralsund: 23. Mai 2019 (Hinterbühne)

BALLETT SONDERVERANSTALTUNG

Ballett-Benefiz-Gala 2018

Unter der Schirmherrschaft von Dr. Stefan Fassbinder, Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald

Bereits zum 19. Mal finden sich im November dieses Jahres Tänzer, Tänzerinnen, Choreographinnen, Choreographen und Tanzschaffende für den guten Zweck in Greifswald zusammen, wenn das BallettVorpommern zur Ballett-Benefiz-Gala einlädt. Wie in jedem Jahr verzichten alle anreisenden Künstler*innen aus dem In- und Ausland auf ihre Gage, sodass der komplette Erlös des Abends an eine gemeinnützige Organisation der Universitäts- und Hansestadt fließt. In diesem Jahr wird das Frauenhaus Greifswald „Frauen helfen Frauen e. V.“ mit dem Erlös des Abends neue Zimmerausstattungen finanzieren können, aber auch der kleine Garten soll damit verschönert werden. 

Erleben Sie ein vielfältiges hochkarätiges Programm, das wie in den vergangenen Jahren einen Querschnitt der Tanzlandschaft bietet – sowohl aus der freien Tanzszene als auch aus Stadt- und Staatstheater – und unterstützen Sie dabei mit Ihrer Eintrittskarte den guten Zweck.
Wir bedanken uns schon im Voraus bei allen Sponsoren, die die Ballett-Benefiz-Gala auch im Jahr 2018 unterstützen. 

Sa 24.11. / 19:30 Uhr / Greifswald (Großes Haus)

PHILHARMONISCHE KONZERTE

1. Philharmonisches Konzert

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie Nr. 38 D-Dur KV 504 „Prager Sinfonie“

Gustav Mahler

Sinfonie Nr. 1 D-Dur

Dirigent: GMD Florian Csizmadia

Greifswald: 4.9.2018 (Großes Haus)

Stralsund: 5. und 6.9.2018 (Großes Haus)

2. Philharmonisches Konzert

Arthur Sullivan

Ouvertüre zu „Macbeth“

Carl Reinecke

Konzert für Harfe und Orchester e-Moll op. 182

Robert Schumann

Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120

Solist: Joel von Lerber, Harfe

Dirigent: GMD Florian Csizmadia

Öffentliche Generalprobe: 8.10.2018 Greifswald (Großes Haus)

Greifswald: 9.10.2018 (Großes Haus)

Stralsund: 10. und 11.10.2018 (Großes Haus)

3. Philharmonisches Konzert

Franz Schubert

Sinfonie Nr. 4 c-Moll D 417

Johannes Brahms

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83

Solist: Matthias Kirschnereit, Klavier

Dirigent: Marc Niemann

Greifswald: 12.11.2018 (Großes Haus)

Stralsund: 21. und 22.11.2018 (Großes Haus)

4. Philharmonisches Konzert

„1919“

Edward Elgar

„Froissart“ – Konzertouvertüre op. 19

Edward Elgar

Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 85

Maurice Ravel

„Le Tombeau de Couperin“ – Suite für Orchester

Béla Bartók

„Der wunderbare Mandarin“ – Konzertsuite

Solist: Sebastian Klinger, Violoncello

Dirigent: GMD Florian Csizmadia

Greifswald: 15.1.2019 (Großes Haus)

Stralsund: 16. und 17.1.2019 (Großes Haus)

5. Philharmonisches Konzert

Beethoven-Zyklus I 

Thomas Adès

Tänze aus „Powder Her Face“ op. 14

Benjamin Britten

Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 15

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36

Solist: Mika Seifert, Violine

Dirigent: GMD Florian Csizmadia

Öffentliche Generalprobe: 25.2.2019 Greifswald (Großes Haus)

Greifswald: 26.2.2019 (Großes Haus)

Stralsund: 27. und 28.2.2019 (Großes Haus)

Putbus: 1.3.2019

6. Philharmonisches Konzert

Charles Gounod

Ballettmusik aus der Oper „Faust“

Camille Saint-Saëns

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 F-Dur op. 103

César Franck

Sinfonie d-Moll FWV 48

Solist: Joseph Moog, Klavier

Dirigent: GMD Florian Csizmadia

Greifswald: 2.4.2019 (Großes Haus)

Stralsund: 3. und 4.4.2019 (Großes Haus)

7. Philharmonisches Konzert

Niels Wilhelm Gade

„Nachklänge von Ossian“ – Konzertouvertüre op. 1

Carl Nielsen

Konzert für Klarinette und Orchester op. 57

Hector Berlioz

Symphonie fantastique op. 14

Solistin: Bettina Aust, Klarinette

Dirigent: Joseph Trafton

Greifswald: 30.4.2019 (Großes Haus)

Stralsund: 1. und 2.5.2019 (Großes Haus)

8. Philharmonisches Konzert

Beethoven-Zyklus II 

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

Dirigent: GMD Florian Csizmadia

Öffentliche Generalprobe: 3.6.2019 Greifswald (Großes Haus)

Greifswald: 4.6.2019 (Großes Haus)

Stralsund: 5. und 6.6.2019 (Großes Haus)

Putbus: 10.6.2019

 

 

Sonderkonzerte

Internationale Koproduktion im Rahmen der Exzellenzförderung der Staatsministerin für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland für das Philharmonische Orchester Vorpommern

Benjamin Britten

War Requiem 

Der Komponist Benjamin Britten war zeitlebens der Auffassung, dass er einem moralischen Ziel verpflichtet sein müsse. Aus diesem Geist entstand sein „War Requiem“. Anlässlich der Einweihung der neuen Kathedrale im englischen Coventry, deren Vorgängerbau im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Luftwaffe zerstört worden war, wurde das Werk 1962 ebendort uraufgeführt. 

Anders als bei den meisten Requiem-Vertonungen, handelt es sich bei Brittens Werk nicht um ein allgemeines Totengedenken, sondern hier treten die zeitlosen Texte der Liturgie in direkte Auseinandersetzung mit den Antikriegsgedichten des britischen Dichters Wilfred Owen, der mit nur 25 Jahren im Jahr 1918 – kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges – den Tod in einem französischen Schützengraben fand. Es ist Owens Haltung, die Brittens Einstellung zur Kunst einerseits und zum Krieg andererseits so sehr entspricht, dass der Komponist seinem Werk folgende Erklärung des Dichters voranstellte: „Mir geht es nicht um Poesie. Mir geht es um den Krieg, das Elend des Krieges. Poesie mag in diesem Elend liegen … doch alles, was ein Dichter dieser Tage tun kann, ist warnen.“ Diese Warnung hat bis heute nichts an Aktualität eingebüßt. Und doch ist Brittens „War Requiem“ nicht nur Mahnung, sondern schlägt vielmehr eine Brücke von persönlich erlebtem Leid des Kriegsteilnehmers Owens über die Erkenntnis der Sinnlosigkeit des Krieges im Allgemeinen bis hin zum Friedens- und Erlösungsgedanken. Eine groß angelegte Versöhnungsgeste, die nicht im bloßen musikalischen Bekenntnis Halt macht: Es war ausdrücklich Benjamin Brittens Wunsch, für die Uraufführung drei Solisten aus den zuvor im Krieg verfeindeten Nationen zu gewinnen: die russische Sopranistin Galina Wischnewskaja, den englischen Tenor Peter Pears und den deutschen Bariton Dietrich Fischer-Dieskau. Und so ist das „War-Requiem“ gleichermaßen musikalische Mahnung wie eine Geste länderübergreifender Verständigung. 

Gerade vor der aktuellen weltpolitischen Lage scheint es daher erneut an der Zeit, Brittens großes Werk zu Gehör zu bringen und mit neuer Bedeutung zu füllen. Durch das Zusammenwirken zweier Orchester und vierer Chöre aus drei Ländern und einem internationalen Solistenensemble wird mit der Aufführung des „War Requiem“ ein Vorhaben realisiert, das mehr als eine Geste und weit mehr als ein Konzert ist – es ist ein Brückenschlag zwischen den Nationen.

Den Auftakt bildet das Konzert im Greifswalder Dom am 28. Oktober 2018. Ihm folgen Konzerte in Stettin am 31. Oktober und in Klaipėda am 3. November.

Höhepunkt dieser, in jeder Hinsicht grenzüberschreitenden, Konzerttournee wird die abschließende Aufführung am 15. November 2018 im Berliner Dom sein, die den Bogen zurück zu zwei historischen Ereignissen schlägt: zum Ende des Ersten Weltkrieges, das mit dem Waffenstillstand von Compiègne am 11. November 1918 besiegelt wurde, sowie zur weltweit zweiten Aufführung des „War Requiem“, die – kurz nach der Uraufführung in Coventry – am 18. November 1962 ebenfalls in Berlin stattfand. 

Solistin und Solisten:

Aga Mikolaj, Sopran

Benjamin Hulett, Tenor

Benjamin Appl, Bariton

Stephan Genz, Bariton (Klaipėda)

Philharmonisches Orchester Vorpommern

Orchester der Opera na Zamku, Stettin

Opernchor des Theaters Vorpommern,

Opernchor der Opera na Zamku, Stettin 

Opernchor des Staatlichen Musiktheaters Klaipėda

Knabenchor „Słowiki“ und Akademischer Chor „Prof. Jan Szyrocki“, Stettin

Dirigenten: Florian Csizmadia und Jerzy Wołosiuk

Greifswald: 28.10.2018 (Dom St. Nikolai)

Stettin: 31.10.2018 (Opera na Zamku)

Klaipėda: 3.11.2018 (Staatliches Musiktheater)

Berlin: 15.11.2018 (Berliner Dom)

Orchester hoch zwei

Großes Kooperationskonzert des Philharmonischen Orchesters Vorpommern und der Neubrandenburger Philharmonie 

Zwei Orchester verschmelzen an diesem Abend zu einem gewaltigen Klangkörper. Die Kooperation des Theaters Vorpommern mit der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz ermöglicht ein Konzerterlebnis exquisitester Art, denn auf dem Programm stehen ausschließlich Werke hochromantischer Prägung, die ein sehr großes Orchester erfordern, sowie zwei Generalmusikdirektoren, die jeweils einen Konzertteil dirigieren werden.

Die erste Konzerthälfte wird unter der Leitung von GMD Florian Csizmadia (Theater Vorpommern) stehen, der sich zwei eher selten gespielten Werken des beginnenden 20. Jahrhunderts widmet. Den Auftakt bildet „The Walk to the Paradise Garden“, ein instrumentales Intermezzo aus der Oper „A Village Romeo and Juliet“ von Frederick Delius. Die Farbigkeit des französischen Impressionismus spiegelt sich im Werk dieses Kosmopoliten ebenso wieder wie die schwelgerisch-morbide Dekadenz des ausgehenden 19. Jahrhunderts und lassen den abendlichen Spaziergang zum Wirtshaus „Paradise Garden“ als Abgesang und Aufbruch zugleich erscheinen – die klangmächtige Schilderung einer Zeitenwende.

Alexander Skrjabins ganz unbescheidene Überzeugung, dass alle Künste, ja das gesamte Universum, auf mystische Weise verschmelzen müssten und er der Richtige sei, dies zu vollbringen, fand ihren Niederschlag in seinem klangsinnlich überbordenden „Poème de l’Extase“, einer Tondichtung, die zwar zeitgleich mit dem gleichnamigen Gedicht von Alexander Skrjabin entstand, die aber keiner Worte bedarf, um sich auszudrücken. 

Mit Richard Strauss‘ „Heldenleben“ widmet sich GMD Sebastian Tewinkel (Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz) im zweiten Teil des Abends einem Opus, das bei seiner Uraufführung 1899 nicht nur durch den monumentalen Orchesterapparat und eine innovative formale Konzeption überraschte, sondern auch mit einem außermusikalischen Programm, das nach den philosophischen wie narzisstischen Sternen greift, musikalisch aber den Himmel auf Erden bereitet. 

Frederick Delius

„The Walk to the Paradise Garden“ 

Intermezzo aus der Oper „A Village Romeo and Juliet“

Alexander Skrjabin

„Le Poème de l’Extase“ op. 54

Richard Strauss

„Ein Heldenleben“ op. 40

Philharmonisches Orchester Vorpommern

Neubrandenburger Philharmonie

Dirigenten: GMD Florian Csizmadia und GMD Sebastian Tewinkel

Neubrandenburg: 25.5.2019 (Konzertkirche)

Greifswald: 26.5.2019 (Dom St. Nikolai)

Weihnachtskonzert

So schön wie im Film …

Mit: Solist*innen und Opernchor des Theaters Vorpommern, Kinder- und Jugendchor des Theaters Vorpommern, Philharmonisches Orchester Vorpommern

Stralsund: 8., 14.und 26.12.2018 (Großes Haus)

Putbus: 11.12.2018

Greifswald: 21., 22. und 25.12.2018 (Großes Haus)

Neujahrskonzert

Wien, Wien, nur du allein

Mit: Solist*innen, Philharmonisches Orchester Vorpommern

Dirigent: GMD Florian Csizmadia

Moderation: Florian Csizmadia und Katja Pfeifer

Greifswald: 1.1.2019 (Großes Haus)

Stralsund: 2.1.2019 (Großes Haus)

Putbus: 3.1.2019

 

Große Werke Schritt für Schritt

Gesprächskonzert für aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer

Antonín Dvořák

Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der Neuen Welt“

Dirigent und Moderator: GMD Florian Csizmadia

Florian Csizmadia erläutert anhand von Dvořáks Meisterwerk nicht nur die Umstände, unter denen die Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ entstand, sondern bringt auch viel Informatives und Wissenswertes über die Sinfonie im Allgemeinen zu Gehör. 

Stralsund: 14.4.2019 (Großes Haus)

Putbus: 18.4.2019 (Großes Haus)

Greifswald: 21.4.2019 (Großes Haus)

Konzerte für junges Publikum

1. Konzert 

Musik sehen (10+)

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36

Stell dir vor, du hast nur Musik im Kopf und plötzlich kannst du immer schlechter hören ... Wie konnte Beethoven trotzdem komponieren? Konnte er seine Musik überhaupt wahrnehmen? Wie? Wir lernen seine große 2. Sinfonie kennen und finden es heraus.

Konzertpädagogische Angebote: Konzertklasse (Stralsund und Greifswald), Materialmappe, Einführungsworkshops

Greifswald: 26.2.2019 (Großes Haus)

Stralsund: 28.2.2019 (Großes Haus)

Putbus: 4.3.2019 

2. Konzert 

Peer und die Trolle (8+)

Edvard Grieg

Peer-Gynt-Suiten 1 & 2 op. 46 und 55

Mit Edward Griegs wundervoller Musik begleiten wir Peer Gynt auf seinen „trolligen“ Abenteuern nicht nur in die „Halle des Bergkönigs“.

Konzertpädagogische Angebote: Konzertklasse (Stralsund und Greifswald), Materialmappe, Einführungsworkshops

Greifswald: 20.3.2019 (Großes Haus)

Stralsund: 9.4.2019 (Großes Haus)

Das Philharmonische Orchester Vorpommern plant in der neuen Spielzeit auch wieder Sitzkissenkonzerte, wird mit Orchester Mobil unterwegs sein, sich mit Musik+ in einem großen Schulprojekt engagieren und ausgewählte Proben zu Philharmonischen Konzerten für junge Hörerinnen und Hörer öffnen. 

 

Kammerkonzerte

1. Kammerkonzert

Lieblingsstücke

Werke von Jennifer Higdon, Johannes Brahms, Philip Glass und Richard Strauss

Mit: Mika Seifert, Violine, und David Grant, Klavier

2. Kammerkonzert

Bach auf vier Saiten

Werke von Johann Sebastian Bach 

für Violoncelli arrangiert von Gregor Szramek

Mit: Issei Hiramoto, Arne Petersohn, Maria Sauer, Gregor Szramek, Violoncello

3. Kammerkonzert

In Sturm und in der Ruh

Lieder und Texte von und um Carl Löwe

Mit: Alexandru Constantinescu, Gesang und Klavier

und Katja Pfeifer, Texte

4. Kammerkonzert

Mord in der Oper

Musik und Literatur – aber kein Gesang

Mit: Mika Seifert, Violine, und Alexandru Constantinescu, Klavier

Katja Pfeifer und Thomas Rettensteiner, Lesung

 

5. Kammerkonzert

Kapriziöses zu sechst

Streichsextette von Richard Strauss, Johannes Brahms und Pjotr I. Tschaikowskij

Mit: Mika Seifert und Michael Meyer, Violine; Christin Petersohn und Reinhard Allenberg, Viola; Arne Petersohn und Gregor Szramek, Violoncello

6. Kammerkonzert

Klassisch-romantisches [Arbeitstitel]

Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Max Reger und Albert Roussel

Mit: N.N., Violine; Uwe Hildebrandt, Flöte; Reinhard Allenberg, Viola; N.N., Violoncello

7. Kammerkonzert

Wenn ich ein hübscher kleiner Vogel wär`

Liebesliederwalzer und Neue Liebesliederwalzer von Johannes Brahms

Mit: Kristina Herbst, Franziska Ringe, Karo Khachatryan und Maciej Kozłowski, Gesang

David Behnke und David Grant, Klavier

 

PREMIEREN Schauspiel

Die Frau in den Dünen

nach dem Roman von Kōbō Abe

in einer neuen Bühnenfassung von Kai Grehn

Ein Lehrer besucht eine Dünenlandschaft am Meer, um seiner Leidenschaft nachzugehen. Er sammelt Insekten. Immer menschenleerer wird die Gegend, abgeschieden, ein Universum aus Sand. In einer Senke, eher ein tiefes Loch im Sand, nicht weit von der Küste, entdeckt er ein Haus. Da es spät geworden ist, lässt er sich von den Einheimischen überreden, die Nacht in diesem Haus zu verbringen, das eine einsame Frau bewohnt. An Strickleitern lassen sie ihn hinunter in die Grube. Die Primitivität der Lebensweise stößt ihn ab. Nur eine Nacht! Doch es kommt anders ...

Kōbō Abe schrieb diesen Roman bereits in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. 

Er thematisiert eine Gesellschaft der zwei Geschwindigkeiten. Während sich in den Städten die Lebensweisen radikal modernisieren, scheint auf dem Land das Leben seit Generationen unverändert. Und so treffen mit dem Lehrer aus der Stadt und der Frau in den Dünen zwei Welten aufeinander, die unvereinbarer kaum sein könnten.

Eine großartige Geschichte über Vertrauen, Verantwortung, das tiefe Gefühl der Heimatverbundenheit und eine intelligente Variation auf Camus` Satz, dass man sich Sisyphus als glücklichen Menschen vorstellen müsse. 

Kōbō Abe gilt in Japan als der moderne Klassiker schlechthin und wird dort als der japanische Kafka bezeichnet. „Die Frau in den Dünenʺ ist sein bekanntester Roman, wurde 1964 von Hiroshi Teshigahara verfilmt und mit dem Preis der Jury in Cannes ausgezeichnet.

Inszenierung: KAI GREHN a. G.

Bühne und Kostüme: JULIA BURDE a. G.

Kai Grehn studierte am Regieinstitut der Schauspielschule „Ernst Busch“ in Berlin. Er arbeitet als Regisseur und Autor. Zu seinen Veröffentlichungen gehören neben den Prosabänden „Schwarz. Reiseskizzen“ und „Funken oder: So glücklich wie wir ist kein Mensch unter der Sonne“ Theaterstücke, Übersetzungen von William Blake, William S. Burroughs, Nick Cave, Antoine de Saint-Exupéry und Walt Whitman sowie zahlreiche Hörspielarbeiten, für die er u. a. den Deutschen Hörbuchpreis und den Prix Marulić Spezialpreis erhielt. 2016 wurde er mit dem erstmals vergebenen Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet.

Premieren

Greifswald: 5. Oktober 2018 (Rubenowsaal)

Stralsund: 24. Oktober 2018 (Gustav-Adolf-Saal)

Schauspiel

Der Kirschgarten

Schauspiel von Anton Tschechow

in einer Bühnenfassung von Reinhard Göber

Die Familie der Ranjewskaja, die den schönsten Kirschgarten des Gouvernements besitzt, ist vollkommen bankrott. Zurückgekehrt aus Paris, muss sich die leichtlebige Gutsherrin der Zwangsversteigerung des Gartens stellen. Ihre Tochter Anja hängt weniger an dem Ort: Sie will sich zusammen mit Trofimow in der Stadt Arbeit suchen und hofft, dort ein selbstbestimmtes, menschenwürdiges Leben führen zu können. Zwar macht Kaufmann Lopachin den Vorschlag, den unprofitablen Garten abzuholzen und das Gelände zur Errichtung von Sommerhäusern zu parzellieren – womit der Ruin abgewendet werden könnte –, doch wollen sich weder die sentimentale Ranjewskaja noch ihr lebensuntüchtiger Bruder Gajew vom Kirschgarten trennen. Während es die Familie vorzieht, im Haus ein rauschendes Fest zu feiern, ersteigert der Kaufmann Lopachin, ein Vertreter der kommenden Gesellschaftsschicht, den Garten. Die Ranjewskaja beschließt, nach Paris zurückzukehren. Mit dumpfen Axtschlägen beginnen Lopachins Arbeiter, den Garten abzuholzen.

Inszenierung: REINHARD GÖBER

Bühne und Kostüme: ARIANE SALZBRUNN a. G.

Reinhard Göber studierte Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin und war von 2000-02 Oberspielleiter des Schauspiels am Theater der Hansestadt Lübeck. Er inszenierte an den Stadt- und Staatstheatern von Bonn, Hannover, Linz, Kassel, Mainz, Parchim, Luzern, Schaan (Liechtenstein), Gera-Altenburg, Bielefeld, Dortmund, Oberhausen, Essen, Lübeck, Meiningen, Schleswig, Konstanz, Dessau, Saarbrücken, Cottbus und Innsbruck. Seit 2005 erhielt Reinhard Göber zahlreiche Lehraufträge an Universitäten in Österreich und Deutschland. Seit 2006 ist er der künstlerische Leiter der „Großen Kiesau Literaturnacht“ in Lübeck. Auszeichnungen würdigten seine Arbeit. Seit der Spielzeit 2016/17 ist er Oberspielleiter Schauspiel am Theater Vorpommern.

Premieren

Greifswald: 6. Oktober 2018 (Großes Haus)
Stralsund: 20. Oktober 2018 (Großes Haus)

 

 

Schauspiel

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (4+)

Bühnenfassung von Uli Jäckle

nach dem gleichnamigen tschechisch-deutschen Märchenfilm

von Václav Vorlíček und František Pavlíček

Aschenbrödel darf seit dem Tod ihres Vaters unter der strengen Hand der Stiefmutter nur noch die Öfen kehren. Und auch neben der Stiefschwester, dem Dorchen, findet sie keinen wirklichen Platz in der vermeintlichen Familie. Es kommt der Tag, an dem der königliche Hof zum Ball einlädt. Der Prinz soll endlich vermählt werden. Dorchen probiert für diesen Anlass Kleider über Kleider. Aschenbrödel bleibt einzig der Traum von einem besonderen Abend, denn bis die beiden Damen wieder heimkehren, muss sie Erbsen von Linsen aus einem großen Trog trennen. Mitten im Winterwald findet der Kutscher währenddessen drei Haselnüsse, die er Aschenbrödel als kleine Aufmerksamkeit mitbringt – drei ganz besondere Früchte, wie sich herausstellt. Denn ihnen wohnt ein Zauber inne ...

Die deutsch-tschechische Verfilmung von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ mit der wunderbaren Musik von Karel Svoboda ist einer der erfolgreichsten Märchenfilme aller Zeiten. In der Fassung von Uli Jäckle gelingt es, diesen Zauber auf die Bühne zu übertragen.

Inszenierung: Arnim Beutel a. G.

Musikalische Arrangements: Sebastian Undisz

Bühne und Kostüme: Andrea Eisensee a. G. und Martin Fischer a. G.

Arnim Beutel, in Berlin geboren, studierte Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Nach Engagements in Ulm und Berlin arbeitet er seit 2001 als freier Schauspieler und Regisseur u. a. in Berlin und Basel. Er inszenierte in Neustrelitz, Rudolstadt, Stendal und für das „Volkstheater Weißensee“ in Berlin. Am Theater Vorpommern inszenierte er u. a. „In 80 Tagen um die Welt“, 

„Das Theater der unerhörten Dinge“ und „Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute“.

Premieren

Stralsund: 17. November 2018 (Großes Haus)

Greifswald: 5. Dezember 2018 (Großes Haus)

SCHAUSPIEL

Kunst

Komödie von Yasmina Reza

Serge, ein erfolgreicher Hautarzt und Kunstliebhaber, hat für viel Geld ein weißes Bild erworben. Begeistert präsentiert er es seinen Freunden. Marc, Luftfahrt-Ingenieur, ist entsetzt von dieser Verschwendung und nennt das Bild „Scheiße“. Serge ist beleidigt, denn bei genauem Hinsehen erkenne man weiße Querstreifen auf weißem Grund – eine geniale Komposition, wie er findet.

Der dritte im Männerfreundschaftsbunde ist Yvan, Handelsvertreter mit unsicherer Perspektive, der kurz vor der Hochzeit mit Catherine steht und im Streit um das Bild keine Stellung beziehen möchte, um es sich mit keinem der anderen zu verscherzen. 

Yasmina Rezas Stück wurde 1994 in Paris uraufgeführt und schnell zu einem Welterfolg; es erhielt mehrere Preise (Molière, Tony Award, Laurence Olivier Award) und wurde bisher in 40 Sprachen übersetzt. 

Yasmina Reza, 1957 in Paris geboren, ist Autorin, Regisseurin, Schauspielerin und die meistgespielte zeitgenössische Theaterautorin. Ihr drittes Theaterstück „Kunst“ wurde der erste Welterfolg von Yasmina Reza. Es folgten „Drei Mal Leben“ und „Der Gott des Gemetzels“. Ihre Theaterstücke wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt, und die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb einst über Yasmina Reza, dass sie „so leichte Komödien schreibt, dass man gar nicht merkt, wie schwer sie sind.“

Inszenierung: REINHARD GÖBER

Bühne und Kostüme: ARIANE SALZBRUNN a. G.

Premieren

Stralsund: 24. November 2018 (Großes Haus)

Greifswald: 20. Dezember 2018 (Großes Haus)

 

SCHAUSPIEL

Weißer Raum

von Lars Werner

Auf einem Bahnsteig ruft eine Frau um Hilfe, ein Gleiswärter zieht sich seine Lederhandschuhe über – dann bedient sich Lars Werner einer Kleist’schen Fehlstelle. Man wird nie erfahren, was wirklich in dieser Nacht auf diesem Bahnsteig geschah zwischen dem Geflüchteten und Marie, der Journalistin, die er bedrängte. Man wird den Fremden nicht mehr fragen können, denn Uli, der Gleiswärter, der Marie zu Hilfe kommt, schlägt ihn tot. Ein Unfall? Notwehr? Uli muss jedenfalls nicht ins Gefängnis. Für viele ist er ein Held, der die Zeit vor der Flüchtlings“welle“ wiederherstellen wird – die heile Welt von früher – für die anderen eine fragwürdige Figur. Hat er vielleicht nur die Gelegenheit ausgenutzt, um es einem von denen mal so richtig zu zeigen? Und hatte er seinen Job als Portier an der Uni in Dresden nicht verloren, weil er es auch da einem farbigen Studenten mal richtig zeigen wollte? Früher war alles besser – weil Deutschland von Ausländern, Migranten und Flüchtlingen „rein“ war? Oder tut man Uli Unrecht? Tut Marie ihm Unrecht, die endlich schreiben will, wie ihr die Galle hochkommt angesichts der gesamtgesellschaftlichen Blindheit auf dem rechten Auge? Angesichts des rassistischen und völkischen Vokabulars der neuen Rechten? Werner benutzt die Sprache der Hetzer, damit sie sich nicht mehr verstecken können, nicht mehr sagen können, das wäre nicht so gemeint gewesen. „Es ist so gemeint“, sagt er. 

„Weißer Raum“ wurde in Greifswald 2018 mit dem Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker ausgezeichnet. Den Preis vergibt die Stadt Frankfurt (Oder) seit 1996 zusammen mit dem Frankfurter Kleist Forum, der Dramaturgischen Gesellschaft und den Ruhrfestspielen Recklinghausen.

Lars Werner wurde 1988 in Dresden geboren. Er studierte von 2010 bis 2016 Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und von 2012 bis 2013 Sculpture am Camberwell College in London. Von 2014 bis 2018 studierte Lars Werner „Szenisches Schreiben" an der Universität der Künste, Berlin. Lars Werners Stücke liefen, meist in Werkstattinszenierungen, bisher an folgenden Häusern: Box - Deutsches Theater Berlin, P14-Volksbühne, Ballhaus Ost, Hans-Otto-Theater Potsdam. Im Oktober 2017 eröffnete Lars Werner unter dem Dach der Kulturstätte Zukunft am Ostkreuz das Berliner Ringtheater. Einen Monat nach der Eröffnung übertrug Werner die Leitung an das Ring-Kollektiv, das aus jungen Theatermacher*innen und ihm selbst besteht. Das Theater widmet sich verstärkt neuer Dramatik, sowie neuen performativen Formen und hat den Anspruch einen Raum für quere, intersektionale und antirassistische Diskurse zu schaffen. Für sein Stück „Weißer Raum" erhielt Lars Werner 2018 den Kleist-Förderpreis.

Inszenierung: REINHARD GÖBER

Bühne und Kostüme: STEFAN HEYNE a. G.

Premieren 

Greifswald: 16. März 2019 (Großes Haus)

Stralsund: 6. April 2019 (Großes Haus)

SCHAUSPIEL

Antigone

Tragödie des Sophokles

Zwei Brüder streiten um den verwaisten Thron von Theben. Eteokles vertrieb seinen Bruder aus der Stadt – dieser sammelte ein Heer, um seinen Anspruch geltend zu machen. In der Schlacht um die Stadt lassen beide ihr Leben. Doch während der eine als Verteidiger der Stadt ein ruhmvolles Begräbnis erhält, soll Polyneikes nach dem Willen des neuen Königs das Begräbnis versagt werden. Der Feind der Stadt soll nicht dieselbe Behandlung erfahren wie ihr heldenhafter Verteidiger. 

Antigone kann sich dieser Order des Königs Kreon nicht beugen. Verbietet dieses Gesetz es ihr doch, ihren Bruder zu begraben, wie die Götter dies fordern. 

Antigone entscheidet sich für das ältere Recht und begräbt ihren Bruder. König Kreon sieht seine Macht gefährdet, kaum dass er den Thron bestiegen hat. Wer wird seine Autorität anerkennen, wenn schon seine erste Order von einer Frau missachtet wird? Er verurteilt Antigone zum Tode. Doch das Volk fürchtet die Rache der Götter, deren Gebot Antigone ja befolgt hat. Welches Gesetz soll gelten in Theben? Das der Götter oder das von Kreon?  „Ungeheuer ist viel und nichts / Ungeheurer als der Mensch.“

 „Antigone verletzt das Recht des Staates, Kreon das der Familie. Die Antinomie zweier gleichberechtigter Prinzipien macht das Wesen der Tragödie aus.“

Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Sophokles, der mittlere der drei großen griechischen Tragödiendichter (Aischylos, Sophokles, Euripides) wurde 496 v. u. Z. in Kolonos/Athen geboren, wo er 406 starb. Sophokles bekleidete wiederholt hohe Staatsämter (z.B. 440 Stratege zusammen mit Perikles). In der Tragödie führte er den dritten Schauspieler ein. Ihm werden 123 Tragödien zugeschrieben, von denen leider nur sieben vollständig erhalten sind. Bei den Dionysien soll er 24 Siege davongetragen haben, was 96 Stücken (es wurden Tetralogien aufgeführt) entspricht. Seine Tragödie der Antigone ist eines der meistgespielten antiken Dramen.

Inszenierung: ANNETT KRUSCHKE

Bühne und Kostüme: EVA HUMBURG

Annett Kruschke absolvierte von 1980 bis 1984 ihr Schauspielstudium in Babelsberg an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf. Sie spielte in festen Engagements über Jahre an zahlreichen Theatern, wie dem Deutschen Nationaltheater Weimar, den Städtischen Bühnen Chemnitz, dem Maxim-Gorki-Theater Berlin und gehörte zur erfolgreichen Anfangs-Ära der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz des Intendanten und Regisseurs Frank Castorf („King Lear", „Clockwork orange"). Sie spielte bei Andreas Kriegenburg, Karin Henkel, Herbert Fritsch und gastierte u. a. an den Schleswig-Holsteinischen Landesbühnen. Am Theater Vorpommern ist sie aktuell in „Wunschkinder“ und „Dantons Tod“ zu erleben. Als Regisseurin war sie hier auch für die Inszenierungen „Dantons Tod“ und „Vereinte Nationen“ verantwortlich. Seit dieser Spielzeit ist Annett Kruschke festes Ensemblemitglied am Theater Vorpommern.

Premieren

Stralsund:  30. März 2019 (Großes Haus)

Greifswald: 6. April 2019 (Großes Haus)

SCHAUSPIEL

URAUFFÜHRUNG

Die Fischbrötchenoper

Eine musikalische Vorpommernchronik

von Patrick Schimanski und Sebastian Undisz

Die Zeiten vergehen, Bernds Fischbude an der Ostsee bleibt bestehen! Seit hundert Jahren verkauft Bernd dort seine Fischbrötchen und sein Bier. Seit hundert Jahren ist er gleich alt, während die Kundschaft kommt und geht. 

Bernds Fischbudenwagen hat alles überdauert: Kaiserzeit, zwei Weltkriege, Sozialismus und Kapitalismus. Die Kunden und die Zeiten ziehen vorbei, Bürgersleut‘ und Proletarier, Jugend auf der Suche nach Vergnügen, Swingtänzer, Blaskapellen, Pioniere und Rock 'n' Roller, Männer ohne Frauen, Frauen ohne Männer, Wessis und Ossis. Hippies, Technotänzer, Punker, Rapper, Reiche, Arme, Junge, Alte - irgendwann braucht jeder ein Fischbrötchen. Und ein Bier. Weil das Leben so salzig ist …

In einer musikalischen Strandrevue besingen wir einhundert Jahre Vorpommern. Lieder zum Nachdenken, zum Träumen, zum Mitsingen oder leicht mit der Schuhspitze wippen. Für alle, die hier ihre Heimat haben oder es zu ihrer machen wollen. Für Einwohner, Zugereiste und Gäste! 

Musikalische Leitung: Sebastian Undisz

Inszenierung: Patrick Schimanski a. G.

Bühne und Kostüme: XENIA HUFSCHMIDT a. G.

Konzeptionelle Mitarbeit: STEFAN HUFSCHMIDT a. G.

Patrick Schimanski arbeitet seit vielen Jahren als Regisseur, Komponist und Musiker an deutschsprachigen Stadt- und Staatstheatern. Regiearbeiten führten ihn unter anderem an die Staatsoper Stuttgart, an das Mannheimer Nationaltheater, das Schauspielhaus Zürich, das Theater Bielefeld, das Theater Ingolstadt, ans Bremer Theater und das Staatstheater in Nürnberg. Er komponierte und musizierte für Hans Neuenfels, Johann Kresnik, Konstanze Lauterbach, Renee Pollesch, Holk Freytag, Hasko Weber, Roland Schimmelpfennig, Gesine Schmidt und viele andere: am Thalia Theater Hamburg, am Deutschen Theater Berlin, am Münchner Volkstheater und zahlreichen weiteren Häusern im Bundesgebiet, in Österreich und der Schweiz.

Premieren

Stralsund: 4. Mai 2019 (Großes Haus)

Greifswald: 1. Juni 2019 (Großes Haus)

SCHAUSPIEL

Michael Kohlhaas (14+)
von Franziska Steiof
nach Heinrich von Kleist

Als der angesehene brandenburgische Pferdehändler Michael Kohlhaas eine Koppel Pferde nach Sachsen führen will, wird er vom Junker Wenzel von Tronka genötigt, zwei Pferde auf der Tronkenburg zurückzulassen: Neuerdings sei ein Passschein zum Überqueren der Grenze erforderlich, den er sich erst besorgen müsse. Doch am Ende ist Kohlhaas um seine Pferde geprellt. Er schlägt den Rechtsweg ein, obwohl er sich klar im Recht befindet, wimmeln ihn die Behörden als Querulanten ab. Von Vetternwirtschaft und der Willkür der Obrigkeit erbost, setzt Kohlhaas alles auf eine Karte: Er gibt Familie, gesellschaftliche Position und all sein Hab und Gut auf, allein um in seinem verhältnismäßig geringfügigen Streitfall moralisch und juristisch Gerechtigkeit zu erlangen, bis ihn sein übermäßiges Rechtsempfinden zum Räuber und Mörder werden lässt.

Inszenierung: OLIVER SCHEER 

Oliver Scheer (*1982 in Magdeburg) nahm nach seinem Abitur ein Lehramtsstudium in den Fächern Deutsch und Geschichte auf. Während seines Studiums wirkte er an mehreren Bühnenproduktionen mit. Ab 2013 arbeitete er als Regieassistent am Theater Magdeburg und dem Schleswig-Holsteinischen Landestheater, wo er u. a. mit den Regisseuren Reinhard Göber, Volker Lösch und Wolfram Apprich zusammenarbeitete. Seit der Spielzeit 2016/17 ist er als Regieassistent am Theater Vorpommern fest engagiert und debütierte hier mit den Monodramen „Never fuck with the King“ und „Charlotte – Leben oder Theater?“ als Autor und Regisseur.

Premieren

Greifswald: 9. Mai 2019 (Rubenowsaal)

Stralsund: 15. Mai 2019 (Gustav-Adolf-Saal)

 

THEATER IM KLASSENZIMMER

NEU! 1. KLASSENZIMMERSTÜCK TANZ

URAUFFÜHRUNG

Augenhöhe

(Arbeitstitel)

Wie ist es, wenn der neue Mitschüler oder die neue Mitschülerin im Rollstuhl sitzt? Wie bewegt man sich rollend durch die Schule, durch die Stadt und durch das Leben? Was steht einer oder einem im Weg? Und wie kommt man auf Augenhöhe mit den Gehenden? 

Die Klassenzimmer in Vorpommern verwandeln sich ab dieser Spielzeit auch in Tanzbühnen. Im ersten Klassenzimmerstück Tanz treffen zwei Tanzende aufeinander, deren Bewegungsspielraum und Hintergrund unterschiedlicher nicht sein könnte. Ein*e Tänzer*in steht auf den Beinen, der oder die andere sitzt im Rollstuhl.

Ohne Berührungsängste werden die beiden sich solange umeinanderdrehen und wenden, miteinander toben, rollen und sich tragen oder auch miteinander kämpfen, bis niemand mehr weiß, wer jetzt eingeschränkt ist und wer nicht. Virtuos, unkonventionell und ganz nah an der Klasse erweitern die Tanzenden die Sehgewohnheiten von Schüler*innen wie Lehrer*innen und räumen mit Stereotypen zur Tanzkunst und dem Leben mit körperlichen Einschränkungen auf. 

Choreographie: STEFAN HAHN a. G.

Stefan Hahn studierte Choreographie und Regie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin sowie Sozialpädagogik an der Fachhochschule Frankfurt. Er absolvierte verschiedene tänzerische Aus- und Fortbildungen u. a. in Ausdruckstanz, Tanztherapie und verschiedenen Tanztechniken. Seit 1989 arbeitet er als Choreograph und Tänzer in ganz Deutschland sowie international in Theater- und freien Projekten und Produktionen. Hinzu kommen viele Eigenproduktionen, u. a. auch mit Studierenden und Jugendlichen. 2001 erfolgte die Gründung des Vereins Perform[d]ance und der eigenen Jugendcompany, denen er als künstlerischer und pädagogischer Leiter vorsteht. Er leitet zahlreiche Schulprojekte in der Region Stralsund, Vorpommern und Rügen. Von 2011-13 bildete er sich in München im Bereich Coaching/Fachliche Begleitung weiter.

Premiere

20. Februar 2019

Das Klassenzimmerstück Tanz im Rahmen von „Vorpommern tanzt an“ wird gefördert von TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern sowie dem Vorpommern-Fonds. Freundlich unterstützt durch die Hansestadt Stralsund.

Greifswald / Stralsund

AHOI – Mein Hafenfestival 2019 

D’Artagnans Tochter und die drei Musketiere
Abenteuerstück für die ganze Familie

Florence, die temperamentvolle Tochter des berühmten Musketiers d'Artagnan, träumt hinter Klostermauern vom echten Leben da draußen – in der Hauptstadt Paris. Doch ausgerechnet in den heiligen Mauern des Klosters wird sie Zeugin eines Komplotts gegen die Königin. Klar, dass die aufgeweckte junge Frau alles daransetzt, um den jungen König zu warnen und die Ehre ihres Vaters wiederherzustellen. Doch wem kann sie vertrauen? Einzig Athos, Porthos und Aramis, die drei Musketiere, versprechen Hilfe. Und dann ist da noch Nicolas, der als Kunstmaler eigentlich so gar nicht in das Beuteschema unserer jungen Heldin passt. Doch als Florence als vermeintliche Hexe verbrannt werden soll, heißt es für die drei Kämpfer und den mutigen Nicolas auf ein Neues: „Einer für alle, und alle für einen!ʺ

Abenteuer, Liebe und Leidenschaft im Paris des 16. Jahrhunderts, gewürzt mit einer Prise Humor und deftigen Fecht- und Kampfszenen: Das sind die Ingredienzen für unser neues Open-Air-Spektakel für die ganze Familie.

Inszenierung: MARKUS HEINZELMANN
Choreographie der Gefechte: JAN BERNHARDT

Markus Heinzelmann wurde 1968 in Karlsruhe geboren. Während des Studiums der Germanistik und Philosophie in Würzburg und Hamburg war er bereits Mitglied in freien Theatergruppen u. a. in Mainz und Berlin. Seit 1990 war er als Assistent sowohl für Fernsehen und Theater tätig. Markus Heinzelmann arbeitete zusammen u. a. mit Hartmut Wickert, Reinhard Göber, Armin Kerber, Thomas Bischoff und Dagmar Schlingmann. In der Freien Szene entwickelte er eigene Projekte. Mit dem eigenen Stück „absurd?“ erhielt er den Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreis. Mit der Gruppe „Free Pop Society“ hatte er Aufführungen in den Sophiensælen, Berlin. Seit 1999 arbeitet er als freier Regisseur in Mainz, Bielefeld, Kassel, Lübeck, Berlin, Linz, Konstanz, Basel, Bonn, Ingolstadt, Heidelberg sowie an den Staatstheatern Nürnberg und Saarbrücken.

Open-Air-Premiere

Greifswald: 22. Juni 2019 (Klosterruine Eldena)

Greifswald / Stralsund

AHOI – Mein Hafenfestival 2019 

Jesus Christ Superstar
Rockoper von Andrew Lloyd Webber (Musik) und Tim Rice (Gesangstexte)

Deutsch von Anja Hauptmann

Er ist jemand, zu dem man aufschaut, den man verehrt und bewundert. Er ist ein Vorbild, Gottes Sohn: Jesus von Nazareth. Alle lieben Jesus! Nein, nicht alle. Judas hat sich von ihm abgewandt, denn er glaubt nicht mehr an dessen Worte und Taten. Auch ist ihm Jesus‘ enge Freundschaft mit der Prostituierten Maria Magdalena, die auf dem besten Weg ist, sich in den „Superstar“ zu verlieben, ein Dorn im Auge. Judas wird alles tun, um Jesus‘ Weg zu durchkreuzen. Er verrät ihn, indem er sich den jüdischen Hohepriestern anvertraut, die selbst um ihre Macht fürchten. Um einen Volksaufstand zu verhindern, werden sie Jesus aus dem Weg räumen, und wenn es sein muss, auch unter der Anwendung unlauterer Mittel …

Als Andrew Lloyd Webber seine Rock-Oper schrieb, war er der Welt ein Unbekannter. Dies änderte sich mit einem Schlag, als das Werk des gerade einmal 23-Jährigen 1971 in New York uraufgeführt wurde. Seither sind Titel wie „Gethsemane“ und „I don’t know how to love him“ in den Köpfen des kollektiven Gedächtnisses der Musical-Kultur fest verankert. Und was wäre „Jesus Christ Superstar“ ohne seine einprägsame Titelmelodie, die das Publikum noch nach der Show nach Hause begleitet?  

Musikalische Leitung: N.N.
Inszenierung: CHRIS MURRAY a. G., DIRK LÖSCHNER
Bühne und Kostüme: CHRISTOPHER MELCHING

Open-Air-Premieren

Stralsund: 28. Juni 2019 (Sundpromenade / Hansawiese)

Greifswald: 12. Juli 2019 (Museumshafen)