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Sommerbühnen ziehen durchwachsene Bilanzen

Nach einer verregneten Sommersaison kehrt auf den Open-Air-Theatern Mecklenburg-Vorpommerns wieder Ruhe ein. Bei den Störtebeker-Festspielen auf Rügen, den Vineta-Festspielen auf Usedom, dem Piraten-Open-Air in Grevesmühlen und der mittelalterlichen Müritz-Saga in Waren an der Müritz sind die letzten Vorstellungen über die Bühnen gegangen. Die Intendanten ziehen durchwachsene Bilanzen.

Rekorde und Verluste

Das größte Spektakel bieten immer noch die Störtebeker-Festspiele: In diesem Jahr sahen etwa 351.000 Besucher das Schauspiel auf der Naturbühne in Ralswiek. Trotz starkem Beifall bei der Abschlussvorstellung verbucht Intendant Peter Hick allerdings einen Rückgang von etwa 6000 Theaterkarten im Vergleich zum Vorjahr. Wegen des durchwachsenen Wetters haben auch die Besucherzahlen stark geschwankt, wie er sagt.

Ähnlich erging es auch dem Piraten-Open-Air in Grevesmühlen. Mehrere Vorstellungen waren verregnet, wegen eines Gewitters war die Premiere sogar abgebrochen worden. Dennoch verbuchen die Veranstalter 2016 einen Besucherrekord von knapp 63.400 verkauften Karten.

Ebenso erfolgreich war das Sommertheater in Waren an der Müritz. Zur elften Episode „Das Vermächtnis“ kamen mit 19.100 Zuschauern etwa 600 Gäste mehr als noch im Jahr zuvor, wie Intendant Nils Düwell mitteilt. Er sei zufrieden.

Vorbestellte Karten gar nicht erst abgeholt

Dagegen mussten die Vineta-Festspiele in Zinnowitz auf der Insel Usedom einen leichten Rückgang verkraften. 16.500 Gästen sahen das Stück „Die Stadt der Diebe“ und damit 1.500 weniger als noch ein Jahr zuvor. Schuld war auch hier das schlechte Wetter, hieß es. Vorbestellte Karten seien zum Teil gar nicht erst abgeholt worden.

Kaum sind die letzten Vorhänge gefallen, stehen die Pläne für die nächste Saison. Was die Sommertheater in MV 2017 auf die Bühnen bringen, lesen Sie im zweiten Teil.