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22.06.2018

Liebe und anderes Leid

22.06.2018

Eigentlich ist alles ganz einfach: Mario Cavaradossi liebt Floria Tosca. Floria Tosca liebt Mario Cavaradossi. Wenn da nur nicht jede Menge Eifersucht, unerwiderte Gefühle, Intrigen und Mord im Spiel wären. Bühne frei für Tosca – und die Schlossfestspiele in Schwerin.

Als Giacomo Puccini „La Tosca“ liest, ist für ihn sofort klar: Das Drama von Victorian Sardou, ein Erfolgsstück auf der Theaterbühne, ist der Stoff, aus dem auch Opern sind. Zwischen Idee und Uraufführung liegen fast 11 Jahre. Im Januar 1900 ist es so weit. Heute gehört „Tosca“ zu den weltweit am häufigsten gespielten Opern.

Und darum geht es: Baron Scarpia, Polizeichef in Rom, begehrt Floria Tosca. Die liebt jedoch Mario Cavaradossi. Und umgekehrt. Als Cavaradossi seinem Freund Angelotti, einem politischen Gefangenen, auf der Flucht hilft, schöpft Scarpia – und sieht seine Gunst der Stunde gekommen. Er lässt Cavaradossi festnehmen und foltern. Im Nebenzimmer hört Tosca die verzweifelten Schreie. Um ihren Geliebten zu retten, verlangt Scarpia eine gemeinsame Nacht mit ihr. Als er sich ihr nähert bringt sie ihn um. Und eine Katastrophe nimmt seinen Lauf.

Vorstellungen:

18 Uhr: 24. Juni und 8. Juli
19 Uhr: 30. Juni und 7., 13. und 21.07. Juli
20 Uhr: 27. Juni und 5., 17., 25., 26., 27. und 28. Juli
20.30 Uhr: 22. (Premiere), 23., 29. Juni und 6., 14., 20. Jul

Ort: Alter Garten

Karten: 0385/5300–123; kasse@remove-this.mecklenburgisches-staatstheater.de; www.mecklenburgisches-staatstheater.de

Unser Fotograf Hans-Dieter Hentschel war bei einer der letzten Proben dabei. Hier sein kleiner Vorgeschmack:

Tosca wurde im Januar 1900 in Rom uraufgeführt. In Deutschland stand sie im Oktober 1902 das erste Mal auf der Bühne - an der Semperoper in Dresden.
Bei den Schlossfestspielen am Alten Garten wird es vom 22. Juni bis 28. Juli 19 Vorstellungen geben.
Maler Mario Cavaradossi (Zurab Zurabishvili) und die Sängerin Floria Tosca (Karen Leiber) lieben sich. Sehr zum Leidwesen des Polizeichefs.
An der Inszenierung sind rund 120 Künstler beteiligt.
Angelotti (Bruno Vargas) ist aus dem Gefängnis geflohen. Scarpias Agenten spüren ihn jedoch auf. Als sie ihn verhaften wollen, bringt er sich um.
Polizeichef Scarpia (Adam Kim) schürt Toscas Eifersucht gegenüber ihrem Geliebten. Dazu gibt er vor, der Fächer gehöre einer Geliebten.
Die Bühne ist 600 Quadratmeter groß.
Die Handlung spielt vor dem historischen Hintergrund der napoleonischen Kriege in Italien.
Die Handlung spielt innerhalb von 24 Stunden und an einem konkreten Datum: 17. und 18. Juni 1800. Kaum eine andere Oper ist zeitlich so präzise festgelegt.
Ganz Rom stöhnt unter dem Schreckensregime des Polizeichefs Scarpia (Adam Kim).
Das Bühnenbild hat Wolfgang Kurima Rauschnig entworfen. Für das Mecklenburgische Staatstheater schuf er auch die Bühnenbilder zu "Hoffmanns Erzählungen", "My Fair Lady", "Peter Grimes", "Margarethe" und "Neues vom Tage".
Scarpia (Adam Kim) lässt Cavardossi verhaften und foltern. So will er an das Versteck von Angelotti kommen - und an eine Nacht mit Tosca.
Cavardossi (Zurab Zurabishvili) ist dem Polizeichef (Adam Kim) gleich zweifach ein Dorn im Auge: Er liebt Tosca und sympathisiert mit der politischen Opposition.
Um ihren Geliebten zu retten, willigt Tosca in die Nacht ein.
Tosca findet im Raum ein Messer. Als Scarpia sie an sich ziehen will, ersticht sie ihn. Ihren Liebsten rettet sie damit nicht.
Die goldenen Umrisse eines riesigen Kreuzes bilden den Hintergrund für den Opernklassiker.