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Vom Wesen der Linie

Energische, kraftvolle Linien führt Horst Holinski in seiner „Landschaft mit Wolken und Regen" aus dem Jahr 1989.
Thomas Zieglers (1947-2014) „Portrait" (l.) aus dem Jahr 1980.
Die ausgewählten Blätter sind besonders lichtempfindlich, weshalb sie im Schloss Güstrow nur zeitlich begrenzt ausgestellt sind.
Die Exposition ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet.

Welches ihre Lieblingsarbeit ist? „Alle 45", antwortet die Leiterin des Schlosses Güstrow, Regina Erbentraut. So viele Arbeiten auf Papier zeigt die aktuelle Ausstellung „Vom Wesen der Linie" noch bis 21. Juli – darunter Radierungen, Kupferstiche und Druckgraphiken. Alle aus fünf Jahrzehnten Kunstsammlung des Landes.

„...eine exzellente Ausstellung, die Herz und Sinne erfreut", schreibt ein Besucher im Gästebuch am Eingang. Na, mal schauen! Ein Besuch lohnt in jedem Fall, denn die lichtempfindlichen Arbeiten können nur selten und dann lediglich zeitlich begrenzt ausgestellt werden, wie Regina Erbentraut erklärt.

Genügsam bis aufdringlich

In zwei Räumen eröffnet sich dem Besucher eine Vielfalt „des Wesens der Linie". Genügsam und ausdrucksstark in Horst Holinskis „Mädchenkopf" (1963). Eindringlich, fast aufdringlich in Inge Jastrams „Versuch eines Portraits". Traditionell in den Kupferstichen von Claus Müller-Schloens „Landschaft mit wiederentdecktem Besitzzeichen".

Kaum Farbigkeit, sondern Wechselspiele zwischen Hell und Dunkel gewinnen die Aufmerksamkeit des Betrachters und ziehen ihn auf verschiedenste Weisen in die Darstellungen.

Wer tiefer in „das Wesen der Linie" eintauchen möchte, sollte sich den 14. Juli notieren. Um 11 Uhr führt Regina Erbentraut durch die Ausstellung, erklärt politische und gesellschaftliche Hintergründe und Betrachtungsweisen.

Die Ausstellung...

...ist von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr zu besuchen im Schloss Güstrow, Franz-Parr-Platz 1. Eintritt kostet 2,50 Euro, ermäßigt 2 Euro. Die Ausstellung ist nicht barrierefrei.

Die Ausstellung fasziniert und bewegt die Besucher, wie Gästebucheinträge am Eingang kund tun.
Nach einem Besuch der Ausstellung lohnt ein Spaziergang durch den Schlossgarten, um die Eindrücke der Arbeiten nachwirken zu lassen.